Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'19 - Südlicher Oberrhein
3 | 2019 Wirtschaft im Südwesten 27 Praktisches und Rechtliches Die Rechnung wird digital D ie Digitalisierung hält seit Jahren in sämtlichen Unternehmensbereichen Einzug. Auch die Pro- zesse in der Rechnungsabwicklung werden bei den Unternehmen zunehmend digitalisiert – angefan- gen von der Erstellung der Rechnung über deren Ver- sand und Empfang bis hin zur Bearbeitung, Buchung und Archivierung. Dies bedeutet für die Unternehmen oftmals spürbare Effizienzsteigerungen und Kosten- einsparungen im Vergleich zu einer rein papier- oder beleghaften Rechnungsabwicklung. Mehr als die Hälfte der Unternehmen bevorzugt inzwischen bereits den Erhalt elektronischer Rechnungen, wie eine Studie des Instituts IBI Research der Universität Regensburg zeigt. Aktuell gewinnt das Thema noch einmal deutlich an Fahrt, denn viele öffentliche Auftraggeber werden spätestens ab 2020 verpflichtend elektronische Rech- nungen in strukturierter Form von ihren Lieferanten verlangen (müssen). Die konkrete Ausgestaltung dieser „E-Rechnungs-Pflicht“ kann sich dabei auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene unterscheiden, sie wird aber viele Unternehmen der gewerblichen Wirt- schaft betreffen. Die Effizienzpotenziale der Elektronischen Rechnungs- bearbeitung sind dabei hoch. Dies gilt einerseits beim Versand von Rechnungen, bei dem sich beispielsweise Material- und Prozesskosten einsparen lassen, aber auch, weil aufgrund des schnelleren Versands der Zahlungseingang eher zu erwarten ist. Andererseits lassen sich vor allem beim Rechnungsempfang viele Prozesse automatisieren; die Einsparpotenziale sind ungleich höher. Eine Studie des Schweizer E-Rech- nungsspezialisten Billentis beziffert die möglichen Einsparungen im Vergleich analoger Bearbeitung auf rund 60 Prozent. Bei der Gestaltung der Prozesse gibt es allerdings einige Herausforderungen. Diese liegen einerseits in den Anpassungen der Prozesse und der technischen Systeme begründet. Die Integration in die bestehende IT-Landschaft wird in der IBI-Studie etwa als größtes Problem bei der Einführung der digitalen Bearbeitung von Rechnungen gesehen. Etwa vier von zehn Unter- nehmen geben beispielsweise an, elektronische Rech- nungen zunächst auszudrucken und papierhaft weiter- zubearbeiten. Gerade kleinere Unternehmen erfassen die Daten – die ja bereits digital vorlagen – manuell in ihren Systemen: ein hoher zeitlicher Aufwand und darüber hinaus fehleranfällig. Auch auf der rechtlichen Seite gibt es für Unternehmen einiges zu beachten, unter anderem Vorschriften des Fiskus zur Archivierung oder zur Prozessdokumentati- on. Hier sollten Unternehmen von Anfang an rechtlich einwandfrei agieren, um nicht bei einer Betriebsprü- fung böse überrascht zu werden. Wie sie in ihrem Unternehmen auf elektronische Rech- nungen setzen können und was es dabei zu beachten gilt, erfahren Interessierte am 4. April (14 bis 16.30 Uhr) in der kostenfreien Veranstaltung „Einstieg in elek- tronische Rechnungsabwicklung“ in Freiburg. Experten berichten von praktischen Umsetzungsbeispielen und stehen für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung richtet sich besonders an kleine und mittlere Unter- nehmen aller Branchen. mc Die Rechnung wird digital – was zu beachten ist und wie Unternehmen ihre Prozesse verbessern können. Vier von zehn Firmen drucken E-Rechnungen zunächst aus Arnold Schweinfurt Tel. 0761 3858-254 arnold.schweinfurt@ freiburg.ihk.de Bild: Erwin Wodicka - Fotolia Sachverständiger Ablauf der öffentlichen Bestellung D ie öffentliche Bestellung von Herrn Karl-Heinz Gischler (Unter den Eichen 1 g, 77736 Zell am Harmersbach), Sachgebiet „Zerstörungsfreie Prü- fung von Stahlwerkstoffen“, ist am 15. Februar 2019 erloschen. Die Urkunde, der Ausweis und das Siegel werden hiermit für ungültig erklärt.
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