Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November '19 - Hochrhein-Bodeansee
Wirtschaft im Südwesten 11 | 2019 24 REGIO REPORT IHK Hochrhein-Bodensee Die IHK steht ihren Mitgliedsunternehmen beratend zur Seite: von der Aus- und Weiterbildung über die Existenzgründung bis hin zur Unternehmensförderung, von der Standortpolitik und dem Bereich International über Innovation und Umwelt bis hin zu Recht und Steuern. In dieser Serie möchten wir Ihnen wertvolle Hin- weise geben. Falls Sie selbst eine Frage haben, dann schreiben Sie uns gerne an presse@konstanz.ihk.de. Tipp topp! „Augen auf bei der Partnerwahl!“ Dieser Satz gilt nicht nur bei der Wahl des Lebenspartners. Auch auf die Entscheidung für einen Ausbildungsbetrieb oder Auszubildenden trifft er zu. Denn um eine Trennung zu vermeiden, gilt es, diesen mit Bedacht zu wählen. Schließlich verbringt man im Schnitt mindestens ge- nauso viel Zeit bei der Arbeit wie mit dem Partner. Hat man sich am Anfang gemäß dem mütterlichen Rat- schlag in Ruhe „beschnuppert“, stehen die Chancen höher, dass eine langfristige Partnerschaft bevorsteht. Und wie heute Partnervermittlungen und Dating-Apps Hochkonjunktur feiern, kann auch bei der Suche nach dem richtigen Ausbilder oder Auszubildenden eine Ver- mittlung helfen. Eine solche Möglichkeit bietet die IHK, die sogenannte Bildungspartnerschaften herstellt. Partnerschaft: Kooperation nach Maß Eine Bildungspartnerschaft ist eine langfristig ange- legte Kooperation zwischen einer Schule und einem passenden Betrieb, bei der sich beide Seiten kennen- lernen können. Sie geht über den bereits gegebenen Standard (etwa Berufswegplanung, BORS oder BOGY) hinaus und führt beide Seiten durch verschiedene Ko- operationsmöglichkeiten zusammen. Diese können sehr verschieden ausfallen und richten sich nach den Belangen der beteiligten Partner. Dating: Ideen für die Zusammenarbeit Bei der Ausgestaltung sind der Kreativität keine Gren- zen gesetzt. Das Partnerunternehmen kann zum Bei- spiel regelmäßig in die jeweilige Schule kommen und dort mit Fachvorträgen oder Workshops zu verschiede- nen Themen informieren. Um einander auf Augenhöhe begegnen zu können, hat es sich bewährt, Auszubilden- de ihre Berufe in der Schule vorstellen zu lassen. Da die Erziehungsberechtigten der Schüler oft eine wichtige Rolle bei der Berufswahl spielen, sind auch Informati- onsabende eine gute Möglichkeit. Mindestens genauso wichtig wie die Schulbesuche sind Einblicke der Schü- ler in den Alltag und die Praxis eines Unternehmens. So können zum Beispiel Betriebsrundgänge und -erkun- dungen für Kleingruppen oder ganze Klassenverbände organisiert oder Praktika angeboten werden. Hochzeit: So werden Qualität und Nachhaltigkeit gesichert Die Zusammenarbeit beruht auf einer schriftlichen Übereinkunft der Partner, einer gemeinsamen Jahres- planung oder einer detaillierten vertraglichen Verein- barung. Dadurch sollen Kontinuität, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit in der Zusammenarbeit gewährleistet werden. Sowohl im Unternehmen als auch in der Schule planen feste Ansprechpartner die Inhalte der Bildungspartnerschaft und setzen sie um. Die Spannung aufrechterhalten: Ansätze zur Weiterentwicklung Auf einer Partnerschaft sollte sich nicht ausgeruht wer- den. Es gilt, stets daran zu arbeiten. Deshalb treffen sich die Kooperationspartner regelmäßig zum Auswer- ten und weiteren Planen der Zusammenarbeit. Dabei geht es vor allem darum, die Qualität der Angebote zu steigern und die Partnerschaften nachhaltig zu festigen und zu intensivieren. Eine Bildungspartnerschaft erfor- dert eine enge Abstimmung der gemeinsamen Projekte und Lernmodule auf die Vorgaben des Bildungsplans Bildungspartnerschaften – für eine gemeinsame Zukunft
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