Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'18 - Schwarzwald-Baar-Heuberg

Wirtschaft im Südwesten 10 | 2018 32 REGIO REPORT IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg Ausbau der Bundesstraßen und Schienenwege Licht und Schatten D ie IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg hat ihre Broschüre zur regionalen Verkehrs- infrastruktur neu aufgelegt und kommt zu einem geteilten Fazit. Zwar gehe es bei vie- len wichtigen Bundesstraßenprojekten in den Landkreisen Tuttlingen, Rottweil und im Schwarzwald-Baar-Kreis voran. Insbeson- dere beim Ausbau einiger Schienenwege in der Region bestehe dagegen akuter Hand- lungsbedarf. Achim Scheerer, Geschäftsführer der Schee- rer Logistik GmbH & Co. KG in Aichhalden und Mitglied im IHK-Verkehrsausschuss: „Die verkehrliche Erschließung unseres Wirt- schaftsstandortes Schwarzwald-Baar-Heu- berg erfolgt neben der A81 hauptsächlich über das derzeit etwa 350 Kilometer lange Netz an Bundesstraßen. Dank der Geschlos- senheit aller politischen Entscheidungsträger und des Regierungspräsidiums Freiburg wird in den kommenden drei Jahren mit den Pla- nungen beinahe aller neuen Bundesstraßen- projekte begonnen.“ Bereits in Bau befänden sich die B27 zwi- schen Donaueschingen und Hüfingen und die B27 bei Behla. Die B311 bei Immendingen und die B27 bei Randen seien in Planung. Der weitere Zeitplan des Regierungspräsi- diums sehe vor, dass die für Unternehmen und Berufspendler wichtigen Engpässe wie die B14 in Spaichingen und die Talumfahrung B462 Schramberg als überregional bedeut- samer Ost-West-Korridor bereits ab 2018 beziehungsweise 2019 geplant werden. Im Jahr 2020 folgten die Planungen für den Lü- ckenschluss B523/B33. Mit den Planungen der Ortsumfahrungen B27 Zollhaus und B14 Rietheim-Weilheim werde im ersten Halbjahr 2021 begonnen. Lediglich die Planungen für die B27 Rottweil/Neukirch erfolgten nicht vor 2025. Auch auf der Schiene gäbe es einige Erfolge. Pendler und Zugreisen- de müssten sich beim Ausbau der Höllental- bahn Ost zwar noch einige Zeit mit Schie- nenersatzverkehren begnügen. Aber mit der Inbetriebnahme der Breisgau-S-Bahn voraussichtlich im De- zember 2019 sei der komplette Schwarz- wald-Baar-Kreis mit maximal einem Um- stieg in nur 45 Minuten an Freiburg angebun- den. „Das ist ein her- vorragendes Verkehrs- angebot, das ohne die finanzielle Unterstüt- zung des Landkreises nicht möglich gewesen wäre“, he bt Scheerer hervor. Bewegung beim Ringzug … „Beim Ringzug ist mit dem Elektrifizierungs- konzept des Landes glücklicherweise wieder etwas mehr Bewegung auf die Gleise gekom- men. Jetzt geht es darum, dass der Bund die dafür erforderlichen Mittel zügig freigibt“, so Achim Scheerer. Darüber hinaus werde derzeit an einer Erweiterung bis St. Georgen mit zusätzlichen Haltepunkten gearbeitet. Gearbeitet werde auch an einem Stunden- takt auf der Donautalbahn, allerdings unter schwierigen verkehrlichen und infrastruktu- rellen Bedingungen. … aber Warten auf Gäubahn Unverständlich bleibe für Achim Scheerer da- gegen das Warten auf den Ausbau des Schie- nenkorridors Stuttgart-Zürich: „Seit der Verab- schiedung des Bundesverkehrswegeplanes mit der Ausbaustrecke Stuttgart-Zürich im Vor- dringlichen Bedarf sind zwei Jahre vergangen. Trotz der Planfeststellung haben das Bundes- verkehrsministerium und die Deutsche Bahn AG bisher immer auf das fehlende Verkehrs- konzept und auf offene Finanzierungsfragen verwiesen. Nach dem jüngsten Versprechen von Staatssekretär Steffen Bilger in Singen hoffen wir, dass zusammen mit den regionalen Abgeordneten, mit den im Interessenverband organisierten Landkreisen und Kommunen so- wie mit Verkehrsminister Winfried Hermann jetzt auch tatsächlich konkrete Fortschritte in Berlin erzielt werden.“ Auch IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Al- biez betont die Bedeutung einer leistungsfä- higen Infrastruktur für die Wirtschaftsregion Schwarzwald-Baar-Heuberg: „Leistungs- fähige Straßen und Schienenwege sind Grundvoraussetzung für den Erfolg unse- rer hoch entwickelten Wirtschaftsregion Schwarzwald-Baar-Heuberg. Die schnelle Erreichbarkeit sowie der effiziente und reibungslose Güter- und Personenverkehr sind Schlüsselfaktoren im internationalen Wettbewerb. Dafür arbeiten wir kontinuier- lich mit den Entscheidungsträgern in der Politik und in den Straßenbauverwaltungen zusammen.“ MS Martin Schmidt Fachbereich Standortpolitik Telefon: 07721 922-207 martin.schmidt@vs.ihk.de Broschüre Die neue Broschüre „Verkehrsin- frastruktur in der Region Schwarz- wald-Baar-Heuberg“ kann bei der IHK als Druckexemplar angefordert werden. Sie ist auch als Download auf der IHK-Homepage unter www. ihk-sbh.de verfügbar. 523 523 B311 Immendingen B14 Rietheim- Weilheim Tuttlingen Wurmlingen Hattingen REGION SCHWARZWALD- BAAR-HEUBERG B14 Spaichingen Rottweil B27 Neukirch Neufra Schiltach Trossingen B462 Schramberg Behla B27 Randen B27 Zollhaus Hüfingen B523 Villingen- Schwenningen Donaueschingen Bräunlingen Sulz a. N. Oberndorf a. N. Triberg Blumberg Die Bundesstraßen- und Schienenprojekte in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg im Überblick. Grafik: Martin Schmidt

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2MDE5