Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'19 - Südlicher Oberrhein

Wirtschaft im Südwesten 5 | 2019 36 UNTERNEHMEN Hopp+Hofmann Modernisierung statt Neubau FREIBURG. Es ist das älteste aktive Bauunternehmen Freiburgs, und es hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Insbesondere seit der Jahrtausendwende ging es auf und ab für Hopp+Hofmann. 2002 meldete der traditionsreiche Familienbetrieb Insolvenz an und wagte sogleich in abgespeckter Form den Neustart. Seit eini- gen Jahren läuft es nun richtig gut, berichtet Stefan Hofmann, der das Bauunternehmen in fünfter Generation leitet. Mit den etwa 20 Mitarbeitern, davon ein Dutzend Handwerker, setzte er zuletzt rund 2,5 Millionen Euro jährlich um. Zum Team zählen Maurer, Gipser, Maler und Fliesenleger. Für Elektro-, Sanitär- und Heizungsarbeiten arbeitet man mit Partnerfirmen zusammen. Ein Grund für den jetzigen Erfolg ist laut Hofmann die Spezialisie- rung. Hopp+Hofmann hat sich auf Modernisierungen konzentriert und macht gar keine Neubauten mehr. „Kernsanierungen sind jetzt unsere Kernkompetenz“, betont der Chef. Das heißt: Erhalt, Erneu- erung, Verschönerung, Umbau und Reparaturen von Ein- bis Zwei-, maximal Dreifamilienhäusern sowie Wohnungen. Der Großteil der Auftraggeber sind daher Privatleute. Hofmann sieht die Stärke sei- nes Betriebs in der Dienstleistung und im Rundumservice. Er lässt seine Mitarbeiter regelmäßig schulen, damit sie entsprechend bei den Kunden auftreten, und sich monatlich selbst bewerten, damit das Bewusstsein für die eigene Leistung stimmt. Umgekehrt lädt der Chef die Mitarbeiter regelmäßig ein – nicht nur zur Weihnachtsfeier. Das gute Arbeitsklima wurde jüngst bestätigt: Bei dem Arbeitge- berwettbewerb „Great Place to work“ landete Hopp+Hofmann in seiner Kategorie landesweit auf dem zweiten und bundesweit auf dem dritten Platz. kat KURZ NOTIERT Neuer Besitzer: Im Zuge einer Nachfol- geregelung haben sich die Unger Inge- nieure Ingenieurgesellschaft mbH und die Weber-Ingenieure GmbH zusammengeschlossen. Unger Ingeni- eure wurde 1948 in Karlsruhe gegrün- det, 1953 wurde der Sitz nach Freiburg verlegt. Hier sind heute 28 Mitarbeiter beschäftigt. Seit 1973 ist der Hauptsitz Darmstadt. Insgesamt hat das Unter- nehmen sieben Standorte und rund 120 Mitarbeiter. Weber-Ingenieure hat den Hauptsitz in Pforzheim, ist 60 Jahre alt und beschäftigt rund 160 Mitarbeiter an sieben Standorten, darunter sind Offen- burg und Villingen-Schwenningen. Das Unternehmen hat zunächst 70 Prozent der Anteile von Unger Ingenieure erwor- ben. Der Prozess des Zusammenwach- sens soll drei Jahre dauern, heißt es in einer Pressemitteilung. Beide Unterneh- men, die nach eigenen Angaben schon zuvor jeweils zu den größten unabhän- gigen, inhabergeführten Ingenieurbü- ros in Deutschland zählten, bleiben als unabhängige Gesellschaften bestehen. Ihre Spezialgebiete sind Siedlungswas- serwirtschaft, Umwelttechnik und Inf- rastruktur. Zur Transo-Gruppe gehört eine neue Gesellschaft. Das Transport- und Logis- tikunternehmen setzt nun auf den Kauf von Logistikimmobilien statt der Anmie- tung und hat dafür die Transco Immo- bilien GmbH gegründet. Geschäfts- führerin ist Tania Mel Alvarez. Die neue Gesellschaft soll das Immobilienvermö- gen der Unternehmensgruppe verwalten und vergrößern. In einem ersten Schritt hat Transco Immobilien im Industriepark Gottmadingen vier Gebäude mit zusam- men 25.000 Quadratmeter Lager- und Bürofläche gekauft. Der Kaufpreis wur- de nicht publiziert. Drei Gebäude nutzt Transco selbst als Logistikstandort, die vierte Immobilie ist ein fünfgeschossi- ges Bürogebäude, dessen knapp 3.000 Quadratmeter Fläche an mehrere Un- ternehmen vermietet ist. Mittelfristig seien weitere Käufe geplant, heißt es in einer Pressemitteilung. Zusätzlich zu der nun eigenen Fläche hat Transco et- wa 45.000 Quadratmeter Logistikfläche angemietet. Baden IT Drittes Rechenzentrum eingeweiht FREIBURG. Die Baden IT GmbH hat Mitte März ihr neues, drittes Rechenzentrum eingeweiht. Der Neubau, in den 3,3 Millionen Euro investiert wurden, befindet sich auf dem abgesperrten und stets bewachten Gelände des Freiburger Energiedienstleisters Badenova, dem Mutterunternehmen von Baden IT. 24 Mitarbeiter sind hier beschäftigt, das Rechenzentrum ist rund um die Uhr besetzt. Ein geringer Energieverbrauch und eine besonders sichere Energie- versorgung zeichnen das neue Gebäude aus, wie Ralf Held, Ver- antwortlicher für alle Baden IT-Rechenzentren, betont. Es hat eine elektrische Gesamtleistung von 450 Kilowatt, eine Grundfläche von 250 Quadratmetern und fünf IT-Räume. Ein großer Kunde ist das Universitätsklinikum Freiburg, das einen abgetrennten Bereich im neuen Rechenzentrum gemietet hat. Dieser ist an das Netz des Universitätsklinikums über zwei unabhängige Glasfaserstrecken angebunden. Der Grund für die Kooperation ist laut Michael Kraus, Leiter des Klinikrechenzentrums, dass die hochsensiblen Patienten- daten bestmöglich geschützt werden müssten. Baden IT beschäftigt insgesamt rund 100 Mitarbeiter und ist nach eigenen Angaben einer der führenden IT-Dienstleister in Baden-Württemberg. sum

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