Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Dezember '19 - Hochrhein-Bodensee
Messen NEWS Bilanz der Mehrbranchen-Publikumsmessen vom Sommer und Herbst Messen für Jung und Alt B is zu zwei Prozent Besucherzuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die Südwest Messe in Villin- gen-Schwenningen mit 106.000 Besuchern (neun Messetage), die Oberrhein Messe in Offenburg mit knapp 80.400 Besuchern (neun Tage) und die Olma in St. Gallen auf dem in absoluten Zahlen hohen Niveau von 360.000 Besuchern (elf Tage). Von allgemein gleichen Besucher- zahlen wie im Vorjahr berichten die Europamesse/Foire Européenne auf neuem vorerst provisorischen Messege- lände in Straßburg mit 163.000 Besuchern (Fréquentation: Besucher und Aussteller, elf Messetage), die Gustav in Dornbirn für gehobene Konsumkultur mit 10.000 Besuchern (zweieinhalb Tage) und die Offerta in Karlsruhe mit erneut 140.000 Besuchern (neun Tage). Zur Herbstmesse in Dornbirn kamen nach Hochrech- nungen kurz vor Messeende 70.000 Besucher, rund 5.000 weniger als im Vorjahr (fünf Messetage) und zur Baden Messe in Freiburg mit verschlanktem Angebot weiter rückläufige 37.000 Besucher (2018: 68.000, neun Tage). In ihren Presseinformationen betonen die Messeleitungen das Ange- bot regionaler und nachhaltiger Produkte, das breite Themenspekt- rum für alle Generationen und die stimmige Qualität und Quantität der Aussteller. Mehr Sonderschauen als bisher zu vielfältigen ak- tuellen Themen, insbesondere dem Familienleben – von Familien- spielen bis zu speziellen kinderfreundlichen Programmen –, aber auch volkstümliche Unterhaltung sorgten für tolle Messestimmung. Und diese schlug sich in Spitzenwerten bei den Umfragen nieder. Stellvertretend hierfür beurteilten etwa in St. Gallen 92 Prozent der befragten Besucher das Messeangebot und gar 96 Prozent die Stimmung als gut bis sehr gut. Auf der Ausstellerseite stuften etwa in Villingen-Schwenningen 86 Prozent der Händler das geschäftliche Ergebnis als sehr gut, gut und befriedigend ein. Und das ist ein höherer Wert als in den Jahren zuvor. epm Mehrheitlich stabile Besucherzahlen und zum Teil Spitzenwerte bei den Besucher- und Ausstellerbefragungen melden die hier betrachteten größeren Mehrbranchen- Publikumsmessen in der Region. Probierstand auf der Südwest Messe in Villingen. Messe Straßburg rüstet für die Zukunft Neues Messegelände im Bau I n unmittelbarer Nachbarschaft zu dem vor drei Jahren moder- nisierten und erweiterten Straßburger Kongresszentrum PMC entsteht derzeit ein komplett neues Messegelände des japanischen Stararchitekten Kengo Kuma. Optisch präsentiert es sich als nüch- terne Holz- und Glaskonstruktion mit neun Metern lichter Höhe. Vorteil ist gerade die direkte Verbindung mit dem Kongresszent- rum. Mitte 2021 soll der erste und Ende 2022 der zweite Teil des Messegeländes mit dann insgesamt fünf Messehallen, davon vier zusammenhängend, und zusammen 26.000 Brutto-Quadratmeter Ausstellungsfläche fertiggestellt sein. Bis dahin ersetzen temporäre Leichtbauhallen das bereits geschlossene alte Messegelände „Wa- cken“. Weitere 32.000 Quadratmeter Fläche dienen als Freigelände für Ausstellungen, für technische Versorgungseinrichtungen und ein Parkhaus mit 900 Stellplätzen. Die veranschlagten Baukosten betragen 86 Millionen Euro, zu denen der französische Staat, die Region und das Département zusammen etwas über 20 Millionen Euro beisteuern. Die wirtschaftliche Bedeutung der Messe- und Kongressgesellschaft Strasbourg Evénements für die Region zeigte sich im vergangenen Jahr in der Umwegrentabilität zugunsten von Dienstleistungen, Hotels und Handel von rund 155 Millionen Euro. Weitere Stichworte sind ein 2018 auf 21,1 Millionen Euro gestiegener Jahresumsatz, 111 Festangestellte, über eine halbe Million Messe- besucher (505.200) und knapp 172.000 Besucher auf Kongressen und sonstigen Events. epm Bild: Kengo Kuma Associates, Lunance Bild: Südwest Messe- und Ausstellungs GmbH
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