Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November'18 - Südlicher Oberrhein
11 | 2018 Wirtschaft im Südwesten 23 IHK Südlicher Oberrhein REGIO REPORT Gemeinschaftsstand der IHK für Mitgliedsunternehmen auf der Bildungsmesse in Colmar Französische Fachkräfte finden D er Fachkräftemangel treibt die Unternehmen in der Region um, während auf der anderen Rhein- seite im Elsass die Arbeitslosigkeit, vor allem die Ju- gendarbeitslosigkeit, immer noch hoch ist. Deshalb präsentiert sich die IHK Südlicher Oberrhein Anfang kommenden Jahres wieder auf der Regionalmesse für Bildung und Beschäftigung in Colmar, dem „Salon Régional Formation Emploi“. Am 25. und 26. Januar können dort Unternehmen aus dem Kammerbezirk an einem Gemeinschaftsstand um französische Azu- bis und Fachkräfte werben. Der IHK-Stand in Colmar bietet Platz für individuell gestaltete Flächen. Für neun Quadratmeter Standfläche an zwei Messetagen zahlen IHK-Mitglieder 250 Euro. Die Organisation übernimmt die IHK. Die Chancen, in Colmar Azubis oder Fachkräf- te zu finden, stehen gut: Mehr als 19.000 Interessierte besuchten die Messe bei der jüngsten Ausgabe Anfang dieses Jahres. wis Informationen und Anmeldung bei Frédéric Carrière, Tel. 07821 2703-650, frederic.carriere@freiburg.ihk.de oder Laura König, Tel. 07821 2703-631, laura.koenig@freiburg.ihk.de. SALON FORMATION EMPLOI ALSACE 25. und 26. JANUAR 2019 PARC EXPO COLMAR 9H - 18H w .sfe-alsace.com A L L E M A N D P Ô L E F R A N C O #SFEAlsace SCHÜLER / STUDIERENDE / ARBEITNEHMER / ARBEITSSUCHENDE I I . . PAR EXP C L R - 1 .sfe-alsace.co A L L E A N D P Ô L E F R A N C O #SFE lsace SCHÜLER / STUDIERENDE / ARBEITNEH ER / ARBEIT SUCHENDE und J P C O O A 9 8 sf - s c c M P E F A s c L / T I / IT M / IT Hypovereinsbank-Analyse zu Digitalisierung Mittelstand investiert wenig N ur jeder fünfte Mittelständler im Wirtschaftsraum Freiburg hat 2016 in die Digitalisierung investiert. Vor allem im produ- zierenden und verarbeitenden Gewerbe, dem Gesundheitswesen und der Logistik nutzen viele Unternehmen die Chancen durch die Digitalisierung noch wenig. Das geht aus Berechnungen der Hypovereinsbank auf Basis einer deutschlandweiten KfW-Analyse hervor. Demnach betrugen die Digitalisierungsausgaben der rund 80.000 Mittelständler im Wirtschaftsraum Freiburg insgesamt etwa 276 Millionen Euro und damit nur etwa ein Zwölftel der circa 3,3 Milliarden Euro Investitionen in Bauten und Anlagen. „Wir sehen noch großen Handlungs- und Investitionsbedarf“, sagte Heiko Then, Niederlassungsleiter Baden-Württemberg West im Firmenkunden- geschäft der Hypovereinsbank, bei der Vorstellung der Analyse. Die Kundengespräche zeigten, dass viele Mittelständler im Raum Freiburg zu wenig und zu einseitig in IT investieren. Einer Studie der KfW zufolge konzentrieren sich die Digitalisierungsvorhaben vor allem auf die reine Erneuerung von IT-Strukturen, während die Digitalisierung im deutschen Mittelstand noch in den Kinderschuhen stecke. Zudem belegt eine gemeinsame Studie von Hypovereins- bank und TU München zur digitalen Transformation, dass zwei Drittel der Unternehmen mit Digitalisierungsvorhaben nur schrittweise und langsam vorgehen und dabei disruptive Veränderungen scheuen. Diese wären oft erforderlich, um Geschäftsmodelle weiterzuent- wickeln und neue Geschäftsfelder zu erschließen. ine Commerzbank-Unternehmerstudie Digitalisierung im Einzelhandel I m Auftrag der Commerzbank führt das Umfrageinstitut Ipsos jährlich eine Unternehmerstudie durch. Dieses Mal ging es um die Digitali- sierung im Einzelhandel. 3.500 Unternehmen in Deutschland wurden befragt, davon 50 in Freiburg. Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2018 beurteilen dabei 80 Prozent der Freiburger Einzelhändler gut, auch für 2019 sind sie optimistisch. Als die größten Herausforderungen sehen die Befragten die Konkurrenz durch Onlinehändler (58 Prozent gegenüber 49 Prozent in Deutschland), den Preisdruck (54 Prozent/40 Prozent), den Fachkräftemangel (52 Prozent/57 Prozent) und vor allem hohe Mietpreise (46 Prozent/27 Prozent) sowie steigende Lohnkosten (46 Prozent/31 Prozent). Trotz Digitalisierung hat sich in Freiburg die Kundenfrequenz bei 54 Prozent der Händler (Deutschland 43 Pro- zent) seit fünf Jahren erhöht. Deutlich mehr Freiburger als deutsche Einzelhändler wünschen sich mehr Parkplätze (38 Prozent gegenüber 29 Prozent) und mehr Investitionen in die Attraktivität der Innenstadt (36 Prozent/33 Prozent). Vor allem aber möchte man eine Lockerung der Öffnungszeiten (30 Prozent gegenüber 9 Prozent in Deutschland). 40 Prozent der Einzelhändler verkaufen sowohl stationär als auch online, das sind deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt mit 33 Pro- zent. Vor allem Onlinebestellung und Abholen im Ladengeschäft sind in Freiburg üblich (mit 70 Prozent der Befragten gegenüber 45 Prozent in Deutschland). Die Ergebnisse der Umfrage stellten Anton Gereitzik, Niederlassungsleiter der Commerzbank Freiburg, sowie Thorsten Löhr, Leiter des Unternehmenskundengeschäfts, Mitte Oktober vor. upl
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