Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Juni'19 -Schwarzwald-Baar-Heuberg

Wirtschaft im Südwesten 6 | 2019 42 UNTERNEHMEN KURZ NOTIERT Schmidts Markt XL in Bad Säckingen wurde Anfang Mai vom Handelsverband Baden-Würt- temberg mit dem Zukunftspreis Handel 2019 (1. Preis) ausgezeichnet. Hervorgeboben vom Handelsverband wurde unter anderem das ku- linarische Angebot des Edeka-Marktes. Auf 650 Quadratmetern werden Frühstück, warme Küche, Kuchen und Apéro angeboten – produziert wer- den die Gerichte in der hauseigenen, direkt an den Markt angeschlossenen Küche. Die Schweizer Kilchenmann AG, ein Spezialist für Medien- und Kommunikationstechnik, hat nach Deutschland expandiert und eine GmbH gegründet, die ihren Sitz im Gewerbepark Breis- gau südlich von Freiburg hat. Damit will das Un- ternehmen seinen bestehenden Kunden in der Region, die bislang von Basel aus betreut wurden, näher sein und neue Kunden in Süddeutschland gewinnen. Fünf Männer und Frauen arbeiten in der neuen Niederlassung, die Thomas Fischer als Geschäftsführer leitet. An seinen drei Schweizer Standorten in Bern, Basel und Zürich beschäftigt Kilchenmann rund 250 Mitarbeiter. Der Freiburger IT-Dienstleister Equinoxe , der seit 2017 zur Westiform-Gruppe gehört, hat umfirmiert und heißt nun Westiform Digital GmbH . Die Namensänderung zeige die strate- gische Richtung auf, nämlich die volle Integra- tion in die Westiform-Gruppe, heißt es in einer Pressemeldung. Der Freiburger Standort ist der sechste in Deutschland, deutscher Hauptsitz und zugleich größer Produktionsstandort ist Orten- berg. Westiform ist ein Schweizer Unternehmen, das auf Lichtwerbung, Beschriftung, digitale Be- schilderung und Verkaufspräsentationen sowie technische Kunststoffteile spezialisiert ist. Westi- form beschäftigt an seinen sechs Schweizer und elf internationalen Standorten insgesamt über 400 Mitarbeiter, davon rund 280 in Deutschland. In Freiburg arbeiten 18 Beschäftigte. Die Alexander Bürkle Gruppe aus Freiburg, eine Elektrogroßhandlung mit den drei Unternehmens- bereichen „smart buildings“, „smart industries“ und „smart consumers“ hat in Saarbrücken einen neuen Standort eröffnet. Er ist 2.600 Quadratme- ter groß, umfasst einen Abholmarkt und ein Büro- gebäude und hat Investitionen von 1,5 Millionen Euro erfordert. Bürkle war bereits seit 2012 mit einemVerkaufsbüro in der Stadt tätig.Aktuell sind in Saarbrücken zwölf Mitarbeiter vor Ort. Bürkle be- schäftigt 800 Mitarbeiter an 22 Standorten und er- wirtschaftet einen Umsatz von 330 Millionen Euro. Hummel legt im Ausland zu Rekordjahr übertroffen DENZLINGEN. Die Hummel AG hat vergangenes Jahr 73,4 Millio- nen Euro umgesetzt und somit ihr Rekordjahr 2017 (71,5 Millionen) nochmals übertroffen. Das teilte das Unternehmen in einer Presse- meldung mit. Der Vorstandsvorsitzende Holger Hummel äußerte sich darin sehr zufrieden mit diesen Zahlen, zumal sich das Umfeld 2018 eingetrübt, das Unternehmen aber dennoch im Export zugelegt habe. In China, dem wichtigsten Auslandsmarkt (zehn Prozent Umsatzan- teil) legte Hummel 2018 acht Prozent zu, in Italien und Frankreich sogar zehn Prozent. Hummel produziert elektromechanische Kom- ponenten wie Kabelverschraubungen oder Rundsteckverbinder für Kunden aus der Industrie (Automation, Maschinen- und Anlagenbau, Sensortechnik, Energie). Drei Viertel des Umsatzes entfallen auf dieses Segment. Etwa 13 Prozent steuern Produkte für Heizungs- monteure, beispielsweise Armaturen oder Entlüftungsventile, den Rest kundenspezifische Anfertigungen bei. Weltweit arbeiten gut 600 Beschäftigte für Hummel, davon rund 380 am Hauptsitz in Denzlingen und dem Produktionsstandort in Waldkirch (darunter 29 Auszubildende). Hummel produziert zudem in Mindelheim im Allgäu sowie in Frankreich, Italien, Brasilien, Indien und China. Das Familienunternehmen wurde 1948 gegründet und wird seit 2007 in dritter Generation von Holger Hummel geleitet. ine Sparkasse Schwarzwald-Baar Solide Zahlen VILLINGEN-SCHWENNINGEN. Wie der Vorstandsvorsitzende Arendt Gruben und sein Stellvertreter Florian Klausmann Anfang Mai mitteilten, hat die Sparkasse Schwarzwald-Baar im vergangenen Jahr ihre Bilanzsumme um 4,7 Prozent auf 3,68 Milliarden Euro erhöhen können. Die Kundenkredite stiegen um 5,2 Prozent auf 2,28 Milliarden Euro, die bilanziellen Kundeneinlagen wuchsen um 6,1 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, die Kundengelder inklusive des Wertpapierbe- standes um 4,3 Prozent auf 3,48 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss belief sich auf 63,7 Millionen Euro, der Provisionsüberschuss auf 23,9 Millionen Euro und der Verwaltungsaufwand auf 59,8 Millio- nen Euro. Der Jahresüberschuss lag bei 4,1 Millionen Euro. Die Ge- samteigenkapitalquote hat die Sparkasse von 14,4 Prozent auf 15,2 Prozent weiter verbessern können, womit sie die Anforderungen der europäischen Bankenregulierung (Basel IV) bereits heute übertrifft. Zurückzuführen sind die seit Jahren soliden Zahlen laut Gruben auf die geschäftspolitische Doppelstrategie. Die Sparkasse verbinde um- fassende persönliche Beratung mit digitalen Angeboten und Services. Die aktuelle Niedrigzinsphase habe zu einem spürbaren Anstieg der Nachfrage nach qualifizierten Beratungsgesprächen geführt. Dies hat nicht nur die Einlagenseite, sondern auch die Kreditseite betroffen: Über 1.000 Kunden haben ihre Baufinanzierung bei der Sparkasse geplant und abgeschlossen. Gleichzeitig mit der Nachfrage nach der persönlichen Beratung ist jedoch auch die Affinität im Umgang mit technologiebasierten Finanzdienstleistungen stetig angestiegen. In ihren 49 Geschäftsstellen beschäftigte die Sparkasse zum Jahresende 631 Mitarbeiter, darunter 60 Auszubildende. Die Sparkasse hat sich, wie bereits seit vielen Jahren im vergangenen Jahr wieder für eine ganze Reihe bürgerschaftlicher Engagements eingesetzt. Fast 700 Projekte wurden mit insgesamt einer Million Euro gefördert. upl

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