Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'19 -Südlicher Oberrhein
Wirtschaft im Südwesten 6 | 2019 10 titel VERANSTALTUNGEN Die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg organisiert im Rahmen des Formats „OnlineHandelN“ am 25. Juni eine Ver- anstaltung für Existenzgründer, Frauen und Weltveränderer. Dabei wird anhand eines Praxisbeispiels aufgezeigt, wie die Gründung eines neuen Onlinehandelsge- schäfts erfolgreich wird. www.ihk-sbh.de/event/622519 Die IHK Südlicher Oberrhein veranstaltet am 16. und 17. Juli im Forum Merzhausen, Dorfstraße 1, zusammen mit der Volksbank Freiburg und dem Handelsverband Südba- den unter dem Motto „Global säen, lokal ernten“ ein Symposium zur digitalen Zu- kunft des Einzelhandels. Es gibt Vorträge, Workshops, Expertengespräche und einen Marktplatz der Lösungen für den zukunfts- orientierten Einzelhandel. www.digitale-zukunft-einzelhandel.de ausgelagert – der Standort in der Innenstadt biete dafür zu wenig Platz und deren Transport sei wegen der fehlenden Parkmöglich- keiten schwierig. Obwohl sich der Umsatz von Wiebelt Lifestyle seit 2015 verdoppelt hat, sind die Baumhäckels mit dessen Entwicklung noch nicht zufrieden. „Die Frequenz in der Innenstadt reicht nicht aus. Wir brauchen Kunden aus dem Umland, die bislang nach Stutt- gart und Freiburg zum Einkaufen fahren“, sagt Frank Baumhäckel. Seine Frau hat bereits zwei Abendveranstaltungen im Rahmen der bundesweiten „Langen Nacht des Schreibens“ mit jeweils rund 100 Gästen ausgerichtet und ist auf Facebook aktiv. Ihre Onlinepräsenz möchte sie noch steigern, ein eigener Onlineshop ist für sie zurzeit aber kein Thema. Herzschlag-Initiative und Freiburger Lederhaus „Für uns macht ein Onlineshop angesichts der hohen Kosten und der hohen Retourenquoten keinen Sinn“, sagt Carolin Niemann, die Inhaberin des Freiburger Lederhauses in der Bursengalerie. Ihren Onlineauftritt will sie aber verbessern. Bis zum Jahresende soll das Hauptsortiment – es reicht von Geldbörsen über Hand- und Businesstaschen bis hin zu Reisegepäck – auf ihrer Website präsentiert und mit der Warenwirtschaft verbunden werden. Dann können die Kunden sehen, welche Waren vorrätig sind und diese über die Funktion „Click and collect“ reservieren. Mit ihren Service- angeboten wirbt Carolin Niemann schon jetzt online. Ab einem Wert von 50 Euro versendet sie Waren an Kunden, und sie bietet einen Re- paraturservice im Haus an. Doch das alleine reicht nicht aus. Zurzeit wird ihr Ladengeschäft komplett umgebaut und erweitert – statt über 300 Quadratmeter auf zwei Ebenen verfügt sie ab dem Sommer über 470 Quadratmeter auf einer Etage. So kann sie die Ware großzügiger präsentieren. Und sie hat Platz für Schulranzen, um die sie ihr Sortiment erweitern will, weil sie darin in Freiburg eine Lücke sieht, sowie für eine Kaffeebar und Sitzgelegenheiten, die zum Ver- weilen einladen sollen. Es ist die größte Investition seit 13 Jahren. „Es geht aber nicht anders“, sagt Carolin Niemann, die das Lederhaus 2004 von ihrer Mutter übernommen hat und an zwei Standorten 25 Mitarbeiter beschäftigt. „Nur so haben wir eine Chance, uns am Markt zu positionieren.“ Gemeinsam mit acht befreundeten, inhabergeführten Freiburger Traditionshändlern verschiedener Branchen hat sie die Initiative Herzschlag Freiburg gegründet. Als sie ihre Zahlen verglichen haben, stellten sie fest, dass sie alle in den vergangenen zehn Jahren etwa 25 Prozent ihrer Kundenfrequenz eingebüßt haben. Wegen des Online- handels, aber auch wegen der Baustellen, die die Freiburger Innen- stadt rund drei Jahre dominierten, und den attraktiver gewordenen Städten im Umland wie Kirchzarten, Emmendingen und Waldkirch. „Wir brauchen eine Charmeoffensive für Freiburg“, sagt Carolin Nie- mann. Themen wie die Begrünung und Beleuchtung der Innenstadt wollen die Herzschlag-Händler zusammen mit der Händlerinitiative „Z‘Friburg in der Stadt“ voranbringen. Und sie wünschen sich einen Citymanager, wie es ihn in Städten vergleichbarer Größe gibt. Ein Gewinnspiel haben sie bereits veranstaltet und bieten Herzschlag- taschen zum Kauf, in denen die Kunden ihre Einkäufe in allen neun Häusern lagern können. „Wir wollen, dass der bunte Einzelhandel in Freiburg erhalten bleibt, aber wir müssen etwas dafür tun“, sagt Carolin Niemann. Susanne Maerz Bild: Fotolia - shintartanya IHK Hochrhein-Bodensee: Bertram Paganini, 07531 2860-130, bertram.paganini@ konstanz.ihk.de IHK Schwarzwald-Baar- Heuberg: Lena Häsler, 07721 922-167, haesler@vs.ihk.de IHK Südlicher Oberrhein: Thomas Kaiser, 07821 2703-640, thomas.kaiser@ freiburg.ihk.de »Wir brauchen eine Charme offensive für Freiburg« Carolin Niemann , Freiburger Lederhaus, Herzschlag Freiburg
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