Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juli/August '19 -Südlicher Oberrhein

Wirtschaft im Südwesten 7+8 | 2019 30 von Markus Czogalla Leiter Geschäftsbereich Recht und Steuern IHK Südlicher Oberrhein Diesmal: deutsch-französi- sche Mediationsstelle KLEINE TIPPS ... ... große Wirkung! Markus Czogalla 0761 3858-250 markus.czogalla@freiburg.ihk.de Bei grenzüberschreitenden Geschäf- ten kann es wegen sprachlicher und kultureller Differenzen immer wieder zu Missverständnissen zwischen den Vertragspartnern kommen. Um Strei- tigkeiten von deutschen und französischen Handelspartnern außergerichtlich zu regeln, hat die IHK Südlicher Oberrhein mit den IHKs Hochrhein-Bodensee und Karlsruhe sowie der elsässischen CCI Alsace Eurométropole vereinbart, bei der grenzüberschreitenden Mediation zusammenzuarbeiten. Die CCI be- treibt in Straßburg eine Mediationsstelle. Dort können deutsche Unternehmen, die in Frank- reich tätig sind, Streitigkeiten mit französi- schen Unternehmen mithilfe eines Mediators beilegen. Die Mediatoren sind zweisprachig und häufig bikulturell. Eine Mediation kann langwierige und oft teure Gerichtsverfahren in Frankreich vermeiden. Sie ist vor allem dann sinnvoll, wenn beide Unternehmen ihre Ge- schäftsbeziehung fortsetzen wollen. Die Mediation dauert in der Regel zwei bis vier Monate und läuft folgendermaßen ab: Zu- nächst stellt eines der Unternehmen einen Antrag auf Mediation, dem die Gegenseite zustimmen muss. Dann wird den Konfliktpar- teien ein Mediator angeboten und eine Medi- ationsvereinbarung, die auch das Honorar des Mediators regelt, getroffen sowie ein Termin vereinbart. Auf Wunsch kann die Mediation auch in einer der IHKs stattfinden. Am Ende unterschreiben beide Unterneh- men eine Abschlussvereinbarung. « »

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