Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'19 - Schwarzwald-Baar-Heuberg
5 | 2019 Wirtschaft im Südwesten I IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg REGIO REPORT IHK-Serie zur Existenzgründung (Teil 4/4): Daniel Wegen entwickelt Sprachsteuerung für Krankenhäuser Ein Erfinder lässt aufhorchen IHK-Serie zur Existenzgründung (Teil 4/4) Start-ups sind essenziell für die Entwicklung einer Volkswirtschaft. In ei- ner leistungsfähigen sozialen Marktwirtschaft erfüllen Existenzgründer wichtige Funktionen. Sie schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern füh- ren oftmals auch innovative Produkte und Dienstleistungen am Markt ein und beleben so die soziale Marktwirtschaft. Die IHK unterstützt Existenzgründer auf ihremWeg in die Selbstständigkeit, unter anderem mit dem IHK-Gündernetzwerk (www.ihk-sbh.de/gruendernetzwerk ). In der vierteiligen Serie stellt die IHK regionale Unternehmer vor, die ein gutes Beispiel für erfolgreiche Gründungen darstellen. D aniel Wegen hat schon als Kind zu seinen Eltern gesagt: „Ich möchte Erfinder werden.“ Er sollte Recht behalten. Der 29-Jährige aus VS-Schwenningen ist jetzt auf den Weg, eine kleine Revolution in der Medizinbranche voranzutreiben. Er hat eine Sprach- steuerung entwickelt, die auf das Internet verzichtet, also offline funktioniert. Eine wichtige Anwendungs- möglichkeit sieht Daniel Wegen in Operationssälen weltweit – viele Mediziner haben laut dem jungen Gründer bereits Interesse angemeldet. Den Grundstein für seine Karriere legte der Vater eines einjährigen Sohnes mit einem Studium an der Hoch- schule Furtwangen. Es folgten berufliche Stationen in der Industrie. Das „Gründergen“ spürte Daniel Wegen aber stets in sich. Im September 2016 meldete er ein Gewerbe für Hardware- und Softwareentwicklung an. Mittlerweile hat sich das junge Start-up DW Embed- ded mit dem Firmensitz im Oberzentrum zu einem Spezialisten für Offlinesprachsteuerung gemausert. Unterstützung fand Daniel Wegen bei vielen IHK-Veran- staltungen und bei Marlene Hauser, dort verantwortlich für Existenzgründung und Unternehmensförderung. Sie prüft derzeit, ob es weitere Fördermittel für den jungen Gründer gibt. „Die marktüblichen Sprachsteuerungen wie beispiels- weise Alexa benötigen eine Internetverbindung, um die Befehle zu erkennen und ausführen zu können. Dies schränkt die Technologie auf Anwendungen ein, die nicht kritisch im Sinne der Datensicherung sind oder gar nicht erst dafür in Betracht kommen wie beispiels- weise Anwendungen in Operationssälen“, sagt Daniel Wegen. An der Stelle, wo Alexa & Co. aufhörten, fange es also erst für die Firma DW Embedded mit ihrer Lö- sung an, interessant zu werden. „Aus diesem Grund möchte DW-Embedded die Offline- sprachsteuerung insbesondere für herausfordernde Anwendungen wie im Medizinbereich, aber auch für den breiten Markt bereitstellen“, sagt Daniel Wegen. Seine Vision hat er dabei stets im Blick: „Dass man mit seinen elektrischen Geräten kommunizieren kann wie mit einem anderen Menschen. Auf die natürlichste Art, die wir kennen – nämlich per Sprache.“ JW www.dw-embedded.com Bild: Marc Eich Daniel Wegen entwickelt eine neue Sprachsteu- erung für Krankenhäu- ser, unterstützt von IHK-Gründungsberaterin Marlene Hauser.
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