Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Februar'20 -Südlicher Oberrhein
44 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 2 | 2020 Unternehmen KURZ NOTIERT Die Hochschwarzwald Tourismus GmbH hat gemeinsam mit der Freiburger Bellini-Gruppe im Dezember ihre erste „Kuckucksstube“ eröff- net (siehe Bild). Das Restaurant ist im ebenfalls neuen Hotel Coucou am Bahnhof Titisee unterge- bracht. Eingerichtet wurde die Kuckucksstube im modernen Schwarzwaldstil, Betreiber ist die Bel- lini Bäder GmbH. Eine Investitionssumme wurde nicht genannt. Ziel der Kooperationspartner ist es, mit einem innovativen Gastronomiekonzept die regionale Küche zu beleben, wie es in der Pressemitteilung heißt. Eine Besonderheit des neuen Franchisekonzepts sei, dass es ohne Fach- kräfte auskommt, die in der Branche vielerorts Mangelware sind.Weitere Kuckucksstuben sind für die nächsten Jahre geplant. Der Name ist an die modernen Design-Appartments namens Ku- ckucksnester im Hochschwarzwald angelehnt, die es seit 2014 gibt. Der Europa-Park verzeichnet erneut einen Re- kord: 2019 kamen laut Pressemitteilung über 5,7 Millionen Besucher in den Freizeitpark, so viele wie noch nie in der Unternehmensgeschichte. Nicht enthalten in der Zahl sind die Gäste der En- de November eröffneten Wasserwelt Rulantica. Europa-Park-Inhaber Roland Mack zieht eine po- sitive Bilanz der ersten Wochen: „Rulantica ist sehr gut gestartet.“ Auch die Auslastung des im Mai neu eröffneten Hotels Krønasår sei mit mehr als 90 Prozent außerordentlich gut. In Hotel,Was- serwelt und Infrastruktur hatte die Familie Mack rund 180 Millionen Euro investiert, so viel wie noch nie in der Firmengeschichte für ein Projekt. Rund 550 Arbeitsplätze wurden hier geschaf- fen. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen nun 4.450 Mitarbeiter.Vergangenen Sommer wurde zudem der Themenbereich Skandinavien nach rund einjähriger Bauzeit wieder für die Besucher eröffnet, der bei einem Brand zum Teil zerstört worden war. Die Kosten nennt das Unternehmen nicht. Laut Presseberichten will sich die Mack- Gruppe im elsässischen Plobsheim ansiedeln und dort ein Studio sowie Kreativzentrum mit zunächst 50 Arbeitsplätzen aufbauen. Schwarzwaldmilch Offenburg Energiezentrale eingeweiht OFFENBURG. Die Schwarzwaldmilch Offenburg hat im Dezember ihre neue Energiezentrale eingeweiht. Rund neun Millionen Euro hat das Unternehmen darin investiert. Ziel ist die Zukunftssicherung der Produktionsstätte in Offenburg, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Laut Schwarzwaldmilch-Geschäftsführer Andreas Schneider wurde die Energiezentrale in Offenburg nicht nur aufgrund stetig steigender Produktionskapazitäten erforderlich, sondern vor allem auch wegen der ökologischen Gesamtorientierung des Unterneh- mens und der gewünschten Effizienzsteigerung. Die Energiezentrale sei hocheffizient, umweltfreundlich und spare gegenüber der alten Dampfkesselanlage erhebliche Mengen an Energie und rund 1.100 Tonnen an CO 2 -Emissionen pro Jahr. Umgesetzt wurde das Projekt von der Badenova-Tochter Wärmeplus. Am Standort in Offenburg produziert Schwarzwaldmilch „ein qualifiziertes und hochwerti- ges Pulver und Ingredientsportfolio“, wie Caroline von Ehrenstein, Leitung Marketing/Kommunikation der Molkerei, erklärt. Das Pro- duktportfolio spiele eine bedeutende Rolle in der europäischen Süß-, Backwaren- und Gewürzindustrie sowie im Markt der stark wachsenden Sportlernahrung. Außerdem stellt Schwarzwaldmilch in Offenburg lebensmittelbasierte Spezialprodukte für die Pharma- industrie her. An dem Standort arbeiten inklusive Aushilfen etwa 90 der insgesamt rund 420 Beschäftigten. mae Gruner Umzug in Tunesien WEHINGEN. Die Gruner AG mit Stammsitz in Wehingen hat ihr neues, vergrößertes Produktionswerk in Tunesien eröffnet (Bild). Das bereits seit 1977 tätige Auslandswerk Gruner Tunesien ist von Tunis in einen nahegelegenen Industriepark umgezogen, da am Ursprungsstandort Platz zum Wachsen fehlte. Der 4.000 Quad- ratmeter große Neubau ermöglicht eine materialflussoptimierte Produktion sowie den Aufbau gespiegelter Produktions- und Mon- tageprozesse, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Rund 2,5 Millionen Euro wurden in den Neubau investiert. Zunächst soll die Produktionsstätte 320 Mitarbeiter beschäftigen, die lang- fristig auf 600 aufgestockt werden können. Gruner ist Stellantrieb-, Magnet- und Relais-Experte. Neben Wehingen betreibt das Unter- nehmen Produktionswerke in Serbien, Indien und Tunesien. Die Gruner AG wurde 1953 von Wolfgang Gruner gegründet und hat sich nach eigenen Angaben zum Weltmarktführer bei gepolt bistabilen Schaltrelais von 8 bis 200 Ampere entwickelt. Rund 1.200 Mitar- beiter sind insgesamt beschäftigt, davon 380 in Wehingen. mae Bild: Gruner AG Der neue Gruner- Standort in Tunesien.
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