Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober '19 -Südlicher Oberrhein
Wirtschaft im Südwesten 10 | 2019 40 Unternehmen Bezirkssparkasse Reichenau Gutes Kreditgeschäft im vergangenen Jahr REICHENAU. Die Bezirkssparkasse Reichenau konnte 2018 ihre Bilanzsumme um 5,3 Prozent auf 1,158 Milliarden Euro ausweiten. Laut Geschäftsbericht war der Hauptgrund für das Wachstum das kräftig gestiegene Kundenkreditgeschäft. Es erhöhte sich um 8,7 Prozent auf ein Volumen von 1,114 Milliarden Euro. Wesentlicher Treiber des Kreditwachstums wiederum waren Wohnungsbaukredite. Das Mittel- aufkommen von Kunden stieg um 1,8 Prozent auf 655 Millionen Euro, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen um 10,5 Prozent auf 378 Millionen Euro zu, sonstige Passivkosten (Eventualver- bindlichkeiten, Eigenmittel und Rückstellungen) stiegen um 8,2 Prozent auf 137,4 Millionen Euro. Die eigenen Mittel wuchsen um 6,6 Prozent auf 110 Millionen Euro. Die Gesamtkapitalquote lag bei 14,85 Prozent, die harte Kernkapitalquote bei 12,8 Prozent (jeweils zum Jahresende). Der Zinsüberschuss wuchs um 4,1 Prozent auf 17,7 Millionen Euro, der Provisionsüberschuss reduzierte sich um 1,7 Prozent auf 3,4 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Bewertung lag bei 8,7 Millionen Euro (Vorjahr 8,0 Millionen), die Cost-Income-Ratio bei 59,73 Prozent (60,64 Pro- zent). Die Sparkasse beschäftigte zum Jahresende in ihrer Hauptstelle auf der Insel Reichenau sowie fünf weiteren Geschäftsstellen 139 Mitarbeiter (Vorjahr 133) und 13 Auszubildende. orn Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser (RkK) Schwestern übergeben Geschäftsbesorgung FREIBURG/KOBLENZ. Der gemeinnützige Regionalverbund kirchli- cher Krankenhäuser (RkK gGmbH) ist mit den Krankenhäusern St. Jo- sefskrankenhaus und Lorettokrankenhaus mit rund 1.700 Mitarbeitern der nach der Universität größte Gesundheitsdienstleister in Freiburg. Gesellschafter sind vier Orden, darunter derjenige der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul und die Kongregation der Schwestern vom heiligen Josef Kloster St. Trudpert. Die Schwestern dieser Orden werden immer älter – ihr Durchschnittsalter liegt bei über 80 Jahren –, und die Orden haben kaum Nachwuchs. Vor diesem Hintergrund haben die Gesellschafter die ebenfalls gemeinnützige Barmherzige Brüder Trier GmbH in Koblenz (BBT-Gruppe) im Rah- men eines Managementvertrages mit der Geschäftsbesorgung seit dem ersten August beauftragt. Die Ziele sind, das hochspezialisierte medizinische Angebot abzusichern, die Arbeitsplätze vollständig zu erhalten und die Kirchlichkeit zu bewahren. Mittelfristig (in zwei bis drei Jahren) ist geplant, die Geschäftsanteile an die BBT-Gruppe zu übertragen. Bis dahin bleiben die derzeitigen Gesellschafterstruktu- ren erhalten. Das RkK-Klinikum wird künftig von einem vierköpfigen Direktorium geleitet, zu dem neben dem ärztlichen Direktor und dem Pflegedirektor erstmalig auch ein kaufmännischer Direktor und ein Hausoberer gehören. Bislang wurde RkK vom Geschäftsführer Bernd Fey geleitet, der um seine Abberufung gebeten hat. Die BBT-Gruppe ist mit mehr als 80 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, über 11.000 Mitarbeitern und circa 900 Auszubildenden einer der gro- ßen christlichen Träger von Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen in Deutschland. orn KURZ NOTIERT Der Furtwangener Wellpappehersteller Udo Zier hat erneut in sein Tochterunternehmen K2-Verpackungen im hessischen Offenbach investiert. Für fünf Millionen Euro wurde dort ei- ne Produktionslinie für sehr großeVerpackungen installiert. Das ist laut Pressemitteilung die größ- te Investition in der fast 90-jährigen Firmenge- schichte. Die 50 Meter lange Anlage (siehe Bild oben) mit zwei flexiblen Druckern, einem Dop- pelschlitzwerk und einer Rotationsstanze könne sehr große oder dreiwellige Schwerwellpappe verarbeiten und ermögliche so neue Geschäfts- felder, heißt es weiter. Die Mutterfirma Udo Zier GmbH hat 2010 die K2 Verpackungen GmbH & Co. KG gegründet und ist seither stetig ge- wachsen. Mittlerweile beschäftigt der Verbund 40 Mitarbeiter in Offenbach, insgesamt sind es knapp 95. Sie verarbeiten täglich einige tausend Quadratmeter Wellpappe. Der Paketdienstleister DPD (Hauptsitz Aschaf- fenburg) testet in Konstanz ein neues City-Lo- gistikkonzept. Er hat am zentralen Parkplatz Dö- bele eine öffentliche Stellfläche angemietet und dort einen Container aufgestellt, der als Mikro- depot – in der Logistiksprache eineWechselbrü- cke – dient (siehe Bild unten). Davon ausgehend werden hunderte Pakete täglich per Lastenrad in der Innenstadt zugestellt. Dabei fungiert das Mikrodepot einerseits als Umschlagpunkt und andererseits als nächtliche Garage für die zwei Lastenräder. Laut DPD-Pressesprecher Sebastian Zeh ist eineAusweitung des Projekts auf andere Städte geplant. So werde derzeit geprüft, ob Freiburg sich für die Errichtung eines vergleich- baren Mikrodepots eignet. Die Investition für das Projekt beziffert DPD nicht.
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