Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Januar '20 - Hochrhein-Bodensee
31 1 | 2020 IHK Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 25 Jahre Gastronomie-Jugendwettbewerb Reischmann Koch- und Service-Azubis auf Herz und (saure) Nieren geprüft S ieben Koch-Auszubildende im dritten Ausbil- dungsjahr kochten Anfang November in der Schwedenschenke auf der Insel Mainau um die Wette. Ihr kunstvoll zubereitetes Essen wurde den geladenen Gästen anschließend von drei Auszubil- denden aus dem Service serviert. All dies fand unter den strengen Augen sachverständiger Juroren statt. Denn: Sie alle waren Teil des 25. Gastronomie-Ju- gendwettbewerbs um den Franz-Reischmann-Pokal. Der Wettbewerb wird jedes Jahr im November vom Bodensee-Kochverein (BKV) und dem Verband der Servicefachkräfte, Restaurant- und Hotelmeister Sektion Hochrhein-Bodensee (VSR) auf der Insel Mainau durchgeführt. Dieser wurde vor 25 Jahren von Franz Reischmann, seinerzeit Ehrenvorsitzender des BKV, ins Leben gerufen. Der Wettbewerb wurde speziell für Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr konzipiert. Der Sieger nimmt außerdem am Landes- wettbewerb um den Achenbach-Preis teil. Wie bereits beim allerersten Reischmann-Pokal ließen es sich Holger Boos und Heidi Müller nicht nehmen, auch im 25. Jahr als Juroren in der Küche mit dabei zu sein. Außerdem konnten auch einige Sponsoren das 25. Jubiläum feiern und bekamen als Dankeschön eine Urkunde überreicht. Bei den Köchen belegte Luisa Thiel (Insel Mainau) den ersten Platz, Luis Sohn (Riva, Konstanz) wurde Zweiter und Sabrina Kuppel (Insel Mainau) Dritte. Im Service konnte den ersten Platz Cristina Molina (Hotel Ibis, Konstanz) belegen, gefolgt von Maximilian Hein (Steigenberger Insel-Hotel) und Celine Madani (Konzil- Gaststätten, Konstanz). SG NACHGEFRAGT bei Sabine Gooßens, Prüfungssachbearbeiterin für den Bereich Gastronomie bei der IHK Frau Gooßens, würden Sie Betrieben empfehlen, ihre Aus- zubildenden aus der Gastronomie zu dem Wettbewerb zu schicken? Absolut! Viele der anwesenden Juroren sind auch Prüfer bei der IHK und sehen den Wettbewerb als „Probelauf“ für die bald anstehende Abschlussprüfung vor der IHK. Die Wettbewerbs- teilnehmer stellen sich einer prüfungsähnlichen Situation, in der ihre Leistungen bewertet werden. Das klingt nach zusätzlichem Druck für die Auszubilden- den. Ist das denn nötig? Viele Auszubildende sind bei Prüfungen sehr nervös. Da kann es hilfreich sein, sich an solche Prüfungssituationen zu gewöh- nen. Ein klein wenig Erfahrung, wie sie der Wettbewerb bietet, kann schon helfen, besser mit der Aufregung umzugehen und sich selbstbewusster zu präsentieren. Welche Vorteile bietet die Teilnahme an dem Wettbewerb noch? Natürlich gibt es tolle Preise zu gewinnen, auf die die Wettbe- werbsteilnehmer stolz sein können. Sie können sich mit anderen Prüflingen messen und sehen, was diese einbringen. Außerdem erhalten die Teilnehmer im Anschluss an den Wettbewerb ein Feedback, was sie gegebenenfalls noch besser machen können. Dieses Wissen können sie dann für die anstehende Abschluss- prüfung nutzen. Interview: doe Die drei Preisträger bei den Köchen: Luis Sohn, Luisa Thiel und Sabrina Kuppel. Foto: Martin Baumgärtel
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