Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe März'19 - Hochrhein-Bodensee
ANZEIGE In allen Größen. Hallen mit System. www.renz-container.com schwächer. Eine Steigerung verzeichnen mehr als die Hälfte der Unternehmen (51 Prozent), bei 32 Prozent ist der Umsatz im Ver- gleich aber gefallen. Erfreulich zeigt sich die Ertragslage der meisten Dienstleistungsunternehmen. 48 Prozent beurteilen diese derzeit als gut, und weitere 48 Prozent sind mit dem Ertrag zufrieden. Etwas anders sieht die Lage im Handel aus. Hier ist die Stimmung zurückhaltender, aber im Vergleich zum Vorjahr leicht positiver. So sprechen 54 Prozent der antwortenden Händler von einer be- friedigenden und 37 Prozent von einer guten Lage. Die Anzahl der Händler, deren Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal gefallen sind, hat sich auf 33 Prozent verringert. Die Ertragslage zeigt sich bei mehr als zwei Drittel der Händler zufriedenstellend. Erwartungen für die kommenden zwölf Monate Auch in den nächsten Monaten wird die positive Geschäftsentwick- lung nach Einschätzung der befragten Unternehmen im Kammer- bezirk weitergehen, wenngleich sich das konjunkturelle Wachstum weiter abschwächen dürfte. So hat sich die Zahl der Unternehmen, die mit verbesserten Geschäften in den kommenden Monaten rech- nen, seit der Herbstbefragung von 26 auf 15 Prozent verringert. Gleichzeitig ist der Anteil der Unternehmen, die von einer gleich- bleibenden Entwicklung wie in den vergangenen Monaten ausgehen, von 68 auf 75 Prozent angestiegen. Insbesondere bei den Produktionsbetrieben ist die rückläufige Er- wartung bezüglich der Geschäftsentwicklung spürbar. Die Anzahl der Produktionsbetriebe, die eine Verbesserung der Geschäfte in den kommenden zwölf Monaten erwarten, hat sich von 43 Prozent im Herbst auf aktuell 22 Prozent halbiert. Demgegenüber hat sich der Anteil der Produktionsbetriebe, die von einem gleichbleiben- den Geschäftsverlauf ausgehen, von 51 auf 73 Prozent erhöht. Die Exporterwartungen gehen leicht zurück; die meisten Betriebe, 46 Prozent, rechnen mit gleichbleibenden Exporten. Die Erwartungen gegenüber Großbritannien sind aufgrund des bevorstehenden wohl „harten“ Brexits auch zu Jahresbeginn weiter rückläufig. In der Dienstleistungsbranche geht der Großteil der Unternehmen von konstanten Geschäften aus (rund 70 Prozent). Gegenüber der Herbstbefragung hat sich die Zahl der Unternehmen, die für die kommenden Monate von einer Verschlechterung der Geschäfte ausgehen allerdings von 4 Prozent auf 13 Prozent erhöht. Eine Ver- besserung der Geschäftsentwicklung prognostizieren aktuell rund 17 Prozent (Herbst: 23 Prozent) der Dienstleister. Bei den Handelsbetrieben rechnen drei Viertel damit, dass die Ge- schäfte gleichbleibend verlaufen werden. Zugenommen haben ge- genüber der Befragung im Herbst die Betriebe, die in den nächsten zwölf Monaten verbesserte Geschäftsverläufe erwarten. Ihr Anteil ist von fünf auf neun Prozent gestiegen. Investitionsabsichten und Risiken Die Zahl der Betriebe, die im Inland in den kommenden zwölf Mo- naten Investitionen planen, bleibt konstant. So rechnen 38 Prozent aller Unternehmen mit steigenden Investitionen. Rund 46 Prozent sehen gleichbleibende Investitionen und rund vier Prozent planen für diesen Zeitraum keine Investitionen. Verwendet werden die Mittel dabei in erster Linie zur Beschaffung von Ersatzbedarfen und die Umsetzung von Innovationen. Der Anteil der Betriebe, die Kapazitätserweiterungen planen, hat sich im Vergleich zum Vorjah- reszeitraum von 39 Prozent auf 26 Prozent reduziert. Knapp ein Viertel der Unternehmen in der Region möchte die Be- schäftigtenzahl vor Ort in den kommenden zwölf Monaten erhö- hen. Rund zwei Drittel beabsichtigen, die Mitarbeiterzahl in diesem Zeitraum konstant zu halten, und nur rund zehn Prozent sehen die Beschäftigtenzahl vor Ort im eigenen Unternehmen tendenziell fallen. Damit ist der Fachkräftebedarf auch zu Beginn des Jahres 2019 ein Thema, das viele Betriebe umtreibt. Der Engpass an be- stimmten Fachkräften ist entsprechend das von den Unternehmen in der Region mit großem Abstand am häufigsten genannte Risiko (75 Prozent) für die eigene wirtschaftliche Entwicklung. Darüber hinaus sehen die Händler Risiken insbesondere in der Wirtschafts- politik (40 Prozent) und den steigenden Arbeitskosten (39 Prozent). Bei den Unternehmen aus dem Bereich der Dienstleistung stellen neben den benötigten Fachkräften (82 Prozent) die Inlandsnachfrage (43 Prozent) sowie ebenfalls die Arbeitskosten (43 Prozent) häufig genannte Risiken dar. Für die Industriebetriebe ist die Sorge um die Absatzmärkte gestiegen. So sind die Auslandsnachfrage (40 Prozent) sowie die Inlandsnachfrage (39 Prozent) nach dem Arbeitskräftebe- darf (74 Prozent) die meist genannten Risiken. AG Ausführliche Dokumentation unter www.konstanz.ihk.de
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