Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'18 - Hochrhein-Bodensee

Wirtschaft im Südwesten 10 | 2018 42 UNTERNEHMEN KURZ NOTIERT Die auf Insolvenzrecht spezialisierte Freiburger Kanzlei Nehrig, Braun & Sozien vermeldet gute Nachrichten für die Maise Karosserie- und Fahrzeugbau GmbH , die ihren Stammsitz in der Egonstraße in Freiburg hat. Der in Umkirch ansässige Bereich Fahrzeugbau sei im Insolvenz- verfahren saniert und von der Kühlfahrzeuge GmbH aus Willstätt übernommen worden.Weil die Namensrechte an der Firma Maise aufgrund alter vertraglicher Bindungen mit der Insolvenz wegfielen, firmiert das Unternehmen nun als TFS Fahrzeugbau GmbH .TFS fertigt Aufbau- ten für Transporter und Lkw, weitere Standbeine sind der Aufbau von Feuerwehrlogistik sowie Sonderfahrzeuge. Ausreichend Platz: Die Freiburger Leaserad GmbH wird Hauptmieter eines von Strabag ent- wickelten Gebäudes auf der sogenannten Busi- nessmeile nahe des Freiburger Hauptbahnhofs. Die Firma, die unter der Marke „Jobrad“ Dienst- fahrradleasing anbietet und 2018 ihr zehnjähriges Bestehen feiert, ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen.Aktuell beschäftigt sie rund 170 Mitarbeiter, die an drei Standorten in der Stadt ar- beiten, und plant weiter zu wachsen – langfristig auf über 350 Mitarbeiter. Das fünfgeschossige Geschäftshaus mit rund 7.400 Quadratmetern Mietfläche (Bild) soll allen Platz bieten. Baube- ginn ist Anfang 2019, der Bezug 2020 geplant. BeimWeintag im September hat die Durbacher Winzergenossenschaft ihre neueVinothek der Öffentlichkeit präsentiert. Theke, Aufenthaltsbe- reiche, Degustationsräume und Shop wurden für insgesamt rund 200.000 Euro neu gestaltet. Da- mit vollende dieWG „ihre Umstelllung vonVinta- ge-Look auf das moderne Corporate Design, das auch im Außenbereich an der Fassade seit zwei Jahren sichtbar ist“, heißt es in einer Pressemit- teilung. Die Durbacher „Steillagenspezialisten“, wie sie sich selbst nennen, feiern in diesem Jahr ihr 90-jähriges Bestehen. 1928 hatten 89Winzer die Genossenschaft gegründet. Heute zählt die WG rund 220 Winzerfamilien. Die Namen aller aktuellen Mitglieder sind in der neuen Vinothek in eine Säule aus Wildeiche gelasert worden. Herrenknecht Neuer Auftragsrekord SCHWANAU. Der Herrenknecht AG geht die Arbeit nicht aus, der Hersteller von Tunnelbohrmaschinen (TBM) hat seinen Auftragsein- gang auf einen Rekordwert gesteigert: 2017 akquirierte das Schwa- nauer Unternehmen neue Aufträge in Höhe von 1,31 Milliarden Euro (2016: 1,27 Milliarden). Der Umsatz stieg vergangenes Jahr leicht auf 1,25 Milliarden Euro (2016: 1,23 Milliarden). „Als dynamischste Region stach 2017 Europa hervor, wo Herren- knecht Aufträge für sehr große und umfängliche Infrastrukturpro- jekte erhielt“, teilt Unternehmensprecherin Jennifer Manz mit. So liefert Herrenknecht beispielsweise drei TBM für die Hauptstrecke des künftig längsten Eisenbahntunnels der Welt, des 64 Kilometer langen Brenner-Basistunnels, sowie eine weitere TBM für dessen Erkundungsstollen. An dem derzeit größten europäischen Baupro- jekt „Grand Paris Express“, das 200 Kilometer neue U-Bahnlinien in der französischen Hauptstadt umfasst, sind die Schwanauer mit 13 TBM beteiligt und am Neubau der Bahnstrecke Stuttgart-Ulm mit insgesamt vier. Auch bei großen Projekten in Australien, China und den USA sind die Tunnelbohrmaschinen des mittelständischen Familienunternehmens im Einsatz. TBM werden überall gebraucht, wo Infrastrukturen gelegt werden: die kleinen (bis 4,20 Meter Durchmesser) für Öl- und Gasleitungen, Was- ser- oder Kabelkanäle, die großen mit Durchmessern von bis zu 19 Metern für Straßen, Metros und Eisenbahnen. Im sogenannten „Traf- fic Tunnelling“ erzielt Herrenknecht knapp 80 Prozent des Umsatzes. Zur Unternehmensgruppe zählen weltweit 76 Tochtergesellschaften und knapp 5.000 Mitarbeiter. Am Hauptsitz in Schwanau-Allmanns- weiher arbeiten rund 2.000 Beschäftigte, dazu kommen noch 180 Auszubildende in gewerblichen, technischen und kaufmännischen Berufen sowie Studenten der dualen Hochschule. Unter den Azubis sind fünf Flüchtlinge aus Syrien, Gambia und Guinea. ine Die Tunnel- bohrmaschine „Suse“ hat Ende Juli die Weströhre des Fildertunnels vollständig aufgefahren, jetzt folgt die 3,4 Kilometer lange Oströhre. Der Fildertunnel ist der längste Tunnel der neu- en Bahnstrecke zwischen Stutt- gart und Ulm.

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