Wirtschaft im Südwesten - Ausgabe September'18 - Südlicher Oberrhein
9 | 2018 Wirtschaft im Südwesten 25 Bahnknoten Basel IHKs fordern Vollausbau D ie sechs Handelskammern am Oberrhein fordern den Bund auf, die Finanzierung für den Ausbau der unterirdischen S-Bahn-Ver- bindung zwischen dem Bahnhof SBB und dem Badischen Bahnhof in Basel, das sogenannte Herzstück-Basel, in den Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/35 aufzunehmen. Diesen Appell formu- lierten die Vertreter der Kammern im Juli bei einem Spitzentreffen in Freiburg. „Für den Oberrhein ist die Metropolregion Basel ein wichtiger Wirtschaftsraum“, sagte Andreas Kempff, Hauptgeschäfts- führer der IHK Südlicher Oberrhein. „Entwicklungen dort betreffen auch die Menschen und Unternehmen hier.“ Die trinationale Wirtschaftsregion am Oberrhein ist eng verfloch- ten. Täglich überqueren unzählige Personen und Güter die Landes- grenzen zwischen der Schweiz, Deutschland und Frankreich. Bis 2030 wird die Bevölkerung aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Dynamik in der trinationalen Agglomeration Basel auf mehr als 850.000 Bewohner ansteigen, was den Personenverkehr auf der Schiene bis 2040 verdoppelt, so Schätzungen von Experten. Damit sich das wirtschaftliche Wachstum voll entfalten kann, muss der Wirtschaftsraum Basel mit allen Verkehrsträgern ausgezeichnet er- reichbar sein; innerhalb der Region und von außen. Kempff: „Für uns alle am Oberrhein und unsere Zusammenarbeit ist es von enormer Bedeutung, was in der Schweiz geschieht.“ Die Handelskammern am Oberrhein sind der Ansicht, dass der be- sonderen Situation des Dreilands bei der Entwicklung der S-Bahn bisher allerdings zu wenig Beachtung geschenkt worden ist. Dabei stellt nach Einschätzung der Teilnehmer des Spitzentreffens der Bahnknoten Basel als Gateway zur Schweiz auf dem Schienenweg einen unschätzbaren Nutzen für den Außenhandel und die internati- onalen Fernverbindungen entlang des Korridors Rotterdam – Genua dar. Bislang verfügt die Region Basel – im Gegensatz zu anderen großen Agglomerationen der Schweiz – jedoch über kein modernes S-Bahn-Netz. Deshalb fordern die Handelskammern am Oberrhein in einer Resolution, die Finanzierung des Vollausbaus des Bahn- knotens Basel in den Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/35, mindestens für die Projektierung, aufzunehmen. Dies beinhaltet die unterirdische S-Bahn-Verbindung zwischen dem Bahnhof SBB und dem Badischen Bahnhof in Basel, das sogenannte Herzstück, mitsamt ihrer Zulaufstrecken, grenzüberschreitenden Maßnahmen sowie Haltestellen und Gleiserschließungen. Zu den Handelskammern am Oberrhein gehören neben der IHK Südlicher Oberrhein die IHKs Hochrhein-Bodensee, Pfalz und Karls- ruhe sowie die Handelskammer beider Basel und die CCI Alsace Eurométropole. naz Blick auf den Schwei- zer Bahnhof in Basel (SBB). Bild: Leonid Andronov - Fotolia Veranstaltung zu Blockchain Warum der Hype? I m Jahr 2008 veröffentlichte Satoshi Nakamoto ein White Paper, das das gesamte Bitcoinprotokoll detail- liert beschreibt, Anfang 2009 wurden damit die ersten Bitcoins geschöpft. Seitdem haben sowohl Kryptowäh- rungen wie Bitcoin als auch die ihr zugrundeliegende Basistechnologie der Blockchain große Aufmerksamkeit erfahren und sich in jüngster Zeit zum regelrechten Hype entwickelt. Doch kaum jemand weiß, was tatsächlich hinter der Blockchain steckt. Manche Experten sagen, die Technologie, die die digitalen Währungen erst er- möglicht, habe das Potenzial, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft umzuwälzen. So sehen sie zahlreiche Anwendungsfelder. Doch ist der Hype um die Blockchain gerechtfertigt? Wie funktioniert sie genau, und welche Vorteile hat sie gegenüber etablierten Technologien? Und vor allem: Welche Anwendungsbereiche gibt es, und wie können kleine und mittelständische Unternehmen von der Blockchain profitieren? Diese und ähnliche Fragen stehen im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung am 25. September in der IHK in Freiburg, die gemeinsam mit dem Digitalen Innovationszentrum Baden-Württemberg organisiert wird. Sie soll die Blockchaintechnologie ver- ständlich erläutern und Anwendungsbeispiele aus der Wirtschaft aufzeigen. sw Anmeldung: Synthia Diele, Telefon 0761 3858-263 synthia.diele@freiburg.ihk.de Recht und Steuern Neue Veranstaltungen D ie Abteilung Recht und Steuern der IHK hat ihren Veranstaltungskalender für das zweite Halbjahr veröffentlicht. Aktuelle Veranstaltungen zum Thema Datenschutz, Informatives zur Scheinselbstständigkeit und Sprechtage zu steuerrechtlichen Fragen werden angeboten. as Die Broschüre kann heruntergeladen werden: www.freiburg.ihk.de, Rubrik Recht und Steuern Businessplan-Sprechtage Beratung für Gründer G ründungsinteressierten mit speziellen Fragen bie- tet die IHK kostenlose Businessplan-Sprechtage an: am 4. September in Freiburg und am 25. Septem- ber in Lahr. Anmeldung unter www.suedlicher-ober- rhein.ihk.de (Veranstaltungsnummer 2380758). db Ban Hammadi, Telefon 0761 3858-293, ban.hammadi@freiburg.ihk.de
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