Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'19 - Südlicher Oberrhein
Wirtschaft im Südwesten 5 | 2019 40 UNTERNEHMEN 100 Jahre Handelsagentur Friedrich Bruno Schokolade, Formen, Verpackungen REUTE. Friedrich Bruno, der Großvater des heutigen Inhabers Rolf Bruno, hat die Firma 1919 als Handel- sagentur mit eigenem Vertrieb in Singen gegründet. Damals ging es um Liköre und Schnäpse, später kamen Süßwaren wie Bonbons und Gebäck mit ins Programm. 1936 zog die Firma nach Freiburg um, 1953 wurde sie von Friedrich Bruno, dem Sohn des Gründers, über- nommen. Dessen Nachfolge trat 1985 der heutige Inhaber und Enkel des Gründers, der Kaufmann Rolf Bruno, an. Er verlegte die Firma 1989 nach Reute und erstellte im Jahr 2008 einen Neubau mit Lagerhalle. Er hatte die Handelsagentur bereits 2003 um eine Groß- handlung, die auch produziert, erweitert. Bei deren Produkten geht es um Gießformen für Schokolade und um Verpackungen. Die Agentur beliefert circa 300 Konditoren in Südbaden mit Kuvertüren und anderen Rohstoffen, wie Marzipan und Mandeln, Haselnüssen in verschiedenen Formen und Nougat. Die Herstellung von Gießformen für kleine- re und größere Produkte aus Schokolade hat sich sehr gut entwickelt, ebenso diejenige von Verpackungen, vor allem von Holzschatullen für Pralinen. Bruno fertigt und liefert individuell nach Kundenanforderungen. Die Arti- kel aus Schokolade stellt Bruno mit seinen Formen nicht selbst her, das übernehmen wiederum Konditoren. Die Großhandlung mit den Verpackungen und Formen ist bundesweit, in Österreich und der Schweiz tätig. Sie macht ungefähr die Hälfte des gesamten Umsatzes von Bruno aus. Drei Mitarbeiter und zwei zuliefernde Künstler, die die Vorlagen für die Formen gestalten und fertigen, sind bei beziehungsweise für Bruno tätig. Dass eine Handelsagentur im Lebensmittelbereich hundert Jahre lang besteht, ist laut Rolf Bruno außerordentlich selten. Bei ihm steht in Person seiner Tochter Tanja Lupberger die vierte Generation bereit, das Unterneh- men weiterzuführen. upl Ein Familienfoto aus vergangenen Jahren und ein Beispiel aus dem Verpackungsportfolio der Handelsagentur Friedrich Bruno. Mediclin Mehr Umsatz, höheres Ergebnis OFFENBURG. Die Mediclin AG hat 2018 ihren Um- satz und ihr Ergebnis gesteigert. Das teilte der Vor- stand des Klinikbetreibers Ende März bei der Veröf- fentlichung seiner Bilanz mit. Der Konzernumsatz stieg demnach vergangenes Jahr auf 645,1 Millionen Euro (2017: 609,1 Millionen), und trotz deutlich höherer Personalkosten – die Zahl der Mitarbeiter kletterte im Jahresdurchschnitt von 6.964 auf 7.226 – hat sich das Konzernergebnis auf 7,8 Millionen Euro (2017: 4,0 Millionen) fast verdoppelt. Für das laufende Ge- schäftsjahr rechnet Mediclin mit weiterem Wachstum. Der Vorstand geht laut Pressemitteilung für 2019 von fünf bis sechs Prozent mehr Umsatz und von einem Konzernbetriebsergebnis zwischen 22 und 28 Millio- nen Euro aus. Vergangenes Jahr hat Mediclin mehr als in den Jahren zuvor investiert, nämlich fast 50 Millionen Euro. 2019 wolle man dies wieder tun. „Wir investieren gezielt dort, wo die Nachfrage steigen wird, und wir erwei- tern unsere Kapazitäten dann, wenn wir Akut- und Rehabilitationsleistungen verbinden können“, sagt der Vorstandsvorsitzende Volker Hippler. Bis 2021 beziehungsweise 2022 entstehen zwei neue Kliniken im niedersächsischen Lingen (Neurologie) und in Röbel in Mecklenburg-Vorpommern (Kinder- und Jugend- psychiatrie). Bislang gehören zu Mediclin bundesweit 36 Kliniken, 7 Pflegeeinrichtungen, 3 ambulante Pfle- gedienste und 9 Versorgungszentren mit zusammen rund 8.300 Betten und etwa 10.000 Beschäftigten. Die Verwaltungszentrale sitzt in Offenburg. ine
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