Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe April'19 - Hochrhein-Bodensee
4 | 2019 Wirtschaft im Südwesten 19 Zusammenarbeit von Endress + Hauser Maulburg mit der Freien Evangelischen Schule Lörrach Bildungspartnerschaft für die frühe Berufsorientierung N ach dem Schulabschluss eröffnen sich für junge Menschen viele Chancen, und manchmal fällt die Wahl für eine passende Ausbildung schwer. Nach Jahren der Zusammenarbeit unterzeich- neten Vertreter der Endress + Hauser SE + Co. KG in Maulburg und den Gymnasien der Freien Evangelischen Schule Lörrach (FES) eine offizielle Vereinbarung über die Zusammenarbeit in Sachen Berufsorientierung für Schüler. Das Maulburger Unternehmen ist ein international tätiger Anbieter von Messgeräten, Dienstleistungen und Lösungen für die industrielle Verfahrenstechnik und bildet in vielen unterschiedlichen Berufen und Studiengängen aus. Somit ist Endress + Hauser ein interessanter Partner für die Gymnasien der FES. Bei Firmenbesuchen und praktischen Workshops machen sich die jungen Menschen ein Bild von unterschiedlichen Ausbildungsinhal- ten und können in einem Praktikum erste berufliche Erfahrungen sammeln. Jens Kröger, Abteilungsleiter Personalentwicklung, freut sich auf die engere Zusammenarbeit. „Wir möchten technische Inhalte erlebbar gestalten und die Neugier der Schülerinnen und Schüler für naturwissenschaftliche Themen schon früh wecken“, sagte er bei der Feierstunde anlässlich der Unterzeichnung. Die Partnerschaft sei für beide Seiten sinnvoll: „Wir helfen den Schul- abgängern beim unbeschwerten Übergang in das Berufsleben und sichern gleichzeitig unseren Fachkräftenachwuchs“, betonte Kröger. Der Direktor der FES, Wolfgang Zschämisch, brachte in seinen Ausführungen ebenfalls die Freude über die Zusammenarbeit zum Ausdruck und betonte, dass die Berufsorientierung an seiner Schule einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. Ihm ist es wichtig, dass sich auch die Lehrer mit der vielfältigen Berufswelt auseinandersetzen und sich über die Möglichkeiten, die ihren Schülern offenstehen, informieren. Evelyn Pfändler, Vertreterin der IHK Hochrhein-Bodensee, begrüßte die enge Zusammenarbeit von Schule und Unternehmen und wies auf die vielfältigen Möglichkeiten einer Bildungspartnerschaft und deren Nutzen für beide Seiten hin. Nach der Unterzeichnung der Ko- operationsvereinbarung gratulierte Pfändler den Bildungspartnern, würdigte ihr Engagement in der Berufsorientierung und überreichte im Namen der IHK eine Urkunde. „Die Partnerschaft muss von beiden Seiten gelebt werden, nur dann entsteht auch eine wirkliche Win-win-Situation“, sagte Pfändler. EP Vertreter der Freien Evangelischen Schule Lörrach, der Firma Endress + Hauser in Maulburg sowie der IHK. Foto: Lydia Wollmann, Endress + Hauser Finanzierungsberatung von IHK und L-Bank Jetzt auch per Video I m vergangenen Jahr förderte die L-Bank über 600 Unternehmen aller Branchen im Bezirk der IHK Hochrhein-Bodensee. Das aus- gereichte Darlehensvolumen liegt bei 185,7 Millionen Euro, wie die Förderbank des Landes mitteilte. Insgesamt seien Investitionen in Höhe von 296,8 Millionen Euro angeregt worden, wodurch mehr als 50 neue Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. Unter den geförderten Unternehmen sind 193 Existenzgründer. Sie erhielten Darlehen in Höhe von knapp 45,2 Millionen Euro. An 413 etablierte mittelständische Unternehmen wurden Fördermittel in Höhe von 140,5 Millionen Euro ausgereicht. Bei den Finanzierungssprechtagen, die die IHK Hochrhein-Bodensee gemeinsam mit der L-Bank und der Bürgschaftsbank Baden-Würt- temberg anbietet, können Start-ups oder Unternehmer ihr Projekt vorstellen, Business- und Finanzierungspläne besprechen und sich über Fördermittel informieren. Im vergangenen Jahr wurden so in den Kammern Baden-Württembergs mehr als 320 Vor-Ort-Beratun- gen durchgeführt. In persönlichen Beratungsgesprächen erhalten die Interessenten bei den Finanzierungssprechtagen Antworten zu Fragen rund um Neugründung, Unternehmensnachfolge, Wachstum oder Krisenbewältigung. Denn dabei stehen Unternehmer immer wieder vor neuen Finanzierungsfragen. Ist mein geplantes Start- up finanzierungsfähig? Wie kann fehlendes Eigenkapital ersetzt werden? Lässt sich das vorgesehene Wachstum finanzieren? Wie kann ich die aktuelle Liquiditätslücke schließen? Bislang gab es das Beratungsangebot nur zu festgelegten Terminen und persönlich. Für alle, die bereits gut vorbereitet sind und mög- lichst schnell weiterführende Finanzierungsinformationen bekom- men möchten, hat die IHK ihr Angebot erweitert. Die Beratung kann ab sofort zusätzlich als digitaler Service erfolgen. Per Videokonfe- renz werden in der Kammer die Experten der Bürgschaftsbank und L-Bank zugeschaltet. So lassen sich Fragen zur Existenzgründung, Selbstständigkeit und Unternehmensfinanzierung umgehend be- antworten. Die IHK kommt mit dem erweiterten Serviceangebot den sich wandeln- den Kundenbedürfnissen entgegen. Mit dem digitalen Beratungsan- gebot, das als Ergänzung der bewährten Präsenztermine in Anspruch genommen werden kann, wird die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht, und so wird das gemeinsame Angebot noch kundennäher. va Termine und Anmeldung bei Alexander Vatovac, Tel. 07531 2860-135, alexander.vatovac@konstanz.ihk.de . Termine der traditionellen Finanzierungssprechtage finden sich unter: www.lbank.de/finanzierungssprechtage.
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