Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'18 - Südlicher Oberrhein

Anzeigenkompendium Prüfer Medienmarketing für die Region Südbaden 64 Anzeigenspecial NOVEMBER 2018 Fortsetzung von S. 61 Prozent durch den Dienstleistungssektor Die Bruttowertschöpfung (BWS) ist der Gesamtwert der erzeugten Waren und Dienstleistun- gen abzüglich dem Wert der Vorleistungen. In anderen Regionen dominieren strukturell klar die Dienstleistungsbereiche. Auf der gesamten Landesebene sind das 60,3 Prozent BWS-Anteil gegen- über dem Produzierenden Gewerbe mit 39,3 Prozent (Bezugsjahr 2016). Der Rest von regional 0,42 Prozent und landesweit 0,37 Prozent der Bruttowertschöpfung geht auf den Bereich Land- und Forstwirtschaft und Fischerei zurück. Innerhalb der Region zeigt sich eine mehr oder weniger ausge- glichene Verteilung beim Produzierenden Gewerbe. 2016 wurden 30,3 Prozent von dessen regionaler Bruttowertschöpfung im Landkreis Rottweil generiert, 32,4 Prozent im Schwarzwald-Baar- Kreis und 37,2 Prozent im Landkreis Tuttlingen. Dagegen hat der Dienstleistungssektor seinen signifikanten Schwerpunkt mit 46,3 Prozent der von ihm generierten regionalen Bruttowertschöpfung im Schwarzwald-Baar-Kreis, gefolgt von den Landkreisen Rottweil mit 27,4 Prozent und Tuttlingen mit 26,2 Prozent Anteil. Die Wirtschaftsstruktur zeigt sich ebenso in der sektoralen Ge- wichtung des Arbeitsmarktes. Von allen nach Mikrozensus (MZ) erfassten rund 252.000 Erwerbstätigen in der Region Schwarz- wald-Baar-Heuberg im Jahr 2017 waren 119.200 beziehungsweise 47,3 Prozent im Produzierenden Gewerbe und 130.030 bezie- hungsweise 51,6 Prozent im Dienstleistungssektor tätig. Das sind hier etwas mehr Erwerbstätige in den Dienstleistungsbereichen, jedoch schlagen die landesweit vergleichbaren Werte mit 34,7 Prozent und 64,3 Prozent wesentlich deutlicher aus. Von den 206.180 sozialversicherungspflichtig Beschäftigen als Teil aller Erwerbstätigen verteilten sich Mitte 2017 dagegen 106.440 und damit die Mehrheit von 51,6 Prozent auf das Produzierende Ge- werbe und 99.250 beziehungsweise 48,1 Prozent auf die Dienst- leistungsbereiche. Die regionale Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag zuletzt im Jahresdurchschnitt 2017 mit regional 2,8 Prozent deutlich unter der Landesquote von 3,5 Prozent. Verarbeitendes Gewerbe: Innovative Schlüsselindustrien Indem die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg weit mehr als im Landesdurch- schnitt auf das Produzierende Gewerbes zurückgeht, rückt das Verarbeitende Gewerbe einschließlich der regionalen Industrie in den Mittelpunkt. Es trägt nach den jüngst veröffentlichten Daten für das Bezugsjahr 2016 mit 8,03 Milliarden Euro zu 87,3 Prozent der Bruttowertschöpfung des gesamten Produzierenden Gewerbes der Region von 9,2 Milliarden Euro bei (in ganz Baden- weiter S. 66

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