Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe Oktober'18 - Hochrhein-Bodensee

10 | 2018 Wirtschaft im Südwesten 27 Serie: Erfolgreich dank höherer Berufsbildung » Viel Eigeninitiative nötig « Sie haben sich für eine Weiterbildung entschieden und sich dafür erfolgreich bei der IHK um ein Stipendium beworben. Wie kam es dazu, und wie läuft es? Da ich im Bereich Automobil weiterkommen will, gab es für mich die Möglichkeiten, mich entweder in Calw zum Automobilbetriebswirt weiterzubilden oder bei der IHK in Konstanz den Kombilehrgang zum geprüften Wirt- schaftsfach- und Betriebswirt zu belegen. Mit diesem bin ich breiter aufgestellt, was auch von Vorteil ist, sollte ich doch einmal die Branche wechseln. Der Kombilehrgang war für mich nicht nur die beste, sondern auch die bequemste Alternative, da er in Überlingen stattfindet. Außerdem konnte ich das Weiterbildungsstipendium dafür verwenden. Um dieses habe ich mich Mitte Januar 2017 direkt im Anschluss an meine Lehrzeitverkürzung beworben. Das erleich- tert mir die nebenberufliche Weiterbildung. Im März 2017 konnte ich damit beginnen. Der Lehrgang läuft noch bis März 2020. Den Teil des Wirtschaftsfachwirts habe ich bereits abgeschlossen und nun geht es mit dem Be- triebswirt weiter. Welche beruflichen Ziele haben Sie sich gesetzt? Generell möchte ich in der Automobilbranche bleiben, da ich meine Affinität zu Autos so am besten leben kann. Nach der Weiterbildung strebe ich die Position des Verkaufsleiters oder Centerleiters an. Und praktisch jeder in der Geschäfts- oder Filialleitung hat den Fach- oder sogar den Betriebswirt. Wie stemmen Sie die Doppelbelastung Job und Weiterbildung? Ich bin im Geschäft arg eingebunden, da ich nach der Ausbildung zusätzlich als Digital- und als Produktexperte arbeite und dabei zum Beispiel auch Firmenkunden betreue. Ich bin aber flexibel und kann meine Termine selbst festlegen. Zeit zum Lernen bleibt mir trotzdem nur in der Freizeit. Da muss man viel Eigeninitiative mitbringen. Was würden Sie anderen raten, die ebenfalls mit dem Gedanken spielen sich weiterzubilden? Ich finde, wenn man seine Ziele höher steckt und beruflich weiterkommen will, ist eine Weiterbildung nach einer kaufmännischen Ausbildung heute eine Grundvoraussetzung. Da reicht es nicht, wenn man Landesbester ist. Daher ist es besser, die Zähne zusam- menzubeißen, auch wenn es schwerfällt die Schulbank zu drücken und man lieber mehr Geld verdienen möchte. Es bringt einen wei- ter und eröffnet einem andere Möglichkeiten. Interview: mae DANIEL GUT (25) Der Konstanzer Daniel Gut wurde bei der Südstern-Bölle AG + Co. KG (Mercedes Benz) in Konstanz und Singen zum Auto- mobilkaufmann ausgebildet. Seine Lehre schloss er vergangenes Jahr erfolgreich ab – und wurde als Landesbester seines Faches ausgezeichnet. Heute arbeitet er bei Südstern-Bölle in Konstanz als Digital- und Produktexperte. Seit März 2017 besucht er den Kombilehrgang geprüfter Wirtschafts- fachwirt/geprüfter Betriebswirt bei der IHK Hochrhein-Bodensee. VORTEIL WEITERBILDUNG Am Anfang vieler erfolgreicher Berufswege steht eine duale Ausbildung. Der nächste Schritt ist dann eine berufliche Weiter- bildung. In einer Serie stellen wir Menschen aus der Region vor, die mit höherer Berufsbildung Karri- ere machen. Dieses Mal: Daniel Gut von der Südstern-Bölle AG + Co. KG in Konstanz.

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