Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe April'20 -Südlicher Oberrhein

22 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 4 | 2020 REGIO REPORT IHK Südlicher Oberrhein ANZEIGE Arbeitsgemeinschaft Lahrer Industrieunternehmen (ALMI) Weniger Umsätze und ungewisse Aussichten D ie Umsatzentwicklung der Lahrer Industrieunter- nehmen war 2019 „nicht mehr ganz so erfreulich“, wie Ralf Leser, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Lahrer Industrieunternehmen (ALMI) und Geschäftsführer der Leser GmbH, Anfang März vor der Presse sagte. Nur noch 29 Prozent der Unternehmen konnten vergangenes Jahr ihre Umsätze steigern (2018: 62 Prozent), bei 33 Pro- zent (19 Prozent) gingen sie sogar zurück. „Das ist eine drastische Verschiebung“, sagte Ralf Leser. Der Ertrag war 2019 bei 48 Prozent (33 Prozent) unverändert und nur bei 33 Prozent (38 Prozent) besser als im Vorjahr. Das geht aus einer Umfrage unter den Mitgliedsunter- nehmen Anfang Januar – und damit vor der Ausbreitung des Coronavirus – hervor, an der sich 21 Firmen mit zusammen rund 2.500 Beschäftigten beteiligt hatten. Umsatzzahlen wurden nicht genannt. Weitere Ergebnisse: Die allgemeine Geschäftslage im Jahr 2019 beurteilten 57 Prozent der Unternehmen als gut (2018: 62 Prozent). Mehr Firmen als zuvor bereiten die weltpolitische Entwicklung und die Auslandsnach- frage Sorgen. Als größte Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Unternehmens nannten – wie in den Vorjahren – fast alle Firmenvertreter den Fach- kräftemangel, allen voran bei technischen Berufen. Dem wollen sie vor allem mit mehr Aus- und Weiterbildung begegnen, aber auch mit einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Beschäftigung/Einstellung älterer Arbeitnehmer. Außerdem hoben die ALMI-Unternehmer das gemeinsa- me Projekt „JOBXPEDITION“ hervor, das dieses Jahr zum dritten Mal stattfinden soll (der April-Termin wurde we- gen der Coronapandemie verschoben) und bei dem bis zu 100 Jugendliche an vier Tagen 25 vor allem technische Berufe kennenlernen können. Es sei eine erfolgreiche Aktion und ein gutes Miteinander von Konkurrenzunter- nehmen, wie Ralf Leser betonte. Die Prognosen fürs laufende Jahr waren zur Zeit der Be- fragung positiver als 2019. Anfang des Jahres rechneten 52 Prozent mit steigenden Umsätzen (2019: 24 Prozent), 81 Prozent mit einer gleich bleibenden Zahl der Beschäf- tigten (62 Prozent) und 57 Prozent (43 Prozent) mit gleich bleibenden Investitionen. „Hätten wir die Umfrage zehn Tage später gemacht, wäre sie sicher wesentlich negati- ver ausgefallen“, sagte Frank Neumeister, Geschäftsfüh- rer der NELA Brüder Neumeister GmbH, mit Anspielung auf das Coronavirus, mit dem zum Zeitpunkt der Presse- konferenz in Deutschland nach offiziellen Angaben rund 200 Menschen infiziert waren. mae

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