Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Januar '20 - Hochrhein-Bodensee

26 IHK Zeitschrift Wirtschaft im Südwesten 1 | 2020 REGIO REPORT   IHK Hochrhein-Bodensee Frau Späth, Sie waren vier Wochen in Innsbruck bei der Standortagentur Tirol GmbH. Wie hat Ihnen die Zeit dort gefallen? Es war wirklich außergewöhnlich gut. Das Leben in Österreich und in der Stadt Innsbruck waren ein ganz besonderes Erlebnis, und die Kolleginnen und Kollegen waren sehr herzlich und fürsorgend. Auch die Arbeit dort war sehr interessant, schon allein durch die Un- terschiede zwischen dem deutschen und österreichi- schen System, die mir dadurch erst bewusst wurden. Wie wurden Sie auf das Austauschprogramm aufmerksam? Petra Böttcher erzählte mir davon. Sie betreut das Projekt seit mehreren Jahren und ist gleichzeitig meine Ausbilderin bei der IHK. Xchange wird aber auch auf unserer Homepage, auf Messen, in den Berufsschulen und natürlich auch durch die Ausbildungsberater direkt in den Ausbildungsbetrieben beworben. Und wie kamen Sie zu Ihrem Gastbetrieb? Jedes Jahr findet eine Zertifikatsfeier mit allen Teilneh- mern, Ausbildern und Koordinatoren des Austausch- programms statt. Dadurch kennt meine Ausbilderin die Koordinatorinnen aus Innsbruck und vermittelte uns gegenseitig. So wurde noch bei der Feier kurzer- hand beschlossen, dass ich direkt bei der Standor- tagentur Tirol GmbH arbeiten darf. Das Ganze geht aber auch ohne Connections: Sobald sich die oder der Auszubildende für das Programm angemeldet hat, kontaktiert xchange seine Partnerorganisationen in den gewünschten Regionen und Ländern. Wurde ein geeignetes Unternehmen gefunden, wird der Kontakt zwischen beiden hergestellt. Was haben Sie in den vier Wochen gelernt? Zum einen habe ich mich persönlichen stark weiterent- wickelt. Man glaubt gar nicht, was vier Wochen alles bewirken können. Für mich war es eine große Heraus- forderung, allein in einer fremden Stadt zu sein, ohne Freunde und Familie um mich herum und dazu noch in einem fremden Unternehmen zu arbeiten. Doch jetzt im Nachhinein weiß ich, dass sich der Mut gelohnt hat und dass es für meine persönliche Entwicklung das Richtige war – ich bin richtig über mich hinaus- gewachsen. Zum anderen habe ich mir durch mein » Über sich selbst hinauswachsen « Das internationale Austauschprogramm „xchange“ bietet für Auszubildende die Möglichkeit, ein zwei- oder vierwöchiges Berufspraktikum in einem Ausbildungsbetrieb im Ausland zu absolvieren (siehe auch Text rechte Seite). Die Auszubildende für Büromanagement der IHK Hochrhein Bodensee, Olivia Späth, absolvierte ein Auslandspraktikum bei der Standortagentur Tirol GmbH in Österreich und erzählt im Interview von ihren Erfahrungen. Die Auszubildende Olivia Späth (Mitte) mit Katharina Lorenz, Rudolf Stoffner, Johannes Rohm und Katharina Schmid- hofer von ihrem Praktikumsbetrieb, der Standortagentur Tirol GmbH.

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