Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember '19 - Hochrhein-Bodensee

Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden Wir im Südwesten | Moderne Technologien | High Tech Unternehmen •ˆ Seiner Meinung nach sei zum Teil die erste Phase der Digitali- sierung noch nicht abgeschlossen. Zu viele Prozesse in Behör- den und Unternehmen liefen noch auf Papier. „Wenn wir so weitermachen, wird Deutschland von der digitalen Landkarte verschwinden“, warnt er. Laut Thelen ist in den etablierten Technologien wie Social Media, ” G, Suchmaschinen und Cloud Computing der Zug abgefahren. Daher gelte es nun, sich auf die Zukunsthemen „Künstliche Intelligenz, Blockchain, ˆD- Druck, Quantencomputer, • G, Energie und Mobilität der Zu- kun“ zu fokussieren. Konfrontiert damit, dass immerhin hohe Rekordsummen in innovative Start-ups °ießen, antwor- tet der Investor: „Aber in China und den USA °ießt noch mehr.“ Besser laufe es laut Thelen in Frankreich, wo Präsident Emma- nuel Macron einen Fünf-Milliarden-Fond für Start-ups aufge- legt habe – „ein klares Bekenntnis, Frankreich zum Start-up- Zentrum Europas zu machen“. Dagegen erö©ne die Bundeskanzlerin Angela Merkel „die sterbende Cebit, aber nicht die größte Start-up-Konferenz Bits & Prezels in Mün- chen“. Visionen für die Zukun seien gefragt, auch von der Bundesregierung, fordert der technologiebegeisterte Unter- nehmer. Noch ist aber im Land der Tüler und Denker der Zug nicht abgefahren. Die Warnung, den digitalen Anschluss nicht zu verlieren, steht jedoch im Raum. Innovationskra stärken Nicht vergessen werden darf bei aller Kritik aber auch nicht, dass Deutschland und gerade Baden-Württemberg seit Jahr- zehnten zu den führenden Innovationsregionen in Europa und der Welt gehört. Das Ministerium für Wirtscha des Landes bringt es auf den Punkt. „Bahnbrechende Er ndungen wie das Automobil haben ihren Ursprung im heutigen Baden- Württemberg. In keiner anderen Region Europas ist der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen am Brutto- inlandsprodukt so hoch wie hier, rund Ž Prozent dieser FuE-Aufwendungen entfallen auf die Wirtscha.“ Das Ministerium formuliert aber auch, dass innovative Lösungen für die aktuelle Herausforderungen zu nden sind. Neue dynamische und nachhaltige Wachstumsfelder sollen erschlossen werden, heißt es in der „Innovationsstrategie des Landes“. Das noch intensivere Netzwerken aller relevanten Akteure aus Politik und Wirtscha wird angeregt, indem „neue Impulse“ von Seiten der Politik gesetzt werden. Unter Mitwirkung eines unabhängigen Innovationsrats wurden die Stärken und Schwächen des Landes untersucht und folgende Wachstumsfelder identi ziert: Nachhaltige Mobilität (dazu zählen Erneuerbare Energien), Ressourcene³zienz sowie Informations- und Kommunikationstechnologien

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