Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November '19 - Hochrhein-Bodeansee
11 | 2019 Wirtschaft im Südwesten 25 und eine Anpassung an die Anforderungen der regiona- len Wirtschaft. Und auch Feingefühl ist gefragt: Um die Schüler zu erreichen, ist eine individuelle Abstimmung auf deren Bedürfnisse erforderlich. Win-win: Was Bildungs- partnerschaften so wertvoll macht Von einer Bildungspartnerschaft profitieren Schüler wie auch Unternehmen gleichermaßen. Durch die Ko- operation wird den Schülern ein Blick über den Teller- rand gewährt. Zudem wird konkretes Wissen aus dem Wirtschafts- und Arbeitsleben vermittelt. Die jungen Leute setzen sich mit unterschiedlichen Berufsfeldern auseinander und bekommen berufliche Perspektiven aufgezeigt. Dies sind wichtige Entscheidungshilfen bei der Berufswahl. Die Unternehmen ihrerseits profitieren dadurch, dass sie die Schüler auf sich aufmerksam machen. Der Fachkräftebedarf in der Region ist sehr hoch, und der Engpass an bestimmten Fachkräften ist das am häufigsten genannte Risiko für die wirtschaft- liche Entwicklung der Region. Unternehmen, die sich in einer Bildungspartnerschaft einbringen, handeln vo- rausschauend und nachhaltig. Sie setzen sich schon heute mit den Arbeitnehmern von morgen auseinander und können so nicht nur ihren Bedarf besser planen, sondern auch hilfreiche Impulse setzen und so zu einer Verbesserung der Ausbildungsreife beitragen. Zudem wirken die Unternehmen nach außen durch das regi- onale Engagement. Die Partnervermittlung: Die IHK hilft bei der Partnerwahl „Jeder Schule einen Partnerbetrieb“ – dies ist das er- klärte Ziel der Vereinbarung zwischen dem Land und der regionalen Wirtschaft, die 2008 auf Initiative der IHKs geschlossen und 2012 fortgeschrieben wurde. Die IHK Hochrhein-Bodensee möchte das bestehen- de Netz von Bildungspartnerschaften ausbauen und fördern. Deshalb fungiert sie hinsichtlich der Bildungs- partnerschaften als Vermittler. Die Ansprechpartner der IHK für Bildungspartnerschaften in den Landkrei- sen Konstanz, Lörrach und Waldshut unterstützen sowohl interessierte Betriebe als auch Schulen. Sie vermitteln, begleiten und gestalten Partnerschaften aus, die möglichst eng und nachhaltig angelegt sein sollen. doe IHK-Ansprechpartner Landkreis Konstanz: Anja Schröder 07531 2860-116 anja.schroeder@konstanz.ihk.de Landkreis Lörrach und Waldshut: Evelyn Pfändler 07622 3907-222 evelyn.pfaendler@konstanz.ihk.de Sparkasse Bonndorf-Stühlingen kooperiert mit der Realschule Stühlingen Bildungspartnerschaft geschlossen D ie Sparkasse Bonndorf-Stühlingen gründete im Jahr 1985 den Arbeitskreis Schule-Sparkasse, der sich seitdem dem Thema Berufsorientierung und der finanziellen Förderung der Realschule Stühlingen und deren Schüler widmet. Diesen Sommer haben sie eine Bildungspartnerschaft geschlossen. Damit hat diese Zusammenarbeit einen offiziellen Rahmen erhalten. Die Partnerschaft bietet Zehntklässlern ein Bewerber- training; zur wirtschaftlichen Bildung der Schüler wird das „Planspiel Börse“ angeboten und nach schriftlicher Bewerbung und einem Eignungsgespräch stehen ihnen Praktikumsplätze zur Verfügung. Des Weiteren werden Betriebsbesichtigungen organisiert. Nach der Unter- zeichnung der Kooperationsvereinbarung gratulierte Evelyn Pfändler den Bildungspartnern und dankte mit einer Urkunde für das Engagement in der Berufsorien- tierung der Schüler. EP Theo Binninger, Vor- standsvorsitzender der Sparkasse Stühlingen- Bonndorf, Evelyn Pfändler von der IHK, Felix Lehr, Rektor der Realschule Stühlingen, und Dieter Köpfler, Marketingleiter der Sparkasse (von links). Bild: Juliane Kühnemund, Badische Zeitung
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