Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Februar'20 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
20 IHK-Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 2 | 2020 REGIO REPORT IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg K räfte bündeln für den Tourismus. So lautet der Titel der neuen Tourismuskonzeption für Baden- Württemberg. Bei der jüngsten Sitzung des IHK-Tou- rismusausschusses im Légère Hotel Tuttlingen stellte Guido Wolf, Minister für Justiz und Europa und Mitglied des Landtages, diese den Fachleuten aus Gastronomie, Hotellerie, Freizeitwirtschaft, Reiseverkehr und den Landratsämtern vor. Der Tourismus sei bereits heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region Schwarzwald-Baar- Heuberg und in Baden-Württemberg, so Guido Wolf. Neben den lang etablierten Marken Schwarzwald und Bodensee hole die Schwäbische Alb in letzter Zeit enorm auf. „Wir können im landesweiten Vergleich gut mithalten“, so der Minister. Grundstein für zukünftige Tourismusförderung Der Ausschussvorsitzende der IHK, Michael Steiger, sagte: „Die neue Tourismusstrategie legt insbesondere den Grundstein für die zukünftige Tourismusförderung des Landes.“ Gerade in der Region Schwarzwald-Baar- Heuberg stehe die Tourismus- und Freizeitwirtschaft für standortsichere und wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze. „Es ist an der Zeit, sich der für die Branche dringendsten Themen gemeinsam und über- geordnet anzunehmen.“ Konkret beschloss der Ausschuss, die Zusammenar- beit mit den drei Landkreisen der Region im nächsten Jahr zu intensivieren. „Ein regelmäßiger Austausch zu relevanten Tourismusthemen in der Region soll allen Beteiligten die Möglichkeit geben, sich zeitnah und ergebnisorientiert auszutauschen“, so IHK-Geschäfts- bereichsleiter Philipp Hilsenbek. Außerdem sehe das IHK-Arbeitsprogramm eine Imagekampagne vor, die langfristig für Fachkräfte und Auszubildende in tou- ristischen Berufen werben soll. Ein aktuell drängendes Problem für Hotellerie und Gas- tronomie ist, dass Unternehmen mit elektronischen Registrierkassen beziehungsweise Kassensystemen seit dem 1. Januar dieses Jahres verpflichtet sind, die Kassen mit einer zertifizierten technischen Sicher- heitseinrichtung (tSE) auszurüsten. „Wir raten den Unternehmen, die Maßnahmen zur Umstellung nicht auf die lange Bank zu schieben. Vielmehr sollten die Betriebe rasch auf ihre Kas- senhersteller zugehen, um gemeinsam passgenaue Sicherheitslösungen zu finden“, so Michael Steiger. Minister Guido Wolf benannte den Tou- rismus als die Leitökonomie in Baden- Württemberg. „Das zeigt sich unter anderem an den 390.000 rechnerischen Vollzeitar- beitsplätzen im Tourismus im Land. In der Automobilin- dustrie Baden-Württembergs arbeiteten Mitte 2018 gut 223.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte“, so Wolf. Der Tourismus sei auch ein wichtiger Faktor zur Stärkung der ländlichen Räume. Vieles an Infrastruktur wäre nicht mehr haltbar ohne Touristen, ob das die Gastronomie oder der Einzelhandel sei. Seit der letzten Tourismuskonzeption aus dem Jahr 2009 habe sich vieles verändert. Entwicklungen wie Digitalisierung, Globalisierung und Klimawandel seien verstärkt im Fokus. Zur Ausarbeitung der Konzeption habe man einen breiten Kreis frühzeitig involviert: unter anderem die IHKs und den Hotel- und Gaststättenver- band (Dehoga), die Tourismusverbände, Gastronomen, Hoteliers und die Freizeitindustrie. Heimspiel: Tourismusminister Guido Wolf (4. von links) und die Mit- glieder des IHK- Tourismusaus- schusses zu Gast im Légère Hotel in Tuttlingen. IHK-Tourismusausschuss beschließt Arbeitsprogramm Stärkere Zusammenarbeit mit den Landkreisen »Es ist an der Zeit, sich der für die Branche dringendsten Themen gemeinsam und über geordnet anzunehmen« Bild: Anika Luz
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