Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe April'20 - Hochrhein-Bodensee

40 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 4 | 2020 Große Unternehmen Europa-Park RUST. Der Europa-Park in Rust hat seine Mitarbeiterzahl im vergan- genen Jahr um 23 Prozent auf 4.014 Beschäftigte (Voll- und Teilzeit- stellen) gesteigert und damit den Jobmotor in der Kategorie „Große Unternehmen“ gewonnen. Mehr als zwei Drittel der neu Eingestellten wurden für die im November eingeweihte Wasserwelt Rulantica sowie das daran angrenzende, bereits im Mai eröffnete Hotel Krønasår, die etwa ein Kilometer entfernt vom Europa-Park liegen, engagiert. Auch der Europa-Park selbst hatte 2019 mehr Bedarf an Mitarbeitern: zum einen, weil der ein Jahr zuvor abgebrannte skandinavische Themen- bereich wiedereröffnet wurde – für die neuen Shops, Restaurants und Attraktionen wurden 97 Männer und Frauen eingestellt –, zum anderen erweiterte der Freizeitpark sein Angebot im Winter und öffnete zwischen Dezember und Mitte Januar mehr Themenbereiche als sonst. Allein für ein Restaurant im griechischen Bereich wurden 25 weitere Mitarbeiter benötigt. 70 Prozent der insgesamt 751 neuen Mitarbeiter konnte der Europa-Park laut Matthias Kirch, Direktor Human Resources, in der Region rekrutieren, die anderen europaweit. Vor allem in den Hotels arbeiten viele Osteuropäer. Der Europa-Park kooperiert dafür beispielsweise mit einer Hotelfachschule in der Slowakei. Die größte ausländische Gruppe unter den Mitarbeitern sind Franzosen. Beim Hotel Krønasår kommt etwa ein Viertel aus dem Nachbarland, bei der Wasserwelt sogar rund die Hälfte. Ein Grund dafür ist eine Qualifizierungsmaßnahme von Europa-Park und französischer Arbeitsagentur: Ein halbes Jahr lang wurden 40 arbeits- lose Franzosen zu Hilfskellnern, -köchen oder Barmixern ausgebildet und erhielten im Gegenzug einen festen Arbeitsvertrag. Im März war der Europa-Park massiv von der Coronapandemie betroffen: Die Wasserwelt wurde geschlossen, die Parkeröffnung verschoben, und rund 2.000 Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt. mae Ausgeschlafen: die Gründer und Inhaber von Contempo Andreas Schubert (links) und Harald Koch. Zwei Lifeguards in der Wasserwelt Rulantica des Europa-Parks. Kleine Unternehmen Contempo FREIBURG. Wer gut schläft fühlt sich wohl, kann sich konzentrieren, ist zufrieden und damit auch motiviert und leistungsfähig. „Schlaf nimmt so viel Zeit ein, dennoch geht man nicht so aufmerksam damit um“, sagt Contempo-Geschäftsführer Harald Koch. Weil guter Schlaf unmittelbar die sogenannte Employability, also die Arbeitsfähigkeit fördert, hat Contempo zusammen mit zwei Krankenkassen das Projekt „Gesunder Schlaf“ organisiert. Dabei wurden die rund ein Dutzend Büromitarbeiter während eines Jahres von Profis zum Thema Schlaf gecoacht. Dieses eher ungewöhnliche betriebliche Gesundheitsmanagement hat dem Freiburger Personaldienstleister nun außer ausgeschlafenen Mitarbeitern auch einen Jobmotor beschert. Harald Koch und Andreas Schubert haben die Contempo Personal GmbH vor 20 Jahren gegründet. Sie hatten zuvor bei einer bun- desweit tätigen Zeitarbeitsfirma gearbeitet und sich gedacht: Das können wir auch selbst. Der Erfolg gibt ihnen recht. Contempo ist stetig gewachsen, der Umsatz lag 2019 bei rund 5,8 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 160 Zeitarbeitnehmer, vom Jobber bis zum Facharbeiter, die bei Kunden aus Handwerk und Industrie im südlichen Baden-Württemberg im Einsatz sind. Mit ihrer Contempo Consulting GmbH suchen Schubert und Koch zudem die richtigen Fach- und Führungskräfte und bieten diverse Dienstleis- tungen an, beispielsweise Lohnabrechnungen, Personalmanagement oder -marketing. Hier sehen die beiden Wachstumspotenzial, denn der Boom in der Zeitarbeit sei vorbei. Sie helfen auch Unternehmen, ihre Onlinestellenanzeigen sichtbarer zu machen, und sie haben ein begleitendes Tool für die Rekrutierung entwickelt. kat Finden & Binden Bilder: Thomas Kunz Neue Stellen

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