Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'19 - Südlicher Oberrhein

5 | 2019 Wirtschaft im Südwesten 37 Ystral Maschinenbau+Processtechnik Zweiter Standort für weiteres Wachstum BALLRECHTEN-DOTTINGEN. Der Maschinen- und Anlagenbauer Ystral GmbH Maschinenbau +Process- technik hat 2018 das erfolgreichste Jahr seiner 60-jäh- rigen Geschichte erlebt. Der Umsatz stieg um mehr als sechs Prozent von 39,5 auf 42,0 Millionen Euro. Damit hat sich der Umsatz in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht. Dieser Erfolg macht sich auch bei der Be- legschaft bemerkbar: Allein im vergangenen Jahr ist die Zahl der Mitarbeiter um 43 auf 273 gestiegen, darunter 23 Azubis. Um auch in Zukunft Raum für Wachstum zu haben, expandiert Ystral und hat dafür in Sulzburg das Gebäude der Agentur Land in Sicht gekauft, die nach Freiburg umzieht. 40 Verwaltungsmitarbeiter sollen von Ballrechten-Dottingen nach Sulzburg wechseln. Ystral, ein inhabergeführtes Familienunternehmen, pro- jektiert, konstruiert und fertigt Misch-, Dispergier- und Pulverbenetzungsmaschinen sowie Prozessanlagen am Standort Ballrechten-Dottingen. Niederlassungen gibt es in China, Indien und Singapur. In der chemischen und pharmazeutischen Industrie, bei Herstellern von Kosmetik- und Pflegeprodukten, aber auch in der Le- bensmittelindustrie sind die prozesstechnischen Anla- gen von Ystral gefragt. „Wir sehen nach wie vor großes Potenzial für unsere Hochleistungsprodukte. Darum gehen wir davon aus, dass wir auch in den nächsten Jahren stark wachsen und noch viele Arbeitsplätze schaffen werden“, sagt der geschäftsführende Gesell- schafter Peter Manke. pt Tesa Neue Beschichtungsanlage in Offenburg OFFENBURG. Der Klebespezialist Tesa hat seinen Umsatz vergangenes Jahr um knapp sieben Prozent auf 1,342 Milliarden Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis lag bei 201,3 Millionen Euro, was einer Umsatzrendite von fast 16 Prozent entspricht (2017: 16,5 Prozent). Konzernweit stieg die Zahl der Mitarbeiter (inklusive Zukäufe) auf 4.917 (Vorjahr: 4.457). Die Tesa SE hat ihren Hauptsitz in Norderstedt bei Hamburg und betreibt ihren volumenmäßig größten Produktionsstandort in Offenburg. Das dortige Werk produziert rund 250 Millionen Quadratmeter Klebe- band pro Jahr und circa 2.000 verschiedene Produkte. Der Großteil des Tesa-Sortiments, das in Offenburg und andernorts entsteht, richtet sich an Industrie- kunden. Etwa drei Viertel des Umsatzes entfallen auf Anwendungen für Industriebranchen, vor allem die Au- tomobil- und Elektronikindustrie. Knapp ein Viertel des Umsatzes erzielt Tesa mit Produkten für Endverbrau- cher und professionelle Handwerker. Zudem entwickelt und produziert der Klebespezialist arzneimittelhaltige Pflaster für die Pharmaindustrie. In einem Auto können laut Unternehmenssprecher Gunnar von Geest mehr als 100 verschiedene Tesa-Klebebänder verbaut sein. Zahlreiche davon stammten aus Offenburg. Dort baut Tesa aktuell eine neue Anlage für die lösungsmittelfreie Beschichtung von Produkten für die Automobil- und Elektronikindustrie auf. Zudem erweitert der Standort seine Kapazitäten zur Herstellung von geschäumten Klebebandprodukten, die sich aufgrund ihrer Stoß- dämpfung für die Verklebung von Akkus und anderen Bauteilen in Handys oder ähnlichen elektronischen Geräten eignen. Gleichzeitig baut Tesa seine chinesi- schen Standort Suzhuo aus: Für rund 30 Millionen Euro soll unter anderem eine Reinraumproduktionseinheit entstehen, die zusätzliche Kapazitäten für Spezialkle- bebänder für Elektronikgeräte bietet. Im Tesa-Werk Offenburg arbeiten aktuell 460 Frau- en und Männer (Vorjahr: 430), darunter mehr als 40 Auszubildende und Studierende dualer Hochschulen. Investitions- und Umsatzzahlen für den Standort pu- bliziert die Tesa-Gruppe, die wiederum komplett zum Beiersdorf-Konzern gehört, nicht. ine Idyllisch gelegen: das neue Firmenge- bäude von Ystral in Sulzburg.

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