Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'20 -Hochrhein-Bodensee

31 3 | 2020 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten Insel Mainau und Bodensee-Schiffsbetriebe erhalten erneut EMAS-Zertifizierung Zwei Statements für langfristigen Umweltschutz N achhaltigkeit für Region und Umwelt“ lautet einer der Leitsätze der Mainau GmbH. Als erstes Touris- musunternehmen in Deutschland hat die Insel Mainau bereits seit 1998 das europäische Umweltmanagement- system EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) als zentralen Bestandteil des Managements implementiert. Jetzt wurde dem Unternehmen das betriebliche Umwelt- zertifikat für weitere drei Jahre verliehen. Auch für die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) sind Um- welt- und Klimaschutz seit vielen Jahren fester und zen- traler Bestandteil der Unternehmenspolitik. „Denn als lokaler Akteur tragen wir die Verantwortung dafür, den Lebensraum Bodensee und eine lebenswerte Umwelt zu erhalten“, so Frank Weber, Geschäftsführer der BSB. Die Schiffsbetriebe wurden bereits im Jahr 2001 als europa- weit erstes Binnenschifffahrts-Unternehmen erstmals mit dem Zertifikat ausgezeichnet und sind somit Pionier in der Branche. Die Zertifizierung für alle BSB-Standorte (Konstanz, Friedrichshafen, Lindau) wurde ebenfalls bis 2022 verlängert. Beide Unternehmen erhielten am 27. Januar die Regis- trierungsurkunde von dem Referenten des Geschäfts- felds Umwelt und Energie der IHK Michael Zierer. „Die Menschheit steht vor wichtigen Weichenstellungen. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob und wie wir die globalen Herausforderungen von Klimawandel, demografischer Entwicklung und knapper werdenden Ressourcen meistern“, sagte er in einem Grußwort. „Beide hier ausgezeichneten Unternehmen, die Mai- nau GmbH und die Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH, haben ein Statement abgegeben, dass Umweltschutz nicht nur eine Maßnahme für den Moment ist, sondern eine Daueraufgabe mit Verantwortung.“ Im Zentrum der Zertifizierung stehen zum Beispiel die zur Verfügung stehenden Ressourcen, die Einbindung und Weiterbildung der Mitarbeiter oder die Einbeziehung von Auftragnehmern. Alle Unternehmensbereiche wer- den zudem permanent unter Umweltgesichtspunkten kritisch untersucht und es wird geprüft, ob sich Abläufe effizient verbessern lassen oder wie Rohstoffe einge- spart und Emissionen reduziert werden können. ZiM „ Bild: Insel Mainau, Peter Allgaier Hintergrund Das Gemeinschaftssystem für das freiwillige Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung EMAS ist ein von den Europäischen Gemeinschaften 1993 entwickeltes Instrument für Unternehmen, die ihre Umweltleistung ver- bessern wollen. Dabei setzt EMAS auf die freiwillige Teilnahme von Unterneh- men und geht über die gesetzlichen Regelungen hinaus. Seit 1993 können in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union aufgrund einer EU-Verordnung gewerbliche Unternehmen und andere Organisationen an dem einheitlichen System für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung teilnehmen. Die freiwillige Umweltprüfung wird alle drei Jahre wiederholt. Dabei werden den externen Umweltbetriebsprüfern eine Bilanz des Erreichten sowie neue Maßnahmen innerhalb des betrieblichen Umweltprogramms der jeweiligen Unternehmen vorgelegt. Urkundenübergabe auf dem Schiff mit der Umweltma- nagementbeauftragten der BSB Charlotta Skoglund, BSB-Geschäftsführer Frank Weber, der Geschäftsfüh- rerin der Mainau GmbH Bettina Gräfin Bernadotte, Heinrich Straub von der Stabsstelle Umweltmanage- ment und Arbeitssicherheit der Mainau GmbH sowie Michael Zierer von der IHK (von links).

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5