Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juli/August '19 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Wirtschaft im Südwesten 7+8 | 2019 32 REGIO REPORT   IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg M it drei neuen Aktiven im Vorstand, 45 neuen Mitgliedern in den eigenen Reihen und zahlreichen neuen Projekten im Bereich Hochtechnologie setzt die Clusterinitiative Technology Mountains (TM) ihre Arbeit ungebremst fort: Bei ihrer Mitgliederversammlung im Kraftwerk Rottweil erhielten Vorstand und Geschäftsführung ein- stimmigen Rückenwind der rund 90 anwesenden Mitgliedsvertreter. Vorstandsvorsitzender Harald Stallforth machte in seiner Begrüßung deutlich, dass das „Vereinsleben“ bei Technology Mountains ganz anders ablaufe als bei anderen Vereinen: „Alleinstellungsmerkmal sind die von uns angestoßenen Projekte“, so Stallforth. Stolze 47 davon hatte Technology Mountains im Vorjahr begleitet. Auch die weitere Bilanz konnte sich sehen lassen. Zulauf an Mitgliedern hält an Die Geschäftsführer Yvonne Glienke und Thomas Wolf ließen Zah- len sprechen: Unter anderem schulterte der Technologieverbund 23 Sprechtage mit 90 Beratungen für Mitgliedsunternehmen, 18 Begegnungen an „ExpertTables“ mit rund 450 Teilnehmern, drei Innovationsforen mit rund 630 Teilnehmern, 46 Veranstaltungen mit 2.700 Teilnehmern, 16 Messeauftritte sowie 109 Seminare für 293 Unternehmen, die rund 70.000 Arbeitnehmer repräsentieren. Und der Zulauf an Mitgliedern hält ungebremst an: Seit der vorherigen Mitgliederversammlung im vergangenen Oktober kamen 45 weitere Unternehmen und Organisationen hinzu, sodass Technology Moun- tains aktuell 324 Mitglieder zählt. Die vorgestellten Projektbeispiele legten dar, wie groß das Portfo- lio von Technology Mountains ist. Yvonne Glienke berichtete über das Kompetenznetzwerk MedPrint, das sich mit der additiven Fertigung in der Medizintechnik beschäftigt. Marius Fedler, Leiter des Kunststoff-Instituts Südwest, informierte über Projekte, die sich beispielsweise um das Recycling und Wiederverwenden von Kunststoffteilen, Strategien zum Abdichten von Bauteilen aus unterschiedlichen Werkstoffen und um Forschungsergebnisse rund um Bionik und Leichtbau mit Kunststoffen drehen. Simon Herrlich von der Hahn-Schickard-Gesellschaft stellte exemplarisch vor, wie eine Projektgruppe einen automatischen Zählmechanismus für die Sterilisierung von medizinischen Geräten entwickelt und wie über eine Innovationsplattform Wissen und Technologie für digitale Anwendungen von Smarthome bis Industrie in Kooperation entstehen. Sabine Seeliger von der Hochschule Furtwangen verwies abschließend darauf, dass derzeit im Rahmen des Projektrahmens CoHMed (Connected Health in Medical Mountains) eine neue Ideen- und Beantragungsphase für Projekte aus dem Medizintechnik-Spektrum laufe: Jetzt sei die Zeit günstig, eigene Entwicklungsvorhaben mit einer Förderung durch den Staat auf den Weg zu bringen. Stallforth bleibt Vorstandschef Die Vorstandswahlen brachten drei Veränderungen mit sich. Für den ehemaligen Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen Rupert Kubon wurde Sven Hinterseh, Landrat des Schwarzwald- Baar-Kreises, einhellig als zweiter Vorsitzender bestimmt. Eben- falls verabschiedet wurden Roland Zengerle (Hahn-Schickard-Ge- sellschaft) und Frank Obergfell (Kundo XT). Für sie wurden Alfons Dehé (Hahn-Schickard-Gesellschaft) und Jürgen Noailles (Stein Automation GmbH & Co. KG) einstimmig in den Vorstand gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Vorsitzender Harald Stallforth und Schatzmeister Thomas Albiez (IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg) sowie Holger Reinecke (Schölly Fiberoptic GmbH), Rolf Schofer (Hochschule Furtwangen) und Eduard Steidle (Micromed Medizin- technik GmbH). Ke Meinrad Kempf, Technology Mountains Telefon: 07461 969721-8, kempf@medicalmountains.de Bild: Technology Mountains Die Clusterinitiative Technology Mountains Die Mitglieder des Vereins Technology Mountains re- präsentieren gemeinsam die technologische Stärke und Innovationskraft im Südwesten. Das Angebot des Technologieverbunds besteht aus den Angeboten der drei Akteure Medical Mountains GmbH, Hahn-Schickard- Gesellschaft für angewandte Forschung und Kunststoff- Institut Südwest GmbH & Co. KG. Über klassische Bran- chengrenzen hinweg verschafft der Verbund Zugang zu technischem Know-how, insbesondere für die Präzisi- onstechnik in den Branchen Automotive, Elektrotechnik, Maschinenbau. Technology Mountains versteht sich als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und initiiert ge- meinsam mit den Mitgliedern Entwicklungs- und Koope- rationsprojekte. Damit wird die technologische Führungs- rolle der Mitgliedsunternehmen gesichert und ausgebaut. Wechsel im Technology-Mountains-Vorstand Weiteres Wachstum Im Kraftwerk Rottweil verfolgten rund 90 Vertreter von Mitgliedsunternehmen und -organisationen die Mitglieder­ versammlung von Technology Mountains.

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