Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'20 -Südlicher Oberrhein
UF Gabelstapler GmbH Tel.: 07572 7608-0 Fax: 07572 7608-42 Am Flugplatz 10 88367 Hohentengen www.uf-gabelstapler.de info@uf-gabelstapler.de Schulungstermine Sa. 25.04.2020 für Gabelstaplerfahrer Sa. 27.+28.03.2020 für Teleskopstapler Manitou Diesel Knicklader • Typ: MLA 3-35 H NEU • Tragkraft: 1.670 kg • Hubhöhe: 2.650 mm • Kippbarer Fahrerstand • Zusatzhydraulik • Komplette Straßenbeleuchtung • EURO-Aufnahme • 45° Knickgelenk Ständig über 350 neue und gebrauchte Gabelstapler am Lager - Kundendienst - UVV-Abnahme - Ersatzteile - Regaltechnik - Verkauf - Vermietung Preis auf Anfrage ANZEIGE Was französische Verbraucher in Deutschland suchen Qualität und Preis E s gibt Tage, an denen man mehr Französisch hört als Deutsch. Für die elsässischen Nachbarn sind die französischen Feiertage wie der 8. Mai, der 14. Juli und der 11. November oft ein Anlass, einen Ausflug nach Deutschland zu unternehmen, im Nachbarland einkaufen zu gehen. „Allgemein wissen wir, dass Frankreich in man- chen Dingen etwas teurer als Deutschland ist“, sagt Susanne Attila, Präsidentin des Händlerverbands Z’Friburg in der Stadt. „Wir sehen viele Franzosen, besonders an Feiertagen, Brückentagen und am 11. November.“ Die Zielgruppen im Nachbarland sind für viele Unterneh- men in der Grenzregion ein echter Gewinn. Im Europa- Park beispielsweise kommen 23 Prozent der Besucher aus Frankreich und 22 Prozent aus der Schweiz. „Das war schon immer die Stärke des Europa-Parks“, erklärt Alain Fettig, Handelsbeauftragter des Parks für Frank- reich. „Dies ermöglicht uns längere Besucherperioden aufgrund der Lücken zwischen den Schulferien in den einzelnen Ländern.“ Kehl ist der wichtigste Treffpunkt für Straßburger auf der Suche nach guten Rabatten. In den Einkaufsstraßen wett- eifern Tabakläden, Hygieneartikel- und Spirituosenanbie- ter um die Aufmerksamkeit der elsässischen Kundschaft. Aus französischer Sicht ist es ein wenig überraschend, dass ein Wein- geschäft seine Auslage mit künstlichem Weinstock, Steintapetenimitat und übergroßen Gläsern mit Stiel verziert. Das Ganze wird von einem großen, leuchtend orangefarbenen Schild überragt, das auf Franzö- sisch anpreist: „1,79 Euro pro Flasche“. Doch der Erfolg scheint dem Händler recht zu geben: Alle Verkäufer in Kehl sind sich einig, dass Franzosen auf Rabatte reagieren. „Draußen habe ich das ganze Jahr über einen Verkaufsstand mit Werbeaktionen“, sagt Régine Wickers- Birsner, Inhaberin des gleichnamigen Schuhgeschäfts. Für sie gibt es keinen Zweifel: „Bei Bekleidung sind deutsche Preise interessanter.“ Die Straßburger haben einen eigenen Ausdruck für ihre Fahrten nach Kehl: „die drei C besorgen“, das sind „couches, clopes, casino“, also Windeln, Zigaretten und Glücksspiel. Fiona Härtel, Direktorin des Kehler Stadtmarketings, scheint dieser Ausdruck nicht zu gefallen. „Das Risiko, das wir eingehen, ist, als Mono- kultur-Stadt angesehen zu werden“, fürchtet sie. Ihr Ziel: Den Franzosen, die immerhin 45 Prozent der Kundschaft in der Grenzstadt ausmachen, zu zeigen, dass sich Kehl nicht nur auf fünf Supermärkte beschränkt, sondern dass es dort ein riesiges Angebot für eine Stadt mit 36.000 Einwohnern gibt. Im Mittelpunkt stehen dabei Veran- staltungen: Mit großer Bekanntheit in der französischen Lokalpresse bemüht sich die Stadt Kehl, den Grenzgän- gern den jährlich im Herbst stattfindenden „Hanauer Landmarkt“ bekannt zu machen. „Für uns ist dies eine Gelegenheit, ein vielfältigeres Angebot mit qualitativ hochwertigen Produkten zu bewerben.“ Im Schaufenster des Tourismusbüros, das es mit Kehl Stadtmarketing teilt, werden Delikatessen als Mitbringsel angeboten, darunter handgemachter Essig aus Kehl, 6,50 Euro pro Flasche. Sicherlich köstlicher als die Flasche Wein für 1,79 Euro. Patrick Pauma (Übersetzung: Christina Molleova) Ein ausgezeichnetes PreisLeistungsVerhältnis und Produkte, die es in Frankreich nicht gibt: Französische Verbraucher kaufen gern in Deutschland ein. Großstädte können sich auf touristische Aktivitäten und große Einzelhändler verlassen, während in Kehl der Grenzeffekt eine Schlüsselrolle spielt. Bild: Alexey Tulenkov - iStockphoto Die WiS arbeitet mit der elsässischen IHKZeitschrift „Point éco“ und dem Wirt schaftsmagazin „Wima“ der IHK Karlsruhe zusammen und veröffentlicht gemein same Beiträge wie diesen.
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