Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'19 - Südlicher Oberrhein

5 | 2019 Wirtschaft im Südwesten 39 Reisebüro Stiefvater eröffnet neuen Standort in Weil am Rhein Kombination aus Café und Reisebüro WEIL AM RHEIN. Ein kleiner Anker, ein Miniatur- leuchtturm und andere maritime Accessoires schmü- cken die Räume des neuen und zugleich siebten Stand- orts des Reisebüros Stiefvater in der Hauptstraße 291 in Weil am Rhein. An der einen Wand ist ein Film eines Kreuzfahrtschiffs auf See zu sehen, hinter der Bar ist eine beleuchtete 3D-Weltkarte angebracht, im Raum stehen locker angeordnet Tische, Stühle und Sofas, im Hintergrund gibt es Beratungsplätze. Der Name „Kaffee und Kreuzfahrt“ ist auf 250 Quadratmetern und zwei Etagen Programm. „Ein Erlebnisreisebüro für Kreuzfahrten mit einem Café ist 2019 in dieser Form in Deutschland einmalig“, sagte Aron Stiefvater, der das Familienunternehmen in zweiter Generation führt, bei der feierlichen Eröffnung Anfang April. Parallel zum digitalen Wandel, der alle Branchen beschäftige, wolle man ein Zeichen setzen, „wie wir uns gegen die großen Player durchsetzen können“, so Stiefvater. In die neuen, langfristig gemieteten Räume steckte die Familie eine hohe sechsstellige Summe. Es ist die höchste Investi- tion in der Unternehmensgeschichte. Diese begann im Jahr 1972, als Fridolin Stiefvater, der Vater des heutigen Geschäftsführers Aron Stiefvater, das Reisebüro gründete. 2006 eröffnete er den Stand- ort im Einkaufszentrum „Insel“ in Weil am Rhein, der sich durch große Fensterfronten und ein Meerwasser- aquarium auszeichnet. Damals begann Fridolin Stiefva- ter damit, neben dem klassischen Reisebürogeschäft Erlebnisse für die Kunden zu schaffen. Heute führen dies die Vertreter der zweiten Generation weiter. Aron Stiefvaters Schwester Annalena, die den Standort in Lörrach leitet und für die Ausbildung im gesamten Unternehmen verantwortlich ist, entwickelte das kuli- narische Konzept des neuen Standorts, das vor allem Kaffee, Waffeln und Snacks beinhaltet. Das Reisebüro Stiefvater wächst seit Jahren: Zurzeit sind 75 Mitarbeiter, darunter elf Auszubildende, an sieben Standorten in Weil am Rhein, Lörrach, Freiburg und Rheinfelden beschäftigt. Zehn von ihnen (darunter zwei Azubis) sind mit dem neuesten Standort dazuge- kommen. 2015 waren es noch 35 Mitarbeiter und vier Standorte. mae Hinter der Theke des neuen und zugleich siebten Standortes des Reisebüros Stiefvater in Weil am Rhein: Geschäftsführer Aron Stief- vater (Mitte) mit den Verant- wortlichen für die Bereiche Kaffee Alexander Oßwald (links) und Kreuzfahrt Manuel Pomorin. Doll Fahrzeugbau Volle Auftragsbücher für 2019 OPPENAU. Auch im vergangenen Jahr, so eine Pres- semeldung der Doll Fahrzeugbau GmbH, hat sich die positive Entwicklung des Unternehmens fortgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Auftragseingang um fast 20 Prozent auf 80 Millionen Euro. Die 2018 angekündigte strategische Neuausrichtung mit In- vestitionen in Höhe von zwölf Millionen Euro an den drei Standorten Oppenau, Mildenau (Sachsen) und Bridgeport (New Jersey, USA) liege damit voll im Plan. Doll ist einer der führenden europäischen Hersteller von Holz- und Schwertransportern und fertigt im Geschäftsbereich Flugfeld Scherenhubfahrzeuge, insbesondere für Catering, Cleaning und Medical. Flankierend zur Entwicklung und Produktion bietet die Firma Ersatzteile, Schulungen und Trainings, technischen Support, Werkstatt- und mobilen Ser- vice an. Doll beschäftigt 350 Mitarbeiter und baut rund 1.000 Fahrzeuge pro Jahr. Ein besonders großer Auftrag kam im vergangenen Jahr von dem Airline Caterer Do & Co, der Ende des Jahres mit seinem zukünftigen Engagement bei British Airways und Iberia von sich reden machte und 160 Fahrzeuge bestellte. Auch die Investitionsbereitschaft unter den Holz- und Schwertransporteuren ist nach wie vor hoch. Ein Beispiel dafür war ein Auftrag der Firma Rostock Trans GmbH, die beim Transport moder- ner Rotorblätter für neue Windturbinenmodelle auf Nachläufer von Doll setzt. Mit diesen vierachsigen Nachläufern können im Zusammenspiel mit passen- den Aufnahmeadaptern für die Zugmaschinen bis zu hundert Meter lange und 33 Tonnen schwere Rotor- blätter transportiert werden. Herzstück der ganzen Einheit ist das Wechselsystem auf dem Lkw, dessen kombinierte Dreh-/Wipplagerung das gleichförmige Wippen des Rotorblattes und des Wipplagers über dem Drehpunkt auf der Zugmaschine ist, so eine Pressemeldung von Doll. Rostock-Trans hat drei die- ser Einheiten bestellt. orn

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