Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe April'20 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
48 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 4 | 2020 KURZ NOTIERT Die Schramberger Syntura GmbH & Co. KG hat im März ihr Portfolio erweitert und im Gewerbepark „H.A.U. 24“ in Schramberg das Virtual-Reality-Erlebniscenter „VRitz“ eröffnet. Das Unternehmen, das dieses Jahr zwanzigjäh- riges Bestehen feiert, betreibt zudem den Team- hochseilgarten in Schramberg-Sulgen und die Hirschgrund Zipline-Area bei Schiltach. Neben dem Gründer und Geschäftsführer Georg Ste- fanovic sind vier feste Mitarbeiter und – an den drei Erlebnisorten – rund 50 Honorarkräfte be- schäftigt. Stefanovic hat das Unternehmen im Jahr 2000 unter dem Namen Felsduell gegründet. Zwei Unternehmen aus Südbaden haben den „Seafood Star“ erhalten: Die 2018 in der Frei- burger Altstadt eröffnete Fischerei Schwab gewann die als Oscar der Fischbranche geltende Auszeichnung in der Kategorie „Bestes stationä- ren Fischfachgeschäft“, Hiebers Frische Center in Bad Krozingen in der Kategorie „Beste Fischthe- ke im Lebensmitteleinzelhandel über 2.000 Qua- dratmeter“. Die Fachzeitschrift „Fischmagazin“ vergibt den Seafood Star seit 2008 jährlich an Unternehmen mit Vorbildcharakter, deren Ideen und Kreativität herausragend sind. Die IEF-Werner GmbH aus Furtwangen feiert ihr 40-jähriges Bestehen. RobertWerner gründe- te 1980 ein Ingenieurbüro und ging bald von der reinen Planung und Konstruktion zum Sonderma- schinenbau über. Er ließ zunächst extern produ- zieren, ab 1983 in der eigenen Werkstatt und ab 1989 im neuen, 2.000 Quadratmeter großen Firmengebäude. Das Unternehmen wuchs stetig, musste bald anbauen und gründete 2001 ein Ser- vicezentrum in Norddeutschland. Heute zählt sich IEF zu den international führenden Unternehmen mit Automatisierungs- und Handhabungslösun- gen. In Furtwangen entstehen Servopressen (Bild unten), Palettierer, Radmessmaschinen oder Transportsysteme für Kunden aus der Medizin-, Elektro- und Feinwerktechnik sowie der Auto- mobil-, Halbleiter- und Uhrenindustrie. IEF wird von Stefan Deck und Manfred Meyer geleitet, die Beteiligungsgesellschaft Inuds AG ist vollständi- ger Eigentümer. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 170 Mitarbeiter. Energiedienst Klimaneutralität erreicht LAUFENBURG/RHEINFELDEN. Der vorwiegend am Hochrhein und im Wallis tätige deutsch-schweizerische Energieversorger und Netzbetreiber Energiedienst hat im vergangenen Jahr 8,4 Milliarden Kilowattstunden Strom abgesetzt, 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Nettoerlöse (Umsatz) stiegen um 5,1 Prozent auf 942 Millionen Euro. Der Anstieg war nach Worten des Geschäftsleitungsvorsitzen- den Jörg Reichert auf die gute Wasserführung sowohl des Hoch- rheins als auch der Flüsse im Wallis sowie die gestiegenen Groß- handelspreise zurückzuführen. In den 53 eigenen und teileigenen Kraftwerken, darunter vor allem den großen Laufwasserkraftwerken am Hochrhein, wurden rund 3,1 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. Das um nichtoperative Effekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (das sogenannte adjusted Ebit) lag bei 41 Millionen Euro, 13 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Allerdings mussten die Pensions- rückstellungen für die Personalvorsorge in Deutschland stark erhöht werden, so dass das Ebit vor Bereinigungen mit minus 4,6 Millionen Euro negativ ausfiel. Der Jahresgewinn belief sich auf knapp zehn Millionen Euro (Vorjahr 13 Millionen Euro), das Eigenkapital ging um rund zwölf Millionen Euro auf 696 Millionen Euro zurück, die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 48,6 Prozent (51,6 Prozent), das Nettofinanzguthaben auf 119 Millionen Euro (133 Millionen Euro). Die Dividende soll unverändert 0,75 Franken je Aktie betragen. Die Investitionen haben sich auf 52,5 Millionen Euro belaufen und gingen vorwiegend ins Netz sowie verschiedene Kraftwerke. Unter anderem wurde in den vergangenen drei Jahren das Kraftwerk Gere im Wallis gebaut (Gesamtinvestition von 36 Millionen Franken) und in Döggingen wurden im vergangenen Jahr rund 1,5 Millionen Euro in die erste Photovoltaikfreiflächenanlage von Energiedienst investiert. Photovoltaikanlagen baut Energiedienst auch für seine Kunden, 2019 waren es über 300 in Deutschland. In der Schweiz wurden bislang 400 Anlagen verkauft. Neben dem Kraftwerk Wyhlen ist eine Power-to-Gas-Anlage eröff- net worden, die Wasserstoff produziert. Sie hat 4,6 Millionen Euro gekostet. Mit der Produktion aus dieser zukunftsgerichteten Anlage können beispielsweise entsprechend ausgerüstete Lokomotiven oder Lkw betrieben werden. Außerdem hat Energiedienst 30 neue Blockheizkraftanlagen in Baden-Württemberg installiert, betreut nun 400 solcher Kraftwerke und beliefert 13 Wärmenetze. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen inzwischen über 160 Ladestati- onen und E-Autos in Südbaden und im Wallis. Mit kundennahen Energielösungen, systemrelevanter Infrastruktur und einer erneu- erbaren Erzeugungsinfrastruktur will Energiedienst weiter wachsen. Im vergangenen Jahr, so führte Reichert aus, war das Unternehmen einer der ersten integrierten Energieversorger in Deutschland und der Schweiz, die klimaneutral gearbeitet haben. Das Personal blieb mit 1.000 Mitarbeitern auf Vorjahresniveau. orn Die Power- to-Gas-Anla- ge von Ener- giedienst neben dem Kraftwerk Wyhlen.
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