Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai/Juni'20 - Hochrhein-Bodensee
22 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 5+6 | 2020 REGIO REPORT IHK Hochrhein-Bodensee A m 13. März ordnete die Landesregierung die Schließung aller Schulen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus an. Seit Anfang Mai dürfen Lehrgänge der Höheren Berufsbildung unter Einhaltung bestimmter Hygienevorschriften wieder stattfinden. Von der siebenwöchigen Schließung war auch der gesamte Weiterbildungsbetrieb der IHK Hochrhein- Bodensee betroffen. Dazu gehörten sowohl alle Semi- nare und Zertifikatslehrgänge als auch die Lehrgänge der Höheren Berufsbildung. Um die Benachteiligung der Teilnehmer während der absoluten Schließung möglichst gering zu halten, hatten Johanna Speck- mayer, Leiterin der Weiterbildung bei der IHK, und ihr Team verschiedene Maßnahmen ergriffen. „Nach- dem absehbar wurde, dass es sich nicht nur um eine kurzzeitige Schließung handelt, haben wir sofort re- agiert“, sagt Speckmayer. So testeten sie zum Bei- spiel virtuelle Plattformen, versahen Dozenten mit Lizenzen und schulten sie methodisch-didaktisch auf die neuen Medien. Dadurch konnten noch in den Osterferien die ersten virtuellen Klassenzimmer starten. Die anfängliche Skepsis auf beiden Seiten – von Dozenten wie Teilnehmern gleichermaßen – sei schnell einer durchgehenden Zufriedenheit mit den neuen Unterrichtsmethoden gewichen, so die Weiterbildungsexpertin. Daneben konnte über die E-Learning-Plattform „IHK Akademie Digital“ ein neuer Lehrgang zum Wirt- schaftsfachwirt gestartet werden, welcher von Beginn an komplett im Blended-Learning-System konzipiert wurde. Speckmayer erklärt: „Das bedeutet nur weni- ge Präsenzphasen, ein virtuelles Klassenzimmer, ein Chatroom und das Online-Lernen der Inhalte.“ Dafür hätte sich bereits vor der Coronakrise eine Gruppe von Lernwilligen entschieden, die lieber bequem von zu Hause lerne, als weite Anreisen auf sich zu nehmen. Daneben konnten auch Zertifikatslehrgänge auf virtu- elles Lernen umgestellt werden. Für die Teilnehmer des „Zollmanagers“, der „Führungskraft IHK“ und des „Immobilienmanagers“ konnte es direkt weitergehen, ohne viel Zeit zu verlieren. Mit der 7. Corona-Verordnung des Landes Baden- Württemberg vom 2. Mai ist der Unterricht in Lehr- gängen der Höheren Berufsbildung unter Einhaltung bestimmter Hygienevorschriften jetzt wieder erlaubt. Lehrgänge auf Fachwirtebene, die Industriemeister sowie die (Technischen) Betriebswirte dürfen also wieder stattfinden. So auch die Prüfungen der Aus- und Weiterbildung. Nicht erlaubt hingegen sind Tages- seminare, Zertifikatslehrgänge et cetera. Für den wieder anlaufenden Präsenzunterricht wurden in der IHK alle Unterrichtsräume auf die neuen Vorschriften umgerüstet. So wurden nötige Aushänge sowie ein Hygieneplan für Teilnehmer und Dozenten erstellt, und die erforderlichen Bodenmarkierungen wurden aufgebracht. JS/doe Informationen und Anmeldung zu den Weiterbildungsangeboten der IHK unter www.konstanz.ihk.de/berufliche-bildung oder bei Johanna Speckmayer 07622-3907-231 johanna.speckmayer@konstanz.ihk.de Allein vor dem Laptop statt zusammen im Klassenzimmer: So sieht Weiterbildung in Corona- zeiten häufig aus. Neues aus der Weiterbildung Corona und die Auswirkungen auf den Unterricht Bild: BullRun - stock.adobe.com
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