Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'18 - Hochrhein-Bodensee

10 | 2018 Wirtschaft im Südwesten 41 Die Häring Akademie außen und innen. BUBSHEIM. Die Anton Häring KG hat ihre Akademie für 1,15 Millionen Euro erweitert. Hier, in den Schu- lungsräumen und Lehrwerkstätten, werden seit 2005 die Nachwuchskräfte des Unternehmens aus- und weitergebildet. Nun wurde die Fläche während einer zwölfmonatigen Bauphase auf 3.157 Quadratmeter erweitert und damit fast verdoppelt. Neben vier wei- teren Schulungsräumen und einem Meisterbüro gibt es dort jetzt einen neuen, 900 Quadratmeter großen Praxisbereich mit 13 Dreh-, 14 Fräs- und drei Säulen- bohrmaschinen sowie einer Flachschleifmaschine. Ziel dieses neu geschaffenen Innovationsraumes ist es, „dass die Nachwuchskräfte hier eigenverantwortlich neue Ideen oder Techniken entwickeln, testen und mit Prototypen in die Tat umsetzen“, sagt Jürgen Häring, der das Unternehmen in der zweiten Generation führt. „Wir investieren damit in die Fach- und Führungskräfte unserer Zukunft.“ Im Idealfall würden diese im Unter- nehmen bleiben und wichtige Positionen wie Gruppen- oder Abteilungsleiter übernehmen. Der Hersteller von Präzisionsteilen und Baugruppen für die Automobilindustrie bildet an seinem Stammsitz in Bubsheim rund 120 junge Leute in acht verschie- denen Ausbildungsberufen und acht Studiengängen aus. Akademien mit gleichem Aufbau und gleicher Ausstattung gibt es ebenfalls an den drei Auslands- standorten der Anton Häring KG in Polen, China und den USA. Die Anton Häring KG wurde 1961 gegrün- det und beschäftigt heute etwa 4.000 Mitarbeiter weltweit, davon 835 in Bubsheim. Dort beträgt die Ausbildungsquote rund 14 Prozent. Pro Tag werden 500.000 Präzisionsteile auf 225 Maschinen gefertigt. Im Jahr 2017 hat Häring insgesamt 320 Millionen Euro umgesetzt. sum Anton Häring investiert über eine Million Euro in den Ausbau der Akademie Innovationsraum für die Aus- und Weiterbildung Brauerei Lasser profitiert vom heißen Sommer Voraussichtlich 15 Prozent mehr Ausstoß LÖRRACH. Das warme Wetter seit April und vor al- lem der heiße Sommer bereitete den Brauereien im Land Freude – so auch der Brauerei Lasser in Lörrach. Geschäftsführer Andreas Walter berichtet von einer „fulminanten Entwicklung“ seit April. Er rechnet mit einem Plus von 15 Prozent beim Ausstoß für das lau- fende Braujahr (1. Oktober 2017 bis 30. September 2018). Im vorangegangenen Braujahr hatte die 1850 gegründete Privatbrauerei einen Ausstoß von 40.000 Hektoliter Bier und von 30.000 Hektoliter alkoholfreien Getränken verbucht. Neben sieben Bieren und einem Biermischgetränk produziert Lasser sechs Sorten Limonade der Marke Libella sowie drei Sorten Lasser Wasser (LAWA). Das jüngste, Anfang des Jahres auf den Markt gebrachte Bier, der Lasser Doppelhopfen, wurde im August vom „ProBier-Club“ zum Bier des Monats gekürt. Andreas Walter freute sich über die bundesweite Auszeichnung besonders, da Verbraucher dabei jeden Monat das Gewinnerbier auswählen. Da laut Walter auch die Nach- frage in der Region nach dem Doppelhopfen steigt, ist dieser seit August nicht mehr nur als Fass-, sondern auch als Flaschenbier erhältlich. Mit dem besonders aromatischen Bier habe man angesichts der Craft- Bier-Welle die Tradition des Hopfenstopfens wieder ausgegraben, so Walter. Das Familienunternehmen, das auch über 600 Heiß- und Kaltgetränkeautomaten in der Region betreibt, beschäftigt im Jahresdurchschnitt 50 Mitarbeiter; 22 von ihnen arbeiten für die Brauerei – in Produktion, Verwaltung und Außendienst. Die letzte größere In- vestition des Unternehmens fällt ins Jahr 2017, als Lasser etwas über eine Viertelmillion Euro in einen neuen Drucktankkeller investierte. mae Preisge- krönt: der Lasser Doppel- hopfen.

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