Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Februar'20 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
46 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 2 | 2020 Unternehmen Franz-Morat-Gruppe steigert Umsatz und stellt sich auf Krise ein Mehr Antrieb für die Elektromobilität EISENBACH. Die Franz-Morat-Gruppe hat ihren Um- satz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 4 Millionen auf rund 95 Millionen Euro gesteigert. „In Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen Situation ist das ein ordentli- ches, sogar ein gutes Ergebnis“, sagte Geschäftsführer Gökhan Balkis Ende 2019 bei einer Betriebsversamm- lung des Eisenbacher Herstellers von Zahnrädern und Antriebstechnik. Allerdings spüre man anhand der Auftragseingänge deutlich, dass neben der Automo- bilindustrie auch der Maschinenbau auf dem Weg in die Krise sei. So rechnet die Franz-Morat-Gruppe für 2020 denn auch mit einer deutlich zurückhaltenderen Entwicklung als in den Vorjahren. Die Umsatzplanung sieht ein Prozent Wachstum auf 97 Millionen Euro vor. „Wir werden unsere Aktivitäten in boomenden und konjunkturunabhängigeren Branchen wie der Medi- zin- und Rehagerätetechnik sowie der Intralogistik und der Elektromobilität weiter intensivieren“, sagte Balkis. Vor diesem Hintergrund sei der Produktionsbe- ginn bei Morat Swoboda Motion im polnischen Nowa Ruda – in direkter Nachbarschaft der Framo Morat Polska – ein besonderes Highlight des vergangenen Jahres gewesen. Seit Juli 2019 produziert die Franz- Morat-Gruppe dort in einem Joint Venture mit dem polnischen Automobilzulieferer Swoboda verzahnte Antriebskomponenten für die Elektromobilität. Auch das mexikanische Spritzgießwerk entwickelt sich laut Balkis gut. Die Großaufträge, die dieses Jahr in Mexiko in Serie gehen, sollen zur positiven Umsatz- entwicklung beitragen. Zugleich erweitert die Franz- Morat-Gruppe nahe des Eisenbacher Stammsitzes ihre Kapazitäten in der Kunststoff-Spritzgießtechnik. Sie hat sich mit 20 Prozent an der LSM Matzka GmbH in Deißlingen beteiligt, einem inhabergeführten Werk- zeug- und Formenbauer, mit dem seit 2001 Geschäfts- beziehungen bestehen. So sollen die Durchlaufzeiten bei der Fertigung von Neuwerkzeugen verkürzt, die Effizienz in der Bemusterungsphase gesteigert und die Reaktionszeiten für die Wartung sowie Reparatur von Bestandswerkzeugen reduziert werden. Die Franz-Morat-Gruppe betreibt mehrere Standorte in der Region sowie Tochterfirmen in den USA, Me- xiko, der Türkei und Polen mit insgesamt 650 Mitar- beitern, davon 570 am Hauptsitz in Eisenbach. Hinzu kommen mehr als 40 Mitarbeiter des Joint Ventures Morat Swoboda. ine Der Hauptsitz der Franz-Morat-Gruppe in Eisenbach. Isensee Film Bewegtes Jahr mit bewegten Bildern FREIBURG. Das bewegte Bild boomt, gerade in der Unternehmenskommunikation. Davon profitieren auch regionale Produktionsfirmen wie die Freiburger Isensee Film GmbH. Das junge Unternehmen um die Brüder Jochen und Steffen Isensee hat ein bewegtes Jahr hin- ter sich. Der Umsatz hat sich in etwa verdoppelt, das Team ist auf drei feste (sowie mehrere freie) Mitarbeiter gewachsen und hat einen neuen Firmensitz in Freiburg- Hochdorf bezogen. Dort gibt es einen neuen Schnitt- platz für die Postproduktion. Dafür und für den Umzug haben die Isensees mehr als 50.000 Euro investiert. Die Filmproduktionsfirma realisiert kulturelle und Kino- filme gleichermaßen wie Werbe- und Imagefilme. „Der Bedarf an authentischem Storytelling für Unterneh- mensfilme wächst weiter“, sagt Jochen Isensee. Zu den Kunden zählen beispielsweise Roche, Lamborghini, Ferrari, Audi oder VW und auch viele Unternehmen aus der Region wie Sto, Freilacke und AHP Merkle. In diesem Jahr wollen die Isensees die Dreharbeiten an ihrem ersten großen Kinofilm starten und ein weiteres Spielfilmprojekt in Angriff nehmen. Außerdem realisier- ten sie zusammen mit dem christlichen diakonischen Hilfswerk Stephanus eine Dokumentation über die Menschen im größten Flüchtlingslager der Welt im Norden von Uganda. Im Januar waren sie für Filmauf- nehmen vor Ort. ine
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5