Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'19 - Schwarzwald-Baar-Heuberg

Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden Werbung | Marketing | PR | Druck 63 bildet die Bundesrepublik den größten Zeitungsmarkt Europas und nach China, Indien, Japan und den USA den fünftgröß- ten der Welt. Druckindustrie Die Produktionsstruktur der deutschen Druckindustrie zeigt die enge direkte und indirekte Verbindung mit der Werbewirt- schaft. Nach den zuletzt verfügbaren Zahlen des Statistischen Bundesamtes und Berechnungen des Bundesverband Druck und Medien (bvdm) machten 2017 über 40.6 Prozent aller Produkte von Druckbetrieben mit 20 und mehr Beschäf- tigten eben Werbedrucke einschließlich Außenwerbung und Kataloge und 18,1 Prozent Zeitungen, Anzeigenblätter und Zeitschriften aus. Weitere Druckfelder sind Bedruckte Etiketten (9,8 Prozent Anteil an der Produktionsstruktur), Geschäftsdruck- sachen (9,8 Prozent), Bücher/Kartographie (7,2 Prozent) Kalender/Karten (1,2 Prozent) und Sonstige (13,5 Prozent). Der Branchen- umsatz erreichte rund 20,8 Milliarden Euro und blieb damit seit 2009 bei nur geringen Schwankungen nahezu konstant. Allgemein leidet die Druckindustrie unter starken Kostensteigerungen bei Papier und Transport. Dennoch zeigt sich der vom bvdm berechnete Geschäftsklimaindex mit 98,2 Zählern aktuell im Februar 2019 auf dem Niveau des Vormonats stabil. Gegenüber dem Vorjahresniveau ist er jedoch mit -6,1 Prozent zum dritten Mal in Folge negativ. Dabei schwächt sich die Negativentwick- lung derzeit ab. Auch wird die zukünftige Geschäftslage wieder zuversichtlicher beurteilt. In diesem Zusammenhang ist speziell der Digitaldruck, die Onlineprint-Branche, weiter auf Wachstumskurs. Nach Berech- nungen des bvdm ist sein Anteil am Ge- samtwert der in Deutschland hergestellten Druckerzeugnisse binnen sieben Jahren bis 2017 um über 93 Prozent gestiegen, bei Plakaten um fast 120 Prozent, 95 Prozent bei Büchern und 926 Prozent bei Katalo- gen, Tendenz steigend. Ausgehend vom durchschnittlich angegebenen Prozentwert des online erwirtschafteten Umsatzes der vom bvdm befragten Druckunternehmen ergibt sich 2018 ein auf den Branchen- umsatz überschlagender Wert von 3,6 Milliarden Euro. Dieser Wert erhöht sich auf 5,6 Milliarden Euro, wenn auch der Wiederverkauf externer Druckereileistun- gen aus Webportalen hinzugerechnet wird. Tatsächlich werden die Druckbetrie- be mit dem Onlineprint zu hocheffizien- ten Technologieunternehmen mit hoher IT-Kompetenz und darüber zu komplexen Dienstleistungsunternehmen mit passge- nauen Kundenlösungen. Künstliche Intel- ligenz und Robotik werden sich schon bald auch auf die Print-Produktion massiv auswirken. Die Vernetzung von Workflows und Maschinen zu sich selbst steuernden und autonomen Produktionssystemen von Administration über Print bis Finishing, Stichwort Industrie 4.0, rückt näher. Text: Dr. Andreas Krommer - Quellen: Zentral- verband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA), Bundesverband Druck und Medien (bvdm)

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