Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'18 - Schwarzwald-Baar-Heuberg

REGIO REPORT IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg ANZEIGE Buchstabensuppe oder Markentext? Rainer Witt holt das Beste aus 27 Buchstaben für Sie raus: eigenständige Markensprache info@agenturwitt.de AW_180409_Anz_WISW_185x21.indd 1 09.04.18 09:20 Fies Kunststoff GmbH - Industriebodentechnik 77704 Oberkirch, Wolfhagstr. 2 a, Tel. 0 78 02 / 26 66, Fax 34 21 Kunststoff- Industrieböden robust pflegeleicht extrem belastbar www.alfopox.de Fachbetrieb nach WHG Neuboden Bodensanierungen R F ür viele Unternehmen und Haushalte sind die Ener- giepreise zwischenzeitlich zu einem spürbaren Kos- tenfaktor geworden. Daher gilt es, die Entwicklung der Preise für Öl, Gas, Strom und Wärme genauestens im Auge zu behalten. Denn die Akzeptanz von Klimaschutz und Energiewende hängen nicht zuletzt von der Kos- tenbelastung ab, die jeder Verbraucher zu tragen hat. Belastbares Datenmaterial hierzu liefert jährlich der im Auftrag des Landesumweltministeriums erstellte Ener- giepreisbericht. Jüngst wurden die aktuellen Zahlen ver- öffentlicht. So sind beispielsweise die Heizölpreise seit Mitte 2017 wieder leicht gestiegen, ebenso die Diesel- und Benzinpreise. Auch der Gaspreis liegt leicht über dem europäischen Durchschnitt. Während die Preise für Strom im vergangenen Jahr zwar weitgehend stabil geblieben sind, zeigen aktuelle Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat allerdings, dass Deutschland bei den Strompreisen auch für Unter- nehmen inzwischen auf dem unrühmlichen ersten Platz in Europa liegt. Rund 80 Prozent der Stromrechnung entfallen dabei auf staatlich regulierte Preisbestandteile. Vor diesem Hintergrund sieht IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos-Boyd insbesondere in Bezug auf den Strom- markt weiterhin Anpassungsbedarf: „Eine kurzfristige Maßnahme könnte sein, Teile der stetig steigenden EEG-Umlage aus Haushaltsmitteln zu finanzieren. Dafür könnten beispielsweise die Mittel aus der Stromsteuer verwendet werden. Wir reden hier immerhin von bis zu sieben Milliarden Euro pro Jahr, mit denen der Bund die Stromrechnungen der Verbraucher reduzieren könnte. Gleichzeitig würde durch die Steuerfinanzierung eines Teils der Kosten dem gesamtgesellschaftlichen Anspruch des Projekts Energiewende Rechnung getragen“, so die IHK-Präsidentin. Birgit Hakenjos-Boyd sieht aber noch weiteren Hand- lungsbedarf: „Die Politik sollte außerdem weiter darauf hinwirken, dass der Wettbewerb zwischen den besten Technologien und Standorten zur Energieerzeugung ver- stärkt wird. Das erfordert in Europa länderübergreifende Infrastrukturen und in Deutschland einen zügigen Aus- bau der Übertragungsnetze, denn Baden-Württemberg und Deutschland sind keine Inseln im Strommarkt. Au- ßerdem darf der Kohleausstieg für die Verbraucher nicht zu einem weiteren Kostentreiber werden.“ Tro Information Erstellt wurde der Energiepreisbericht vom Leipziger Institut für Energie. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaft- ler prognostizieren darin unter anderem auch die zu erwarteten Preistrends bis ins Jahr 2024. Dabei gehen sie aktuell von einem weiteren Anstieg des nominalen Preisniveaus aus. Dieser fällt zwar nur leicht aus, doch unvorhersehbare politi- sche Ereignisse können schnell ein ande- res Bild zeichnen. So stiegen aktuell die Preise für Öl wieder spürbar, nachdem die USA angekündigt haben, aus demAtom- Abkommen mit dem Iran auszusteigen. Bild: electriceye - Fotolia Energiepreisbericht 2017 Weiterer Anpassungsbedarf bei der Energiewende

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