Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'19 -Südlicher Oberrhein
Wirtschaft im Südwesten 6 | 2019 50 UNTERNEHMEN KURZ NOTIERT Die SWEG (Südwestdeutsche Lan- desverkehrs AG) hat das Richtfest für ihre neue Bahnbetriebswerkstatt auf dem Areal des ehemaligen Ausbes- serungwerkes der Deutschen Bahn im östlichen Offenburger Bahnhofs- gebiet gefeiert. Die Halle wird 2.000 Quadratmeter groß sein und zwei Grubengleise, mobile Hebebockan- lagen, einen Dacharbeitsstand und einen durchgängigen Portalkran ent- halten. Ein 530 Quadratmeter großes Nebengebäude, in dem sich Lagerflä- che, Büro- und Sozialräume befinden, schließt sich an dieWerkstatt an. Die Zahl der Arbeitsplätze wird sich durch den Bau von vier auf 15 erhöhen. Das Gebäude soll im Herbst 2019 fertig sein, pünktlich zur Lieferung der ersten Elektrotriebfahrzeuge, die die SWEG ab 2020 im sogenannten „Freiburger Y“ einsetzt und in Offen- burg wartet. Dieses Netz umfasst die Strecken Breisach-Riegel/Malterdin- gen (Kaiserstuhlbahn), Bad Krozin- gen-Münstertal (Münstertalbahn) und Freiburg-Elzach (Elztalbahn). Die Investitionen für das Instandhaltungs- werk wurden nicht genannt. Die Hirsch-Brauerei aus Wurmlin- gen bei Tuttlingen hat vergangenes Jahr ihren Bierabsatz erneut gestei- gert. Einer Pressemitteilung zufolge beträgt das Plus knapp zehn Prozent und fällt damit fast doppelt so hoch aus wie der Landesdurchschnitt (plus 5,8 Prozent). Bundesweit legte der Bierabsatz 2018 sogar nur um 0,5 Prozent zu. Um die wachsen- de Nachfrage weiter bedienen zu kön- nen, investiert die Hirsch-Brauerei: Derzeit entstehen zwei neue soge- nannte Ruheräu- me für die Biere. Rund 1,2 Millio- nen Euro fließen in die Kapazitäts- erweiterung des Lagerkellers. Schweizer Electronic Mehr Umsatz und besseres Ergebnis SCHRAMBERG. Die Schweizer Electronic AG, Hersteller hochwerti- ger Leiterplatten sowie Anbieter innovativer Lösungen und Dienstleis- tungen für die Automobil-, Solar-, Industrie- und Luftfahrtelektronik, hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Umsatzwachstum von 3,7 Prozent auf 125,3 Millionen Euro abgeschlossen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hat sich auf 9,2 Millionen Euro (Vorjahr 8,4 Millionen Euro) belaufen, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 1,6 Millionen Euro (0,3 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote lag bei 46,6 Prozent. Angesichts der umfangreichen Investitionen in ein neues Werk in Jintan in China schlagen Aufsichts- rat und Vorstand der Hauptversammlung Ende Juni eine Aussetzung der Dividendenzahlung vor, um die daraus frei werdenden Mittel in diese Investition in China einzubringen. Der Umsatz mit Kunden aus der Automobilbranche hat im vergangenen Jahr mit fast 88 Millionen Euro einen Höchstwert erreicht. Zurückzuführen war das vor allem auf das erste Halbjahr, während ab dem Spätsommer die Stimmung deutlich eintrübte, so eine Pressemeldung. Erfreulich verlief das Ge- schäft mit der Industrieelektronik, wo der Umsatz um 8,3 Prozent auf 30,5 Millionen Euro anstieg und jetzt fast ein Viertel des Schweizer Konzernumsatzes ausmacht. Der Exportanteil stieg von 40,2 Prozent im Jahr 2017 auf 44,3 Prozent. Der Trend zu technologisch anspruchs- vollen Leiterplatten aus den Bereichen Leistungselektronik und Sys- temkostenreduktion hat sich fortgesetzt und stieg um 19 Prozent, die Volumina aus dem Standardbereich verringerten sich um 18 Prozent. Der Vorstand des Unternehmens rechnet für das laufende Jahr mit einer Umsatzspanne von 120 bis 130 Millionen Euro. Dabei erwartet man Umsatzsteigerungen durch Produktanläufe bei den strategischen Partnern Meiko in Vietnam und WUS in China (was Automobilkunden betrifft) und mit einer schwächeren Entwicklung für Produkte aus Schramberg (die alle Kundengruppen betreffen). Der Produktionsbe- ginn für das neue Werk in China ist für Anfang 2020 vorgesehen, so dass hier noch keine Umsätze resultieren werden. Insgesamt geht Schweizer von einem Ebitda zwischen fünf und sieben Millionen Euro für 2019 aus. orn Forstwirtschaftliche Vereinigung 16 Millionen umgesetzt MÜHLENBACH. Die Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwarz- wald (FVS) hat im vergangenen Jahr circa 300.000 Festmeter Rundholz vermarket und damit rund 16 Millionen Euro umgesetzt. Das berichtete FVS-Vorstand Joachim Prinzbach jüngst bei der Generalversammlung der Genossenschaft. Das Sortiment beste- he hauptsächlich aus Nadelstammholz, gefolgt von Industrie- und Energieholz sowie Nadelstarkholz und Laubholz. Das Holz sei fast ausschließlich an Kunden in der Region geliefert worden. Die FVS ist ein Zusammenschluss kommunaler und privater Waldbe- sitzer. Sie entstand Ende 2010 aus der Fusion der 1998 gegründeten Forstwirtschaftlichen Vereinigung Mittlerer Schwarzwald mit der FMS Forstservice GmbH. Mit momentan über 50 Mitgliedern ist die FVS hinsichtlich Fläche und Vermarktungsvolumen einer der größten forstlichen Zusammenschlüsse in Deutschland. ine
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