Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November '18- Schwarzwald-Baar-Heuberg
Wirtschaft im Südwesten 11 | 2018 44 Unternehmen Blumeninsel Mainau Leichte Rückgänge und afrikanisches Flair MAINAU. Trotz leichter Rückgänge zeigte man sich bei der Mainau GmbH mit dem Geschäftsjahr 2017 zufrieden. 1,23 Millionen Menschen besuchten die Blu- meninsel. Das waren etwas weniger als 2016 (1,27 Mil- lionen), aber etwas mehr als 2015 (1,22 Millionen). Die Umsatzerlöse sanken 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 28,8 Millionen Euro. „Insbesondere im dritten Quartal 2017 hatte die Mainau GmbH durch die schwierigen Witterungsverhältnisse Besucher- und somit Umsatzeinbußen zu verkraften“, sagte Manfred Haunz, Finanzdirektor der Mainau GmbH. Der Ertrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) be- trug 3,7 Millionen Euro. 2016 waren es 4,95 Millionen gewesen. Das Ergebnis bezeichnete das Unternehmen als zufriedenstellend, der Rückgang sei erwartet wor- den: „Das Ebitda war im Jahr 2017 planmäßig durch die hohen Substanzerhaltungsmaßnahmen für die In- standsetzung des Schlossdaches, des Palmenhauses sowie der Ufermauern beeinträchtigt“, sagte Manfred Haunz. Insgesamt wurde vergangenes Jahr in die Blu- meninsel rund eine Million Euro investiert, das sind etwa 500.000 Euro weniger als im Vorjahr. Steigern konnte die Mainau GmbH ihre Eigenkapitalquote – von 41,9 auf 45,2 Prozent zum Jahresende 2017. Motto des Jahres 2017 war (Insel x Palme)². Dabei wie- sen beispielsweise die Gärtner auf mathematische Zu- sammenhänge und geometrische Formen in der Natur hin. Das laufende Jahr ist mit „Baobab und Bonobo – Faszination Afrika“ überschrieben. Präsentiert werden Kultur und Natur des Kontinents; beispielsweise war eine Ausstellung zum Kaffee zu sehen. Finanzdirektor Manfred Haunz geht davon aus, 2018 „die geplante Jahresbesucherzahl von 1,2 Millionen sowie ein zufrie- denstellendes Ergebnis zu erreichen“. sum Palmen passend zum Jahres- motto „Faszination Afrika“ gibt es auf der Mainau. Bild: Insel Mainau/Peter Allgaier Carré Planungsgesellschaft und Regiowerk Zweite Führungsebene GUTACH-BLEIBACH. Wenn ein Unternehmen wächst, muss irgendwann auch die Führungsebene wachsen. Das war nun beim Gutacher Architekten- netzwerk „Architektur hoch drei“ der Fall. Deshalb hat Gründer und Inhaber Klaus Wehrle kürzlich „eine zwei- te Ebene eingezimmert“ und dreien seiner Führungs- kräfte Prokura erteilt. Damit rückten die Abteilungs- leiter Bernd Füchter (Kalkulation/Bauleitung), Lars Wildbredt (Planung) und Marco Pfaff (Verwaltung) in die Geschäftsleitung auf. Wehrle hat sein Architektur- büro 1989 gestartet und zur Firmengruppe ausgebaut. Mittlerweile zählt er knapp 30 Mitarbeiter. Für diesen Stellenzuwachs und sein Personalkonzept ist Wehrle 2009, 2013 und 2014 mit dem von den IHKs im Re- gierungsbezirk Freiburg und der Badischen Zeitung verliehenen Jobmotor ausgezeichnet worden. Wachsen will Wehrle nun nicht mehr. Bei der Größe solle es bleiben, so könnten die Einzelfirmen gut agie- ren. Die Carré Planungsgesellschaft mbH ist auf In- dustrie- und Gewerbebau spezialisiert, die Regiowerk GmbH auf Wohnungsbau und zwar ausschließlich Ge- schosswohnungsbau. Der Kommunalbau, Schwerpunkt der Werkgruppe 1, spielt laut Wehrle heute nur noch eine untergeordnete Rolle. Die komplette Bauplanung zählt immer mit zum Angebot. Seine Arbeitssyste- matik namens „Bauteam“ ist auf Kostenoptimierung ausgerichtet und wie alle anderen Arbeitsprozesse TÜV-zertifiziert. Rund zehn Millionen Euro setzt die Firmengruppe jähr- lich um, etwa 60 Prozent davon im Gewerbe-, die ande- ren 40 Prozent im Geschosswohnungsbau. Regiowerk realisiert zusammen mit privaten Baugemeinschaften 50 bis 60 Wohneinheiten pro Jahr. Zu den gewerb- lichen Kunden von Carré zählen viele bekannte Indus- trieunternehmen aus der Region wie AHP Merkle in Gottenheim, Wasserkraft Volk in Gutach oder Hermetic Pumpen in Gundelfingen. Viele davon sind Stammkun- den. Wehrle hat sich auf Baden festgelegt. „Es ist kein Anreiz für mich, außerhalb der Region was zu machen“, sagt der Architekt und Unternehmer. „Man muss ja wissen, wie die Leute ticken.“ Eine Anerkennung für dieses regionale Bekenntnis hat er 2016 erhalten: Die Logistikhalle, die Carré für die Elztalbrennerei Georg Weis in Gutach gebaut hat, wurde mit dem Architek- turpreis „Baukultur Schwarzwald – Neues Bauen im Schwarzwald“ ausgezeichnet. kat
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