Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe November '18- Schwarzwald-Baar-Heuberg

11 | 2018 Wirtschaft im Südwesten 19 ANZEIGE Ehrbarer Kaufmann Jetzt Zertifikat kostenfrei anfordern D ie Vollversammlung der IHK bekennt sich aus- drücklich zum Leitbild des ehrbaren Kaufmanns, und sie möchte auch der regionalen Wirtschaft die Gelegenheit geben, dies zu tun. Die IHK bietet des- halb ihren Mitgliedsbetrieben ein Zertifikat an, das diese Selbstverpflichtung ausdrückt und das bei der IHK kostenfrei bezogen werden kann. Das Zer- tifikat des ehrbaren Kaufmanns soll ein unterneh- merisches Zeichen sein für die Wirtschaft, für die Region und ganz Deutschland, denn „ohne Vertrauen kann eine Wirtschaft nicht gedeihen“, sagt IHK-Prä- sidentin Birgit Hakenjos-Boyd. Mit dem Zertifikat soll dokumentiert werden, dass die Unternehmen ethische Grundsätze, Verantwortungsbewusstsein und langfristig angelegtes, nachhaltiges Handeln im gesamtgesellschaftlichen Kontext befolgen. Und das bedeutet Glaubwürdigkeit, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Weitblick, Integrität, Wirtschaftlichkeit und Inter- nationalität. bk Sabine Rimpler, IHK-Infocenter, Telefon: 07721 922-0, info@vs.ihk.de IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos-Boyd zum neuen OECD-Bildungsbericht Duale Ausbildung bleibt Garant für Fachkräftesicherung D ie IHK-Präsidentin Birgit Haken- jos-Boyd begrüßt die Ergebnis- se des aktuellen Bildungsberichts der OECD. Die Organisation hatte bestätigt, dass eine Berufsausbil- dung ebenso gut vor Arbeitslosig- keit schützt wie ein Studium. „Die Duale Ausbildung ist eine sichere Karrierebank und bleibt Garant für betriebliche Fachkräftesicherung“, sagt Birgit Hakenjos-Boyd. Der Trend zum Studium halte aller- dings weiter an – mit fatalen Folgen, wie die IHK-Präsidentin kritisiert. „Zu viele junge Menschen streben eine akademische Laufbahn an nach dem Motto ‚Nach dem Abi automatisch an die Uni‘, obwohl viele junge Men- schen nicht studierfähig sind.“ Die Studienabbrecherquoten in Mathe- matik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik betrügen bis zu 30 Pro- zent. „Da geht bei den Jugendlichen viel Zeit, Motivation und Energie verloren. Die Berufswahl hat einfach nicht gepasst. Der Akademisierungs- wahn hat überhandgenommen.“ Auf der anderen Seite brechen in der dualen Ausbildung der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg nur rund fünf Prozent der Ju- gendlichen ihre Ausbildung ab. „Das zeigt die hohe Qua- lität, mit der unsere Betriebe jungen Menschen durch die duale Ausbildung eine gute Berufsperspektive verschaf- fen“, so die IHK-Präsidentin. „Wir müssen hier vor allem auch in die Köpfe der Eltern vordringen, die bei der Kar- riere wichtige Ratgeber für ihren Nachwuchs sind. Hier verspreche ich mir viel vom nun auch an Gymnasien ge- starteten neuen Schulfach ‚Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung‘ sowie dem verbindlichen Tag der Berufsorientierung an allen Schularten.“ bk Martina Furtwängler, Fachbereich Berufliche Ausbildung, Telefon: 07721 922-164, furtwaenglerm@ vs.ihk.de »Zu viele junge Menschen streben eine akademische Laufbahn an« Bild: IHK

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