Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September '19 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Wirtschaft im Südwesten 9 | 2019 36 REGIO REPORT  IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg Erster Sprechtag für Hotellerie und Gastronomie am 23. September Nachfolge strategisch regeln E s könnte so schön sein: Nach einem erfüllten, jahrzehntelangen Arbeitsleben tritt zu einem lange zuvor bestimmten Zeitpunkt der Nachfolger aus der eigenen Familie an die Spitze des Hotels oder der Gaststätte und führt den Betrieb im Sinne der Familien- tradition weiter. Doch die Realität sieht manchmal anders aus. Nicht immer kann ein Unternehmen innerhalb der Familie überge- ben und weitergeführt werden. Daher sollte an eine Unternehmensübergabe rechtzeitig gedacht und diese gut vorbereitet werden. Fehler bei der Übergabe oder eine zu späte Suche nach einem geeigneten externen Nach- folger kann zu echten Unternehmenskrisen bis hin zur Betriebsaufgabe führen. Die IHK bietet deshalb als Partner in Sachen Beratung einen gemeinsamen Sprechtag mit Rechtsanwalt Elmar Uricher an. Der Sprechtag findet am Montag, 23. September , 14 bis 17 Uhr, in der IHK in VS-Villingen statt. Eine Anmeldung ist erforderlich. „Viele Hoteliers und Gastronomen haben kei- nen Übernehmenden aus der Familie“, weiß Daniela Oklmann, IHK-Ansprechpartnerin für Tourismus und Gastgewerbe, „da ist es wichtig, sich rechtzeitig mit dem Thema Be- triebsübergabe zu beschäftigen“. Ihre Kollegin Marlene Hauser ergänzt: „Schon ab einem Al- ter von 55 Jahren sollte man als Unternehmer das Thema Betriebsübernahme anpacken, da- mit ich mit 60, 65 einen Nachfolger gefunden habe. Auch danach kann man immer noch im Betrieb mitarbeiten. Das Know-how ist für den übernehmenden Inhaber oder Pächter sehr wertvoll“, erklärt die IHK-Expertin für Existenzgründung und Nachfolge. Allein bis ein potenzieller Interessent gefunden ist, dauere es seine Zeit. Die Formalitäten zu einer erfolgreichen Betriebsübernahme lassen sich auch nicht von heute auf morgen erledigen. „Wir wollen als IHK, dass sich betroffene Firmen mit unserer Unterstützung zeitig um eine Nachfolgeregelung küm- mern“, so Marlene Hauser. IHK-Branchenunternehmen, die ihren Betrieb an einen Nachfolger übergeben möchten, haben die Möglichkeit, sich nach Terminvereinbarung im vertrauli- chen Einzelgespräch beraten zu lassen. Zur Unternehmensnachfolge gibt es viele Fragen, die sich mit dem Rechtsanwalt Elmar Uricher vorab klären lassen. „Es sollte keine Überga- be ohne Prüfung aller rechtlichen und steuer- rechtlichen Aspekte erfolgen. „Aber auch die rechtlichen Ansprüche der weichenden Erben sollten im Wege der Nachfolge geregelt wer- den, damit der Nachfolger sich später nicht hohen Pflichtteilsansprüchen ausgesetzt se- hen muss, die die Existenz des Unternehmens bedrohen könnten“, ergänzt Uricher. Auf Wunsch können auch die zwei beteiligten Generationen am Gespräch teilnehmen. Der Berater gibt in einem solchen Gespräch eine erste Einschätzung zum geplanten Transakti- onsvorhaben und kanalisiert gemeinsam mit den beteiligten Personen sich abzeichnen- de Probleme. Die genauen Termine für die Einzelberatungen werden nach Anmeldung schriftlich mitgeteilt. Hau IHK-Ansprechpartnerinnen: Marlene Hauser 07721 922-348, hauser@vs.ihk.de Daniela Oklmann 07721 922-136, oklmann@vs.ihk.de Bild: Lothar Kraus Broschüre Alle Informationen zumThema Nach- folge und die Broschüre „Herausfor- derung Unternehmensnachfolge“ mit vielen wichtigen Hinweisen sind abrufbar unter www.schwarzwald- baar-heuberg.ihk.de/Unternehmer/ Foerderung---Sicherung IHK begrüßt neue Tourismuskonzeption „Starkes Signal“ „Für unsere Branche ist die neue Tourismuskonzeption ein starkes Signal“, sagt Michael Steiger, Vorsitzender des IHK-Tourismusausschusses. Hintergrund ist die neue Tourismuskonzeption des Landes Baden-Würt- temberg. Diese wurde unter anderem in enger Zusam- menarbeit mit den IHKs des Landes erstellt und greift die branchenspezifischen Herausforderungen der kom- menden Jahre auf. „Die neue Tourismusstrategie legt insbesondere den Grundstein für die zukünftige Touris- musförderung des Landes“, sagt Michael Steiger. Gera- de in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg stehe die Tourismus- und Freizeitwirtschaft für standortsichere und wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze. „Es ist an der Zeit, sich der für die Branche dringendsten Themen gemeinsam und übergeordnet anzunehmen.“ Welchen Platz die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg in der neuen Tourismuskonzeption einnehmen wird, erörtert der IHK-Tourismusausschuss im November mit dem für Tourismus zuständigen Minister Guido Wolf in einer gemeinsamen Sitzung. Informationen zur neuen Tourismuskonzeption des Landes Baden- Württemberg erhalten Unternehmen über die IHK- Webseite unter www.ihk-sbh.de im Bereich „Branche Tourismus“. DO Marlene Hauser (links) und Daniela Oklmann unterstützen bei der Unternehmensnachfolge in der Gastronomie. Daniela Oklmann Fachbereich Standortpolitik 07721 922-136 oklmann@vs.ihk.de

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