Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Mai'19 - Hochrhein-Bodensee
5 | 2019 Wirtschaft im Südwesten 27 IHK Hochrhein-Bodensee REGIO REPORT Gute Resonanz bei den Jobdays in Singen Firmen kennenlernen, Kontakte knüpfen 80 Aussteller aus der Region stellten bei den Jobdays in Singen den zahlreichen jungen Besuchern über hundert verschiedene Ausbildungsgänge vor. Die Jobdays fanden Anfang April in der dortigen Stadthalle statt. Die Berufsmesse gibt es seit über vierzig Jahren. Sie ist eine gefragte Anlaufstelle in der Region, um Aus- bildungsplätze jeglicher Art kennenzulernen und erste Kontakte zu knüpfen. Auch Besim Bekteshi (22), seit August Auszubildender bei der Volksbank Konstanz, war vor Beginn seiner Ausbildung selbst als Besucher auf Jobmessen unterwegs. Nun steht er auf der ande- ren Seite. Was er bei den Besuchern erreichen möchte? „Dass sie sich bei uns bewerben“, sagte er. Und Laura Machlheid (17), ebenfalls Auszubildende bei der Volksbank Konstanz, will unter anderem Vorurteile abbauen: „Wir wollen zeigen, dass der Beruf Bankkauffrau nicht langweilig und spießig ist.“ Auch die IHK war mit einem Stand vor Ort, an dem Auszubildende informierten. „Der Austausch findet auf einem nahen und per- sönlichen Level statt“, berichtete Benjamin Koch (22), Auszubil- dender im ersten Lehrjahr bei der IHK. „Die jungen Schüler, die gezielt zu uns an den Stand kommen, sind teilweise sehr direkt mit ihren Fragen. Sie wollen unter anderem wissen, was wir verdienen und wie unsere Arbeitszeiten sind. So direkt würde ich einen Geschäfts- führer wahrscheinlich nicht fragen.“ Elena Blum (23), ebenfalls im ersten Lehrjahr bei der IHK, sagte: „Die Mes- se macht einfach Spaß, wir können über die Ausbildung informieren. Und das ist das, was wir wollen.“ Neben den Messeständen gab es zusätzliche Angebote für die Besucher. Kostenfrei und in digitaler Form konnten sie zum Beispiel professionelle Be- werbungsfotos von sich machen lassen. Im Raum nebenan konnte man sich dafür schminken lassen. Die Ausbildungsplatzbörse am Freitag rundete die zweitägige Veranstaltung ab. sho „Go.for.europe“ – Auslandspraktika für Azubis Frische dein Talentinventar in Europa auf I n Baden-Württemberg ist das Projekt „Go.for.europe“ sowohl für Auszubildende als auch für Ausbildungsbetriebe die erste Anlaufstelle zum Thema Auslandspraktika während der Ausbil- dung. Die Servicestelle, die es seit 2008 in Baden-Württemberg gibt und die ihren Sitz bei der IHK Hochrhein-Bodensee in Konstanz hat, hat bis dato über 3.000 Auszubildende ins eu- ropäische Ausland entsendet. Bis Anfang dieses Monats befinden sich 25 kaufmännische Auszubildende für ein Auslandspraktikum in Plymouth und Dublin. „Für die Auszubildenden ist diese Erfahrung eine ganz besondere, denn jeder von ihnen hat seine eigene Komfortzone verlassen und ist mutig, einmal einen Blick über den Tellerrand zu wagen“, sagt Projektleiterin Verena König von der IHK Hoch- rhein-Bodensee. Sie kümmert sich um das Projektmanagement und steht den Auszubildenden zur Seite. „Für vier Wochen Erfahrungen im Ausland zu sammeln, macht einen nicht nur mental stärker, sondern bereichert den persönlichen Horizont ungemein“, erzählt Max voller Stolz. Er ist angehender Industriekaufmann und war im Rahmen seiner Ausbildung in Málaga. Auch die entsendenden Betriebe sehen die Möglichkeit eines Auslandspraktikums zunehmend als Win- win-Situation an. Viele Personal- und Ausbildungsverantwortliche bestätigen, dass sich die eigenen Auszubildenden dadurch per- sönlich weiterentwickeln und sich ihre gemachten Erfahrungen positiv auf das Arbeiten im Ausbildungsbetrieb auswirken. „Von der Auffrischung des persönlichen Talentinventars profitieren somit einerseits die jungen Leute, andererseits auch die Unternehmen, indem sie motivierte und weltoffene Fachkräfte für sich gewinnen können“, erklärt Verena König, die mit vielen Betrieben aus Baden- Württemberg zusammenarbeitet. Zurzeit laufen die Ausschreibungen für Budapest und Málaga im Herbst 2019. Der Zeitraum für beide Entsendungen ist vom 29. September bis 26. Oktober. In der ersten Woche findet ein Intensivsprachkurs statt, die darauffolgenden drei Wochen arbeiten die Auszubildenden in einem Betrieb mit. „Go.for.europe“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der baden-württem- bergischen Wirtschaft. Das Projekt wird unterstützt vom Landeswirt- schaftsministerium und dem Europäischen Sozialfond. VK Verena König, 07531 2860-157, verena.koenig@konstanz.ihk.de, www.goforeurope.de Die 15 Auszubildenden und Projektleiterin Verena König (links) vor ihrer Abreise nach Plymouth. Interessierte Besucher informieren sich am Stand der IHK über Ausbildungsplätze.
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