Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November '19 -Schwarzwald-Baar-Heuberg
11 | 2019 Wirtschaft im Südwesten 61 NEWS Messen Messejahr 2020 Tipps für Aussteller D er kürzlich vom deutschen Messeverband Auma herausgege- bene „Messeguide Deutschland“ umfasst knapp 440 Veran- staltungen in Deutschland 2020. Aufgeführt werden Termine, Orte, Veranstalter, Aussteller- und Besucherzahlen sowie Besucherein- zugsgebiet (international, national oder regional). Der Messeguide ist kostenlos auf der Auma-Website („Publikationen“) zu bestellen. Aktualisierungen stehen stets in der AUMA-Messedatenbank. („Messen finden“) Das Auslandsmesseprogramm des Bundeswirtschaftsministe- riums zur Förderung der Messebeteiligung vorwiegend kleiner und mittelständischer deutscher Unternehmen wurde für 2020 um 40 auf erstmals über 300 Beteiligungen in rund 50 Ländern erweitert. Dafür stellt das Ministerium rund 45,5 Millionen Euro zur Verfügung. Bei den Zielregionen wird auch die Pro-Afrika-Initiative berücksichtigt. Ebenso engagiert sich das Land Baden-Württem- berg im Rahmen seines Außenwirtschaftsförderprogramms mit Gemeinschaftsständen an internationalen Leitmessen. Zum Thema Messebeteiligungen passen die zwei Broschüren „AUMA Praxis“ mit Informationen und Checklisten (Teil 1: Grund- lagen, Teil 2: Spezial Auslandsmessen) zum kostenlosen Download („Publikationen“). epm www.auma.de (Medien/Publikationen, Messen finden, Förderungen) www.bw-i.de (Unternehmen/Cluster, Messebeteiligungen) Internationale Kunstmessen Zentrale Handelsplattformen D er jüngste „Art Basel“- und „UBS Global Art Market“- Report, eine Marktanalyse auf Makroebene, spricht von einem Umsatzwachstum auf dem globalen Kunstmarkt im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf ge- schätzte 67,4 Milliarden US-Dollar. Ebenso konnte sich das obere Preissegment weiter konsolidieren. Die USA bilden nach wie vor den größten weltweiten Kunstmarkt, gefolgt von Großbritannien mit dominierendem Nicht-EU-Handel und China. Nach den öf- fentlichen Auktionen mit einem wertmäßigen Kunstumsatz von 29,1 Milliarden US-Dollar (plus 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr) bilden die Kunstmessen mit 16,5 Milliarden US-Dollar die nach wie vor zweitgrößte Handelsplattform (plus sechs Prozent) vor dem stark wachsenden Onlinekunstmarkt mit schätzungsweise sechs Milliarden Euro US-Dollar (plus11 Prozent). Parallel dazu berichtete die diesjährige Art Basel als führende in- ternationale Messe moderner Kunst von „excellent sales“ in allen Marktsegmenten an private Sammlungen wie Institutionen. Die Messe war im Juni über fünf Tage lang der Treffpunkt von 290 füh- renden Galerien und 93.000 Fachbesuchern aus über 80 Ländern. Gleiche Verkaufstrends meldeten die zur Art-Basel-Messefamilie gehörenden Art Basel Miami Beach im vergangenen Dezember, die Art Basel Hong Kong im März und die 14. zur Art Basel zeitglei- che internationale Designstücke-Messe „Design Miami/Basel“. Dagegen hat sich die MCH Messe Schweiz (Basel) AG im Zuge neuer Unternehmenspolitik von Beteiligungen an den regionalen Kunstmessen Düsseldorf und gerade erst India Art Fair in Neu Delhi zurückgezogen. Positive Stimmung herrschte auch bei der 16. Art Karlsruhe im Februar mit 208 Galerien aus 16 Ländern und an fünf Messetagen rund 50.000 Besuchern sowie der Sommerkunstmesse 19. Art Bodensee in Dornbirn im Juni mit 83 Galerien und Institutionen und an zweieinhalb Messetagen rund 4.000 Besuchern. Die wieder vom 15. bis 17. November anstehende Straßburger St-Art verzeichnete auf der vorherigen Ausgabe 92 Galerien und Institutionen, an die 20.000 Besucher und insgesamt deutlich gestiegene Umsätze bei Preisen von 400 bis 120.000 Euro. Auch die kleineren regionalen Kunstmessen zogen eine positive Bilanz, wie etwa die Art Endingen am Kaiserstuhl im Juni mit 56 ausstellenden Künstlern und 2.800 Besuchern an zwei Tagen. epm Der Kunstmarkt verkörpert Sammlerleidenschaft und kulturelle Bereicherung. Daneben bildet er verstärkt Trends in der Vermögensbildung ab. Hochwertige Kunstmessen von groß bis klein in der Region helfen aber auch beim einfachen Ein- stieg ins Sammeln von Klassischer Moderne bis Gegenwartskunst. Bild: Art Basel
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