Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November '19 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Wirtschaft im Südwesten 11 | 2019 40 Unternehmen ETTENHEIM. Die GFA Gruppe besteht aus den drei Firmen GFA Vermögensverwaltung, GFA Finanzbera- tung sowie GFA Immobilien. Ursprung der Gruppe ist die heutige GFA Vermögensverwaltung, die 1997 in Herbolzheim als „GFA Gesellschaft für Finanzanalyse und Anlageberatung“ von Werner Krieger (57) und Udo Winterhalder (51) gegründet wurde. Krieger und Win- terhalder sind bis heute die Gesellschafter der Gruppe und Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsfirma. Im Jahr 2003 gründeten sie die Tochtergesellschaft GFA Finanzberatung aus, um das Geschäft mit Bau- finanzierungen, Versicherungen und Betriebsrenten von der „BaFin“ (Bundesanstalt für Finanzdienstleis- tungsaufsicht) unterliegenden Vermögensverwaltungs- geschäft zu trennen. Die GFA Finanzberatung wird von Edwin Muttach (59), Thomas Schneider (58) und Pirmin Bender (44) geleitet und ist die größte Firma im Verbund. Vor zwei Jahren schließlich kam die von Michael Rascher (36) geleitete GFA Immobilien hinzu. Die GFA hat ihren Sitz seit 2000 in Ettenheim, wo in zwei Bauabschnitten ein heute rund 800 Quadratme- ter großes Beratungszentrum entstanden ist. Wie Pirmin Bender kürzlich mitteilte, hat sich die Grup- pe während der vergangenen Jahre dank Zuwachsraten von 20 Prozent in einzelnen Bereichen sehr stark ent- wickelt. Mit einem jährlichen Finanzierungsvolumen von circa 100 Millionen Euro hat sie inzwischen über eine Milliarde betreutes Baufinanzierungsvolumen erreicht. Das Anlagevolumen (Tagesgelder und Wertpapiere) liegt bei etwa 350 Millionen Euro, der Versicherungsbestand bei rund zehn Millionen Euro. Insgesamt hat die GFA 13.000 Kunden, 350 bis 400 Neukunden kommen pro Jahr hinzu. 60 Prozent des Firmenumsatzes stammen aus dem Privatkunden- und 40 Prozent aus dem Firmenkun- denbereich. Dieser Anteil steigt kräftig, da die GFA seit einigen Jahren ihre Firmenkundenbetreuung intensiviert und dafür auch eigene Mitarbeiter eingestellt hat. Das Angebot ist dabei außerordentlich breit. Es reicht von Investitionsfinanzierungen, Leasing und Factoring über private und gewerbliche Versicherungen aller Art (etwa Flottenmanagement, Cyberrisiko, Haftpflicht), private und betriebliche Altersvorsorge, Vollmachten und Ver- fügungen bis hin zu Geldanlage, Baufinanzierung und Immobilienberatung (inklusive Kauf, Verkauf und Bewer- tung sowie Projektentwicklung). Die GFA arbeitet mit über 100 Banken sowohl lokaler als auch überregionaler Art sowie einer Reihe von Versicherungen (als Makler) zusammen. Ihr Vorteil ist, dass sie sehr breit aufgestellt ist und so ein Bereich den anderen befruchtet. Man er- hält, so Pirmin Bender „alles aus einer Hand“. Vorausset- zung dafür ist firmenseitig, dass alle 35 GFA-Mitarbeiter hochqualifiziert als Bank- und Versicherungskaufleute, Fachwirte verschiedener Ausrichtungen, Betriebswirte et cetera sind. Darüberhinaus spielt die Verankerung der Mitarbeiter in der Region eine große Rolle, sowohl im Vereinsleben, als auch in der Lokalpolitik. orn Die 2009 bezogene Firmenzentrale von GFA wurde in zwei Bauab- schnitten errichtet, ist 800 Quadratmeter groß und umfasst neben Büro- auch große Beratungsräume. GFA: Vermögensverwaltung, Finanzberatung, Immobilien Starkes Wachstum dank umfassendem Angebot Sedus Stoll AG Smart Office bezogen DOGERN. Der Büromöbelhersteller Sedus Stoll AG hat sein im April fertiggestelltes Bürogebäude, das als zweigeschossige Aufstockung über einer Produktionshalle errichtet wurde, Anfang Oktober bezo- gen. Es erfüllt zweierlei Funktionen. Einmal arbeiten hier rund 100 Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen sowie der Vorstand unter einem Dach, in einem Raum und in einem großzügig gestalteten Um- feld. Sie haben unmittelbare Anbindungen an die Fertigung und nicht zuletzt an die in direkter Nachbarschaft befindliche Vollwertkantine. Zum Zweiten ist es auch eine Art Testlabor, Prototyp und schließlich Vorzeigeobjekt für die internationalen Kunden, die aus aller Welt an den Hochrhein reisen. Das Smart Office genannte Gebäude wurde, genauso wie kundenspezifische Projekte, als maßgeschneiderte Lösung auf Basis der Anwendungen und Tätigkeitsanforderungen aller Nutzer umgesetzt. Die Belegschaft ist von Anfang an in den Prozess mit einbezogen worden. Die Bauphase dauerte circa zwei Jahre, die Investitionen haben sich auf 13,5 Millionen Euro belaufen. Das Gebäude hat eine Nettogrundfläche von rund 3.000 Quadrat- metern. Realisiert wurde es von Moser Architekten in Lörrach, die Fachplanung erfolgte durch mehr als zehn verschiedene Ingenieur- und Architekturbüros, ausgeführt haben den Bau 35 Fachfirmen verschiedener Gewerke. upl

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