Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober '19 -Südlicher Oberrhein
10 | 2019 Wirtschaft im Südwesten 39 United Planet steigert Umsatz und Mitarbeiterzahl überdurchschnittlich Software für die digitale Transformation FREIBURG. „Wir sind ein One Trick Pony. Wir haben nur ein Produkt, und das machen wir seit rund 20 Jah- ren.“ Dies sagte der Geschäftsführer der Freiburger United Planet GmbH Manfred Stetz, als er im Rahmen der Veranstaltung „WRF trifft ... United Planet“ der Wirtschaftsförderung Region Freiburg im September sein Unternehmen vorstellte. Stetz hatte das Unterneh- men 1998 gemeinsam mit dem 2014 gestorbenen Axel Wessendorf mit dem Ziel gegründet, auch kleineren und mittelständischen Unternehmen, die datenbankge- stützt arbeiten, ein Intranet zu ermöglichen. „Das war damals für kleine Unternehmen unbezahlbar“, so Stetz. 1999 brachte United Planet die Software Intrazone auf den Markt, verkaufte sie 2001 aber wieder. Seit 2000 vertreibt das Unternehmen die Software namens Intrexx und entwickelt sie kontinuierlich weiter. Intrexx ist eine Portal- und Integrationssoftware für Unterneh- men, die für in- und externe Kommunikation sowie für Industrie-4.0-Lösungen geeignet ist. Für die Nutzer sichtbar sind verschiedene Applikationen, die Datenin- tegration und weitere Prozesse laufen im Hintergrund. Die kleinsten Kunden von United Planet beschäftigen etwa 25 Mitarbeiter. Kernmarkt sind mittelständische Unternehmen aller Branchen sowie öffentliche Verwal- tungen mit 100 bis 5.000 Beschäftigten. Zu den ins- gesamt 5.000 Kunden in 16 Ländern, die mithilfe von rund 100 Partnern betreut werden, zählen hierzulande die Stadt Ulm, die Verlagsgruppe Handelsblatt, die Flensburger Brauerei und in der Region die Hochschule Furtwangen, Hekatron in Sulzburg sowie die Uniklinik und Alexander Bürkle in Freiburg. Letzterem baute United Planet vor etwa zehn Jahren ein Intranet auf. Darüber sind die inzwischen 22 Stand- orte mit insgesamt sechs Ausbildungszentren und 800 Mitarbeitern miteinander vernetzt. Darin kann man jederzeit sehen, in welcher Abteilung die einzelnen Auszubildenden bei Alexander Bürkle gerade arbei- ten. Und diese wiederum können dort beispielsweise ihr Berichtsheft pflegen, wie die kaufmännische Ge- schäftsführerin von United Planet, Kathrin Beuthner, erklärte. Manfred Stetz betonte: „Wir vereinfachen unseren Kunden den Weg von analog zu digital und begleiten sie auf dem Weg der Transformation.“ 120 Mitarbeiter sind bei United Planet beschäftigt, allein 20 von ihnen wurden in diesem Jahr eingestellt. Damit haben die Freiburger ihre Mitarbeiterzahl in den vergangenen zehn Jahren in etwa verdoppelt. Gleiches gilt für den Umsatz, wenn er wie geplant in diesem Jahr auf rund zehn Millionen Euro steigt. Das wäre ein Plus von rund 22 Prozent im Vergleich zu 2018, als etwa 8,2 Millionen Euro erwirtschaftet wurden. Manfred Stetz ist sich „ziemlich sicher“, dass dies auch gelingt. mae Der Firmensitz von United Planet am Freiburger Haupt- bahnhof. Bild: United Planet SWEG Gutes Ergebnis und vollzogene Fusion LAHR. Die SWEG blickt auf ein „durchaus erfolgreiches Jahr 2018“ zurück, wie es in der Pressemitteilung zum Jahresergebnis heißt. Dieses erreichte ein Plus von 579.000 Euro, im Gesamt- konzern von 920.000 Euro, und entsprach laut dem Vorstands- vorsitzenden Johannes Müller weitgehend der Planung. Das Jahr 2018 sei zum einen von Kostenbelastungen zur Vorbereitung unter anderem einer Betriebsaufnahme in diesem Jahr und von gro- ßen Baumaßnahmen geprägt gewesen, zum andern hätten sich Hauptuntersuchungen bei Schienenfahrzeugen gehäuft. Rund 40 Millionen Euro musste die SWEG für die Investitionen und außergewöhnlichen Kosten aufwenden. Die SWEG, die ihren Hauptsitz in Lahr hat, vollzog 2018 die Fusion mit der Hohenzollerischen Landesbahn (HzL). Das zeigt sich zum einen im Namen: SWEG steht nicht mehr für Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft, sondern für Südwestdeutsche Lan- desverkehrs-AG. Zum anderen wird dies im sprunghaft gestiegenen Umsatz deutlich: Die Umsatzerlöse stiegen von 92,1 auf 154,8 Mil- lionen Euro im Jahr 2018, konzernweit von 102,8 auf 158,5 Millio- nen Euro. Nun hat die SWEG rund 1.300 Mitarbeiter, vorher waren es 869 bei der SWEG und 293 bei der HzL. Die SWEG betreibt in Baden-Württemberg und in teilweise angrenzenden Gebieten Bus- verkehr im Stadt- und Überlandverkehr sowie Schienengüter- und Schienenpersonennahverkehr. Dieses Jahr prägen die Aufnahmen des Zugbetriebs in den Netzen Ulmer Stern (Juni) und Freiburger Y (Dezember) sowie die Busbetriebe Sinsheim Süd, Dörzbach und Krautheim (Dezember). sum
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