Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'19 -Südlicher Oberrhein
Wirtschaft im Südwesten 6 | 2019 24 REGIO REPORT IHK Südlicher Oberrhein S port und Wirtschaft haben vieles gemeinsam und können voneinander profitieren. Erfolgrei- che Spitzensportler können zeigen, wie man mit Ausdauer und Disziplin erfolgreich wird. Zudem sind Sportler wichtige Image- und Werbeträge für die Un- ternehmen, für den Wirtschaftsstandort und das Land Baden- Württemberg. Umgekehrt be- nötigen Spitzensportler Ausbildungs- und Arbeitsplätze, die es ihnen ermög- lichen, Beruf, Training und Wettkampf unter einen Hut zu bringen. Deshalb betreiben der Landessportverband (LSV) und das baden-württembergi- sche Wirtschaftsministerium die Ini- tiative „Partnerbetrieb des Spitzen- sports“. Unterstützt werden sie dabei von den baden-württembergischen Handwerks- sowie den Industrie- und Handelskammern, den kommunalen Spitzenverbänden und den Olympiastützpunkten. Im Frühjahr wurden 15 Unternehmen und die Stadt Ludwigsburg als „Partnerbetriebe des Spitzensports“ ausgezeichnet. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeis- ter-Kraut, LSV-Präsidentin Elvira Menzer-Haasis und Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympi- schen Sportbundes (DOSB), ehrten die Preisträger bei einer Feier in Schonach im Schwarzwald. Um ein „Partnerbetrieb des Spitzensports“ zu werden, müssen die Arbeitgeber einem Spitzensportler aus Baden-Württemberg einen Ausbildungsplatz in einem anerkannten Beruf, ein duales Studium oder einen sozial- versicherungspflichtigen Arbeitsplatz zur Verfügung stel- len. Die Sportler wiederum müssen einem Bundeskader oder einem deutschen Nationalteam, einschließlich des paralympischen Sports, angehören. Neun Sportler in den diesjährigen Partnerbetrieben absolvieren eine Berufs- ausbildung, einer ein duales Studium, acht befinden sich in einem Beschäftigungsverhältnis. Die Auszeichnung vergaben die Partner in diesem Jahr zum fünften Mal. Insgesamt wurden bisher 80 Unternehmen, kommunale Arbeitgeber und Vereine als „Part- nerbetriebe des Spitzensports“ ausgezeichnet. Nach der Preisverleihung in Schonach dis- kutierten Wirtschaftsministerin Hoffmeister- Kraut, LSV-Präsidentin Menzer-Haasis und DOSB-Präsident Hörmann mit Steffen Auer (Präsident der IHK Südlicher Oberrhein) und dem Schonacher Hans-Peter Pohl (Olympia- sieger 1988 und Weltmeister in der Nordischen Kombination) über die Frage „Wie können Wirt- schaft und Sport voneinander profitieren?“ Alle vertraten unisono die Auffassung, dass Athleten und ihre Arbeitgeber in einer Win-win-Situation sind. Zu- dem, so die Ministerin, „ergänzen sich gerade in einem Land wie Baden-Württemberg der Spitzensport und Spitzenleistungen der Wirtschaft perfekt. Für IHK-Prä- sident Auer steht außer Frage, dass die Sportler zwar aufgrund des Trainings und Wettkampfes manchmal nicht in der Firma präsent seien. „Doch durch die Bank bekommt ein Unternehmen mit einem Spitzensport- ler einen hervorragenden Mitarbeiter, der vor allen Dingen auch eine gehörige Portion Sozialkompetenz mitbringt. Da müssen sie als Firma fast kein Einstel- lungsgespräch mehr führen.“ Joachim Spägele Ausgezeichnete Betriebe und ihre Sportler aus der Region: • Huber-Greiwe-Schmid Steuerberatungskanzlei (Freiburg), Luisa Niemesch (Ringen) • SBS Feintechnik (Schonach), Jan Rotter (Ringen), Aline Rotter- Focken (Ringen) • Sick (Waldkirch), Alex- ander Ehler (Biathlon, paralympisch) http://partnerbetrieb- spitzensport.de »Da muss man fast kein Einstellungs- gespräch mehr führen« Steffen Auer , IHK-Präsident Landessportverband und Wirtschaftsministerium zeichnen „Partnerbetriebe des Spitzensports“ aus Win-win für Wirtschaft und Sport Bild: master1305 - Fotolia
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