Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'19 - Hochrhein-Bodensee
3 | 2019 Wirtschaft im Südwesten 27 Gemeinsame Mediationsstelle zur Überwindung deutsch-französischer Konflikte Kooperationsvereinbarung unterzeichnet D ie Industrie- und Handelskammern Hochrhein- Bodensee, Karlsruhe, Südlicher Oberrhein und das Pendant auf französischer Seite, die CCI Alsace Eurométropole im Elsass, haben Anfang des Jahres ei- nen Kooperationsvertrag zur Mediation von grenzüber- schreitenden Konflikten geschlossen (siehe Seite 49). Ziel dieser Kooperationsvereinbarung ist es, Unter- nehmen, die grenzüberschreitend im deutsch-franzö- sischen Raum tätig sind, die Mediation als Instrument zur außergerichtlichen Streitbeilegung anzubieten. Seit 2014 gibt es bereits eine Kooperation zwischen den drei IHKs im Regierungsbezirk, den IHKs Hochrhein- Bodensee, Schwarzwald-Baar-Heuberg und Südlicher Oberrhein. Nun besteht diese Möglichkeit auch auf binationaler Ebene. Die Mediationsstelle Elsass ist vor allem dann ein wichtiger Vermittler, wenn die beiden betroffenen Un- ternehmen ihre Geschäftsbeziehungen weiter aufrecht- erhalten wollen. Sie kann helfen, sowohl sprachliche, als auch kulturelle Schwierigkeiten aufzudecken und zu beheben. Die Mediation gibt die Möglichkeit, die vertragliche Beziehung fortzuentwickeln und Konflikte dort zu verhindern, wo der Vertrag nur eine festgelegte Situation regelt, obwohl das Umfeld sich weiterent- wickelt. Thomas Conrady, Präsident der IHK Hochrhein-Boden- see, schätzt die neu gewonnene Kooperation: „Unter- nehmen auf beiden Seiten haben nun die Möglichkeit, Streitigkeiten auch außerhalb eines Gerichts zu klären. Ganz nach dem Vorbild des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags bemühen sich die Wirtschafts- kammern beidseits des Rheins, die grenzüberschrei- tende Arbeit zu vereinfachen.“ AI Barbara Schlaberg Tel. 07531 2860-136 Barbara.Schlaberg@konstanz.ihk.de Guido Glania, Hauptgeschäftsführer der IHK Karlsruhe, Thomas Conrady, Präsident der IHK Hochrhein-Boden- see, Wolfgang Grenke, Präsident der IHK Karlsruhe, Jean-Luc Heimburger, Präsident der CCI Alsace Euro- métropole, sowie Pascal Pfeiffer, Generaldirektor der CCI Alsace Euro- métropole (von links) schlossen den Kooperationsvertrag zur deutsch- französischen Mediation. Erstmalig Jugend- und Auszubildendenvertretung in der IHK gewählt Das Sprachrohr der Jungen I n der IHK gibt es jetzt eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV). An- fang des Jahres wurde die Auszubildende Olivia Späth für rund zweieinhalb Jahre in dieses Ehrenamt gewählt und Elena Blum zu ihrer Stellvertreterin. So lange vertre- ten die künftigen Kauffrauen für Büroma- nagement die Belange der derzeit sechs Auszubildenden der IHK. Ihre Aufgaben umfassen alle sozialen, personellen und wirtschaftlichen Angelegenheiten, die Mitarbeiter unter 18 Jahren beziehungs- weise Auszubildende in der Kammer di- rekt oder indirekt betreffen. Sie nehmen unter anderem Anregungen und Proble- me entgegen und geben beides weiter. Außerdem kontrollieren sie, ob geltende Gesetze, Verträge und Maßnahmen zur In- tegration von Jugendlichen und Auszubil- denden ausländischer Herkunft angewendet werden. Dafür ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Perso- nalrat wichtig. „Ich freue mich sehr, das Ehrenamt der JAV übernehmen zu dürfen und werde mein Bestes geben, meine Kolleginnen und Kollegen angemessen zu unterstützen“, sagte Olivia Späth. doe Elena Blum (links) und Olivia Späth vertreten die Belange der Auszubildenden der IHK.
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