Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'18 - Südlicher Oberrhein
Wirtschaft im Südwesten 11 | 2018 40 Unternehmen VILLINGEN-SCHWENNINGEN. Die Rieger GmbH hat kräftig investiert: Für 3,5 Millionen Euro hat der Automobilzulieferer aus Schwenningen eine neue Servopresse (Bild) angeschafft. Sie misst sechs mal drei Meter, ist acht Meter hoch und wiegt 160 Tonnen. Es musste eine Pressengrube mit Fundament gebaut und bei ihrer Lieferung die Gebäudefassade geöffnet werden. Die neue Maschi- ne hat eine Presskraft von bis zu 800 Tonnen und ist die neueste Technologie auf dem Sektor. Sie kann verschiedene Geschwindig- keiten fahren und mit Transfertechnologie Bauteile stanzen, de- ren Geometrie nicht im Folgeverbund herstellbar sind. So können anspruchsvollere Teile hergestellt werden. Mit der Investition will Rieger seine Kapazitäten erweitern und neue Kunden gewinnen. Das Unternehmen fertigt Stanz- und Umformteile aus Stahl und anderen Metallen, Kunststoffspritz- sowie kom- binierte Metall-Kunststoffteile (Insert- und Outsertteile). Pro- dukte von Rieger stecken in den neuesten Modellen vieler namhafter Automobilhersteller wie Audi, BMW, Mercedes und Volkswagen. Das 1921 gegrün- dete Unternehmen beschäftigt knapp 100 Mitarbeiter, verfügt über 18.000 Quadratmeter Pro- duktionsfläche in Schwennin- gen und hat vergangenes Jahr 22,5 Millionen Euro umgesetzt. Für 2018 plant Geschäftsfüh- rer Veit Schuler, der den Fa- milienbetrieb in vierter Gene- ration leitet, einen Umsatz von 22,8 Millionen Euro. Weiteres Wachstum erwartet er aufgrund der neuen Servopresse. ine KURZ NOTIERT Zwei der drei Preisträger des diesjährigen Cyber One Hightech Awards Baden-Württemberg kommen aus der Region: Die Opto Biolabs GbR aus Freiburg war in der Kategorie Life Sci- ence & Health Care erfolgreich. Sie wurde für ihre Technik zur Kommunikation innerhalb bio- logischer Zellen durch Lichtsignale ausgezeich- net. Der Preis im Bereich Medien- und Krea- tivwirtschaft ging an die „ wirsindhandwerk gmbh “ aus Konstanz, die für ihre gleichnamige Internetplattform für die Empfehlung von Hand- werkern ausgezeichnet wurde. In der Kategorie Industrielle Technologien war die Adlatus Ro- botics GmbH aus Ulm mit ihrem Reinigungs- roboter erfolgreich. Die Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Überreicht hat sie auf dem Hightech Summit Ende September in Rottweil Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Die German Translation Network AG (Getranet) wächst: Das Freiburger Unternehmen hat im September die RKT Übersetzungs- und Dokumentations-GmbH aus Schramberg-Sul- gen übernommen. Damit vereint Getranet nun 13 Full-Service-Übersetzungsagenturen und un- terhält neben der Freiburger Zentrale Büros in München, Saarbrücken, Heidelberg und Schram- berg. Die Zahl der festen Mitarbeiter ist mit der Übernahme von RKT um 20 auf 50 gestiegen. Laut VorstandWalter Ruesch ist für 2019 ein Um- satz von sechs Millionen Euro geplant. Die Freiburger Genossenschaft Bauverein Breisgau hat die Energiezentrale in ihrem Neubauprojekt Uni-Carré in Freiburg in Betrieb genommen. Sie besteht aus einem Blockheiz- kraftwerk mit 50 Kilowatt elektrischer und 100 Kilowatt thermischer Leistung, einer Photovol- taikanlage mit 40 Kilowatt-Peak sowie einem Spitzenlast-Brennwertkessel mit 278 Kilowatt Leistung und deckt 70 Prozent des Heizwär- mebedarfs des Uni-Carrés ab. Die Bewohner werden über ein Mieterstrommodell versorgt. In Heizzentrale und Mieterstromversorgung wur- den über eine halbe Million Euro investiert. Der Betreiber ist die EVB Energieversorgungs- gesellschaft Bauverein Breisgau mbH , ei- ne Tochter des Bauvereins und der Badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG . Das Uni-Carré entsteht in der Nähe des Universitätsklinikums, umfasst zehn Häuser mit 141 Mietwohnungen sowie drei Gewerbeeinheiten und hat ein Inves- titionsvolumen von insgesamt rund 36 Millionen Euro. Im Mai 2019 soll es fertiggestellt sein. Rieger investiert 3,5 Millionen Euro in Maschinenpark Neue Servopresse Club Neko im Freiburger Bahnhofsturm eröffnet Für eine Million umgebaut FREIBURG. Die drei Gastronomen Valentin Rogg, Pino Raia und Didi Broscheit haben Mitte Oktober in der 17. und 18. Etage des Freiburger Bahnhofsturms das Neko, eine Mischung aus Bar und Club, eröffnet. Zusammen mit dem Eigentümer, der Hannover Lea- sing Investment GmbH, haben sie rund eine Million Euro in den Umbau der Räume investiert. Dort war bis im Februar 18 Jahre lang das Kagan untergebracht. Das Neko ist hochpreisig und will laut den Betreibern ein gemischtes Publikum ansprechen. An den Wochenenden spielen Bands, und DJs legen auf. Rund 25 Mitarbeiter inklusive Aushilfen sind beschäftigt. Die drei Betreiber sind in der Freiburger Gastroszene keine Unbekannten: Valentin Rogg und Didi Broscheit gehören zur Bellini-Gruppe, die verschiedene Lokalitäten in Freiburg unterhält, und Pino Raia betreibt in der Stadt das Karma sowie das Coucou. mae
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