Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Februar'20 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden Umwelt | Energie | Abfallwirtschaft | ökologisches & energetisches Bauen 35 info@beh3.de Tel. 07682 924994 Schloßhofweg 2 / 79215 Elzach www.beh3.de spielsweise für hocheffiziente Lüftungstechnik zu günstigen Kosten von rund 3.000 Euro pro Wohnung und mit geringen Wartungs- kosten aus. Ihrer Einschätzung nach ermöglicht das neben einem besseren Komfort und erhöhter Raumluftqualität die Halbierung von Heizwärmebedarf und Heizlast. Was sich wiederum im Geld- beutel niederschlägt mit jährlichen Kosteneinsparungen von bis zu 40 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Es gibt noch zahlreiche Möglichkeiten, in der Bauwirtschaft Res- sourcen zu schonen und einzusparen. Die vier Fraunhofer-Institute für Bauphysik IBP, für Materialfluss und Logistik IML, für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB und für Umwelt-, Sicher- heits- und Energietechnik UMSICHT haben ein Verfahren entwi- ckelt, um Bauschutt wieder zu verwerten. Der Bauboom benötigt Unmengen an Kies, anderen Gesteinen und eben Bausand für die Herstellung von Beton, Mauersteinen oder Putzen. Und Sand wird immer mehr zu einem raren Gut. Durch den Abriss von Gebäuden fallen jährlich rund 54 Millionen Tonnen an Bauschutt an. Bei dessen Aufbereitung durch mechanische Methoden entstehen rund fünf Millionen Tonnen an Feinfraktionen, die kleiner als zwei Mil- limeter sind. Aufgrund deren heterogenen Zusammensetzung wird diese Menge nahezu ausnahmslos deponiert, also dem Kreislauf entzogen. Der erste Schritt der Forscher bestand in der Entwick- lung eines Verfahrens zur optischen Sortierung von Bauschutt, um dessen Hauptbestandteile Beton, Ziegel, Kalksandstein und Gips selektiv voneinander zu trennen. In den jeweiligen Stoffgruppen konnte eine Reinheit von rund 99,5 Prozent erzielt werden. Parallel dazu arbeiteten die Wissenschaftler an Bauproduktmustern und Rezepturen, zum Beispiel für Porenbetonsteine, bei denen 30 Massen-Prozent des Primärrohstoffs Sand durch das gewonnene, feinkörnige Bauschuttmaterial ersetzt werden konnten. Auch ze- mentfreie Baustoffe erstellte das Team auf Basis von Bauschutt. ©Onypix/Adobe Stock

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