Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'19 - Schwarzwald-Baar-Heuberg
3 | 2019 Wirtschaft im Südwesten 19 Das gute Vernetzen könnten Unternehmen hierzulande von den Hightech-Firmen im Silicon Valley lernen, sagte IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos-Boyd in ihrer Grußrede. Diesem Appell folgten die fast 2.000 Gäste des Neujahrstreffs vor und nach dem offiziellen Programm bei Häppchen und Getränken. Eindrücke dieser Begegnungen zeigen wir auf dieser und der folgenden Seite. obwohl er fast doppelt so lang wie die angekündigten 30 Minuten dauert. Das liegt auch daran, dass Pferdt seine Zuhörer aktiv sein lässt. Sie dürfen schreiben, zeichnen und am Ende sogar einen selbst gefalteten Papierflieger starten lassen. Alles dient zur Unterstützung von Pferdts Thesen: Die Zukunft kommt schneller auf uns zu, als wir uns vorstellen können – das zeigen die exponentiellen Trends der jüngsten Vergangenheit. Statt immer evo- lutionsgeprägt auf Fehler zu schauen, sollten wir uns auf das Positive konzentrieren, die Chancen erkennen. Das können wir von Kindern lernen, sagt der dreifache Vater. Die haben eine unglaubliche Vorstellungskraft, sind kreativ und stellen viele Fragen. Pferdt ermutigt seine Zuhörer, „Was wäre, wenn“-Fragen zu stellen und so die Zukunft zu denken. Er plädiert für mehr Zutrauen in die eigene Kreativität, für Offenheit, Transparenz und eine „gesunde Missachtung des Un- möglichen“. Wenige Buchstaben können dabei seiner Meinung nach einen großen Unterschied machen, „Ja, und“ statt „Ja, aber“. Neuen Ideen sollten wir nicht ablehnend begegnen und im Keim ersticken, sondern sie bekräftigen. Und zwar unabhängig davon, ob sie funktionieren. „Die Antwort muss sein: Fantastisch, was hast Du gelernt“, erklärt Pferdt. Das habe viel mit Empathie zu tun: Teams seien nur dann beson- ders kreativ, wenn die Mitarbeiter sich psychologisch sicher fühlten. „Ein empathisches Mindset hilft, Zu- kunftsvisionen zu entwickeln, Zukunft gemeinsam zu gestalten, die Unsicherheit der Zukunft gemeinsam zu navigieren“, betont der Vordenker und fasst seine Botschaft zusammen: „Große Fragen stellen, offen, transparent und empathisch sein, Mut haben und Spaß.“ kat G A B Y H A U P T M A N N „ Liebes- erklärung Schwarzwald-Baar-Heuberg Die Schriftstellerin Gaby Hauptmann („Suche impo- tenten Mann fürs Leben“ und 40 weitere Bücher) stammt aus Trossingen, lebt am Bodensee und ist mit IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos-Boyd befreundet. Ihre „Liebeserklärung an die Region“ hörten die Gäste des Neujahrstreffs nicht nur – sie nahmen sie auch als Büchlein mit nach Hause. Das IHK-Präsidium mit den Gästen des Neujahrstreffs (von links): Achim Scheerer, Harald Marquardt, Thomas Albiez, Frederik G. Pferdt, Birgit Hakenjos-Boyd, Gaby Hauptmann, Bettina Schuler- Kargoll, Steffen P. Würth und Thomas Butsch Alle Bilder: Marc Eich
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5